Kultserie der 1970er und 1980er Was wurde aus den „Unsere kleine Farm”-Stars? Das machen Michael Landon, Melissa Gilbert und Co. heute

Sie war mehr als Fernsehen, sie war ein Lebensgefühl!
Kaum eine Serie steht so sehr für Herz, Familie und große Gefühle wie „Unsere kleine Farm“. Woche für Woche saßen in den 70er und 80er Jahren Millionen vor dem Fernseher und fieberten mit Michael Ingalls und Co. im kleinen Ort Walnut Grove mit. Doch was passierte nach dem Serien-Aus mit den Darstellern, die uns so viel Freude beschert haben? Ein nostalgischer Blick darauf, was aus den TV-Lieblingen wurde.
Darum ist „Unsere kleine Farm” bis heute Kult
Mehr als 50 Jahre haben diesem Kult-Klassiker nichts anhaben können: 1974 startete „Unsere kleine Farm“ in den USA und wurde 1976 erstmals im deutschen Fernsehen ausgestrahlt. Die literarischen Vorlagen, die „Little House”-Romane von der Autorin Laura Ingalls Wilder (1867-1957), waren in den 1930er- und 1940er-Jahren in den USA absolute Bestseller.
Als die biografischen Geschichten der Siedler-Familie aus dem 19. Jahrhundert fürs Fernsehen adaptiert wurden, lernte auch der Rest der Welt „Unsere kleine Farm” kennen. Über neun Staffeln hinweg erzählte die Serie Geschichten über Familie, Gemeinschaft und die Herausforderungen auf dem Land. Bis heute erfreut sie sich großer Beliebtheit und wird regelmäßig im Fernsehen wiederholt. Wir zeigen euch hier, was die Stars der Serie heute machen.
Michael Landon als Charles Ingalls
Er war das Herz der Serie und der ewige Vater der Nation: Michael Landon spielte Familienvater Charles Ingalls, warmherzig, streng und immer mit einem offenen Ohr für seine Liebsten. Landon war jedoch nicht nur Schauspieler, sondern auch Produzent, Regisseur und kreativer Kopf hinter der Serie.

Nach dem Ende von „Unsere kleine Farm“ blieb er dem Fernsehen treu und feierte mit „Ein Engel auf Erden“ erneut riesige Erfolge. Zwei Jahre nach dem Ende der Serie wurde bei Landon Bauchspeicheldrüsenkrebs festgestellt, nur drei Monate nach der Diagnose starb der Schauspieler am 1. Juli 1991 im Alter von 54 Jahren. Sein früher Tod erschütterte Fans weltweit. Bis heute gilt Michael Landon als eine der prägendsten Figuren der US-Fernsehgeschichte – und als Serien-Vater, den man nie vergisst. Landon war dreimal verheiratet und hinterließ neun Kinder.
Karen Grassle als Caroline Ingalls
Karen Grassle hatte zuvor als Theater-Schauspielerin am Broadway gearbeitet: Mit der Rolle der liebevollen, ruhigen Mutter Caroline Ingalls wurde sie nicht nur in den USA zum gefeierten TV-Star, sondern weltweit. Grassles sanftes Spiel machte Caroline zur emotionalen Stütze der Serie.

Nach „Unsere kleine Farm“ zog sich die Amerikanerin bewusst aus dem großen TV-Rummel zurück. Stattdessen widmete sie sich dem Theater und sozialen Projekten. In Interviews sprach sie später offen über die Schattenseiten des Erfolgs – und gewann damit viel Respekt und Sympathie. 2021 landete Grassle erneut eine Hauptrolle in einem Kinofilm: Im Alzheimer-Drama „Not To Forget” spielte sie an der Seite von Cloris Leachman, Louis Gossett Jr., Tatum O’Neal und Olympia Dukakis. Im wahren Leben hat Grassle keine biologischen Kinder, mit ihrem zweiten Ehemann James Allen Radford adoptierte sie die beiden Kids Zach und Lily Radford.
Melissa Gilbert als Laura Ingalls
Sie ist die eigentliche Hauptfigur: „Unsere kleine Farm” basiert auf den Erinnerungen von Laura Ingalls. Auch in der Serie fungiert sie als Erzählerin, ihre Stimme ist meistens am Ende der Folgen zu hören, die sie für die Zuschauer kommentierend zusammenfasst. Als Laura Ingalls wuchs Melissa Gilbert quasi vor den Augen der Zuschauer auf. Vom frechen Mädchen mit Zöpfen zur jungen Frau – ihre Entwicklung machte die Serie so authentisch.
Lese-Tipp: 41 Jahre nach dem Serien-Aus! Wie Laura Ingalls aus „Unsere kleine Farm” heute aussieht

