Die trockene Hitze ist vorbeiRTL-Meteorologe warnt: Jetzt droht der große Unwetter-Knall!

Blitzschlag-Gefahr: Wenn ein Gewitter mit Blitzen über einem tobt, sollte man sich lieber von seinem Regenschirm trennen.
Die Hitze in Deutschland wird immer schwüler und die Gefahr von Unwettern steigt.
Bernd von Jutrczenka/dpa/dpa-tmn
von Paul Heger und Svenja Hoffmann

Der Sommer 2026 bleibt außergewöhnlich!
Vor allem im Süden Deutschlands reiht sich eine Hitzewelle an die nächste. Temperaturen nahe der 40-Grad-Marke sind inzwischen keine Seltenheit mehr. Doch die Wetterlage beginnt sich zu verändern – und genau das könnte die Gefahr heftiger Unwetter in den kommenden Tagen und Wochen deutlich erhöhen.

Die Luft über Deutschland wird immer feuchter

Während die ersten Hitzewellen des Sommers noch von trockener Luft und stabilen Hochdruckgebieten geprägt waren, gelangt inzwischen immer mehr Feuchtigkeit in die Atmosphäre. Die Meere rund um Europa sind außergewöhnlich warm, wodurch mehr Wasser verdunstet. Diese zusätzliche Feuchtigkeit macht die Luft instabiler und schafft ideale Voraussetzungen für kräftige Gewitter.

RTL-Wettermoderator Paul Heger.
RTL-Wettermoderator Paul Heger.
Imago/Sven Simon

Temperaturen um 40 Grad galten in Deutschland bis vor wenigen Jahrzehnten als absolute Ausnahme. In diesem Sommer sind sie vor allem im Süden bereits mehrfach erreicht worden. Die anhaltende Hitze Südeuropas greift immer häufiger bis nach Deutschland über und sorgt dort für außergewöhnlich lange Hitzeserien.

Lese-Tipp: Alle Infos zur aktuellen Hitzewelle findet jederzeit in unserem Hitze-Ticker

Hinzu kommt ein weiteres Problem: Immer häufiger bleiben auch die Nächte tropisch warm. Fallen die Temperaturen nicht mehr unter 20 Grad, spricht man von einer Tropennacht. Gerade diese Nächte belasten den Körper besonders, weil er sich kaum noch von der Hitze des Tages erholen kann.

Gewitter und Unwettergefahr mit Starkregen, Hagel und Sturmböen

Schon am Mittwoch steigen die Temperaturen im Osten und Süden erneut auf Werte um 35 Grad. Gleichzeitig nimmt die Schwüle deutlich zu. Im Tagesverlauf können sich dadurch regional kräftige Gewitter entwickeln. Wo genau sie entstehen, lässt sich nur kurzfristig vorhersagen. Dort, wo sie auftreten, besteht jedoch Unwettergefahr durch Starkregen, Hagel und Sturmböen.

Während sich in der Nordwesthälfte bereits etwas kühlere Luft durchsetzt, bleibt die Gewittergefahr im Süden und Osten bestehen. Besonders entlang der Alpen sind auch am Donnerstag weitere kräftige Gewitter mit Starkregen möglich.

Die kurze Verschnaufpause dürfte zudem nicht lange anhalten: Bereits am Samstag steigen die Temperaturen im Süden wieder auf rund 32 Grad. Am Sonntag breitet sich die Hitze erneut nordwärts aus. Im Südwesten sind mindestens 35 Grad möglich, zu Beginn der kommenden Woche könnten örtlich im Süden und Osten sogar wieder Werte nahe 40 Grad erreicht werden. Damit rollt bereits der nächste extreme Hitzeschub über Deutschland.

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Kommt jetzt der große Unwetter-Hammer?

Trotz der außergewöhnlichen Hitze hielten sich schwere Gewitter in diesem Sommer bislang vergleichsweise in Grenzen. Das lag vor allem an der sehr trockenen Luft und den kräftigen Hochdruckgebieten, die die Gewitterentwicklung immer wieder unterdrückten.

Genau diese Wetterlage beginnt nun jedoch zu bröckeln. Mit der feuchteren Luft steigt gleichzeitig das Potenzial für kräftige Gewitter deutlich an.

Erste Vorboten waren bereits in den vergangenen Tagen zu beobachten. Besonders entlang der Alpen könnten sich in den kommenden Nächten lokal heftige Regenfälle entwickeln, die Überflutungen oder sogar Gerölllawinen auslösen können. Auch zu Beginn der kommenden Woche deutet sich erneut eine erhöhte Gewittergefahr an.

Fest steht: In der Atmosphäre steckt inzwischen enorm viel Energie. Das Mittelmeer erreicht in manchen Regionen nahezu karibische Wassertemperaturen, auch der Nordatlantik ist außergewöhnlich warm. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht mehr, ob sich diese Energie irgendwann entlädt – sondern wann, wo und wie heftig.

Verwendete Quelle: eigene RTL-Recherche