8-Bade-Tote in NRW

17-Jährige ertrunken – zwei weitere Mädchen im Rhein vermisst

17. Juni 2021 - 17:51 Uhr

Im Rhein bei Duisburg wird heute weiter nach zwei Mädchen gesucht.

Sie sind gestern Abend mit einer Freundin im Fluss schwimmen gegangen. Dann hat die Strömung die Drei mitgerißen. Eines der Mädchen kann gestern aus dem Rhein geholt werden. Die Wiederbelebung aber scheitert - die 17-Jährige stirbt. Von den beiden anderen Mädchen fehlt auch heute jede Spur. Ein Hubschrauber fliegt den Fluss entlang bis nach Holland. Niemand weiß wie weit die Kinder inzwischen abgetrieben sind.

Acht Bade-Tote im Juni in NRW

Etwa zur gleichen Zeit ertrinkt in Troisdorf ein 38-Jähriger im Rotter See. Taucher können den Mann aus dem Wasser ziehen. Er stirbt im Krankenhaus. Erst am Samstag ertrank hier ein 26-Jähriger. Er rutschte von einer Luftmatratze und ging unter, weil er nicht schwimmen konnte. Insgesamt sind alleine im Juni acht Menschen beim Baden in Flüssen und Gewässern gestorben, so die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, kurz DLRG, auf RTL WEST-Anfrage.

Die Meisten unterschätzen die Gefahr

"Das Schlimme ist und das macht uns teilweise fassungslos, dass auch Eltern mit ihren Kindern das Rheinufer aufsuchen und die Gefahr, die die Eltern da in Kauf nehmen, wenn ihre Kinder im seichten Wasser baden, ist die gleiche, als wenn sie ihre Kinder auf dem Standstreifen der Autobahn Fußball spielen lassen würden.", so der Sprecher der Duisburger Polizei. Auch wenn der Rhein für Badegäste harmlos wirkt, verbergen sich unter der ruhigen Oberfläche gefährliche Strudel. Selbst ein geübter Schwimmer kann sich dieser Sogwirkung nicht mehr entziehen. Kinder seien chancenlos, so der Polizist.

Das Baden im Rhein ist nicht überall verboten, trotzdem raten Behörden und Rettungskräfte ausdrücklich davon ab.

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