Die Schneebombe kommtAutofahrten gut überlegen – Glätte-Fahrplan ins Winterchaos

von Claudia Träger

Extreme Wetterlage bringt bedrohliche Winter-Unwetter!
Der Winter macht gerade wirklich ernst. Schnee, Blitzeis, Sturm und eisige Kälte beschäftigen Deutschland seit Tagen. Jetzt wird es noch heftiger. Auf den Straßen kann es lebensgefährlich glatt werden.

Donnerstag: Schnee, Blitzeis, Sturm

Erstmal kommt jetzt mit Tief Constanze vor allem im Nordwesten und Westen wieder Schnee und Wind bis Sturm auf Deutschland zu. Im Tagesverlauf breitet sich der Schneefall von Westen aus, dauert in der Nacht an und kann teils kräftig sein. 10 Zentimeter Schneehöhe sind möglich. Dazu wird es stürmisch und so kann es auch zu Schneeverwehungen kommen.

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Immer wieder das gleiche Problem in diesen Wintertagen: Die Straßen können gefährlich glatt sein.
wetter.de

Ganz im Westen fällt Schneeregen oder Regen, weil es dort vorübergehend nicht mehr frostig ist. Die Böden sind es aber schon. Das ist dann so richtig brenzlig: Gefrierender Regen (Blitzeis) kann die Fahrbahnen in spiegelglatte Oberflächen verwandeln.

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Freitag und Samstag: Orkantief bringt extremen Schneefall

In weiteren Regionen wird es brandgefährlich. Vom Ärmelkanal her rauscht Orkantief Elli heran und stürmt übers Land. An den Küsten gibt‘s eisigen Oststurm, im Südwesten super milde, schwere Sturmböen mit Tempo 100. Dort fällt Regen statt Schnee. Tauwetter!

Und dann sind da teils unwetterartige Schneefälle mit 10 bis 15 Zentimetern Neuschnee in 12 Stunden. Morgens im Berufsverkehr erwischt es einen Streifen im Norden und Osten – vor allem Teile Bayerns, Thüringen und Nordhessen, sowie Ostwestfalen und Teile Niedersachsens sind betroffen. Verkehrschaos droht. Später schieben sich die Schneefälle langsam weiter nach Norden und erwischen auch Hamburg und Berlin. Dort werden Freitagabend 10 bis 20 Zentimeter, stellenweise auch über 30 Zentimeter Schnee liegen!

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Nur wenige Regionen bleiben voraussichtlich vom Wetterchaos verschont.
wetter.de

In den Übergangsregionen zwischen milder und kalter Luft droht erneut Blitzeis.

Im Nordosten merkt man davon nichts. Dort bleibt es einfach bei Dauerfrost.

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Schnee und Eis: Auto besser stehen lassen

wetter.de-Meteorologe Rainer Buchhop rät: „Wer bei diesen Bedingungen Autofahrten unternimmt, muss damit rechnen, dass das auch mal schiefgehen und in Unfällen enden kann. Also besser gut überlegen, ob die Fahrt wirklich nötig ist.“

Das gleiche gilt für den Samstag. Es bleibt stürmisch und schneit verbreitet, vor allem im Schwarzwald, Allgäu und im Bayerischen Wald teils kräftig. Auch Schneeverwehungen und gefrierender Regen stehen wieder auf dem gefährlichen Winterwetter-Programm.

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Freitag bis Sonntag im Überblick
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Am Sonntag ist der Spuk vorbei. Nur im Süden fällt noch etwas Schnee und auch die Sonne kommt mal raus. Es bleibt frostig kalt bei maximal -9 bis 0 Grad.

Lese-Tipp: Winterwetter wie früher - Schnee und brutale Eiseskälte machen weiter

Verwendete Quellen: wetter.de