Deutschland bibbert weiterVon wegen Lenz: Winter ohne Ende auch im Februar

Frost und klirrende Kälte statt Krokussen und Sonnenschein!
Der Winter will auch im Februar offenbar noch einmal richtig aufdrehen und lässt den Frühlingsgefühlen vorerst wohl keine Chance. Hier der Blick auf die aktuellen Trends und Prognosen.

Eis-Januar: So kalt war es seit Jahren nicht

Schon der Januar hatte es in sich: Im Vergleich zum Durchschnitt der vergangenen 30 Jahre lag die Temperaturabweichung bei rund -1,5 Grad – die Mitteltemperatur dümpelte bei eisigen -0,9 Grad dahin. So kalt war ein Januar zuletzt 2017. Damals wie heute zählen diese Monate zu den kältesten Januaren der letzten 15 Jahre.

Dazu kommen reichlich Frosttage!

Bis inklusive 28. Januar gab es im Deutschland-Mittel schon über 23 Tage mit Minustemperaturen – also fast jeder Tag ein Frosttag. Zum Vergleich: 2017 waren es knapp 26 Frosttage. Der aktuelle Winter ist dem damaligen Kälte-Kracher also dicht auf den Fersen.

Lese-Tipp: Wetter im Februar: Letzter Wintermonat bringt Kälte bis zu -36 Grad

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Polarwirbel schwächelt – und lässt Kälte nachrutschen

Im Laufe des Februars verliert der Polarwirbel an Stärke - damit könnten erneut eiskalte Luftmassen zu uns strömen.
Im Laufe des Februars verliert der Polarwirbel an Stärke - damit könnten erneut eiskalte Luftmassen zu uns strömen.
wetter.de

Normalerweise sorgt ein stabiler Polarwirbel dafür, dass die Westwinde brav durchziehen und uns eher milde Luft bescheren. Läuft dieses System rund, bleiben große Kältewellen meist aus. Doch genau hier hakt es in diesem Winter: Der Polarwirbel zeigt Schwächen, wird gestört – und damit steigt die Chance, dass kalte Luft aus Norden oder Osten nach Deutschland gepumpt wird.

Lese-Tipp: 42-Tage-Trend - das zeigen die Prognosen für die kommenden sechs Wochen

Kälte hat womöglich noch längst nicht fertig

wetter.de
Schnee und strenger Frost unter -10 Grad - dieser Februartrend lässt die Hauptstadt bibbern.

Dieses Muster haben wir in den vergangenen Wochen schon immer wieder erlebt. Und die aktuellen Prognosen deuten darauf hin, dass sich das im Februar fortsetzen könnte. Die neuesten Langfristtrends zeichnen ein klares Bild: Der letzte Wintermonat hat ordentlich Kälte-Potenzial. Die Monatsprognose des US-Wetterdienstes NOAA rechnet mit in etwa durchschnittlichen Temperaturen für Deutschland – gleichzeitig aber mit einem zu kalten Nordeuropa. Das ist für uns kein gutes Zeichen für den Lenz, denn von dort kann die Frostluft direkt zu uns durchgereicht werden. Der wetter.de-Trend deutet ebenfalls auf einen eiskalten Nachschlag hin, bevor es langsam milder werden könnte.

Verwendete Quellen: wetter.de