Nach dem Serien-Aus blieb Gilbert im Showbusiness, spielte Theater, übernahm TV-Rollen und arbeitete als Synchronsprecherin. Mit gerade mal 21 Jahren wurde sie mit einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame geehrt. Auch privat stand sie oft im Rampenlicht. Später engagierte sich Gilbert politisch und setzte sich für soziale Themen ein. 2015 wollte Gilbert für das US-Repräsentantenhaus kandidieren, musste sich aber aus gesundheitlichen Gründen zurückziehen. Heute blickt sie offen und reflektiert auf ihre Zeit als Kinderstar zurück – und bleibt für viele für immer „Laura“. Gilbert hat zwei Söhne.
Video-Tipp: Wie Laura Ingalls aus „Unsere kleine Farm” heute aussieht
Melissa Sue Anderson als Mary Ingalls
Das Schicksal meinte es nicht gut mit Mary Ingalls, der ältesten Tochter von Charles und Caroline: Aufgrund einer verschleppten Scharlach-Erkrankung erblindet das junge Mädchen. Zusammen mit ihrem ebenfalls blinden Mann Adam eröffnet sie später eine Blindenschule. Nach einer Fehlgeburt, einer schweren Depression und dem Verlust ihres zweiten Kindes zieht sie zusammen mit ihrem Mann nach New York, der dort die Kanzlei seines verstorbenen Vaters übernimmt. Als ernste und pflichtbewusste Schwester von Hauptfigur Laura berührte Melissa Sue Anderson viele Herzen.

Die stahlblauen Augen sind bis heute das Markenzeichen der Schauspielerin. Nach dem Serienende spielte sie noch einige Gastrollen in Serien wie „Mord ist ihr Hobby”, entschied sich aber zunehmend für ein Leben abseits des Hollywood-Trubels. Anderson schrieb Bücher, arbeitete hinter den Kulissen und lebt heute sehr privat – bis auf wenige Ausnahmen, ganz bewusst fern vom Blitzlichtgewitter. Seit 1990 war die Amerikanerin bis zu seinem Tod im Jahr 2025 mit dem Produzenten Michael Sloan verheiratet. Das Paar hat zwei Kinder.
Lindsay und Sidney Greenbush als Carrie Ingalls
Sie ist zu Beginn der Serie das Nesthäkchen der Familie: Carrie Ingalls. Die jüngste Tochter der Siedler-Familie wurde abwechselnd von den Zwillingen Lindsay und Sidney Greenbush gespielt. Die Zwillinge teilten sich die Rolle, die wenige Sprechparts hatte. Beide sind der Filmbranche nicht treu geblieben.

Nach dem Ende von „Unsere kleine Farm” drehten Lindsay und Sidney noch einige Werbeclips und zogen sich dann aus der Schauspielerei zurück. Lindsay machte einen Abschluss in Buchhaltung und arbeitet heute in der Immobilienbranche, Sidney machte als Rodeo-Reiterin Karriere. Sie betreibt mittlerweile eine Pferdefarm. Gelegentlich geben die Schwestern noch Interviews.
Shannen Doherty als Jenny Wilder
Was nur wenige wissen: 1982 spielte Shannen Doherty eine ihrer ersten Rollen in „Unsere kleine Farm“. Als Jenny Wilder, die Nichte von Laura Ingalls Wilder, avancierte sie in der neunten und letzten Staffel schnell zum Kinderstar. Und das war erst der Beginn ihrer langen und erfolgreichen Karriere vor der Kamera. Als Brenda Walsh in „Beverly Hills, 90210“ (1990-1994) und als Prudence Halliwell in „Charmed“ (1998-2001) wurde Doherty zum Weltstar. Danach folgten zahlreiche Filme.

Shannen Doherty starb am 13. Juli 2024 an den Folgen von Brustkrebs. „Nach vielen Jahren des Kampfes hat sie ihren Kampf gegen den Krebs verloren“, sagte ihre Sprecherin Leslie Sloane der dpa. Doherty hatte diesen Kampf sehr öffentlich geführt, sowohl in den sozialen Medien als auch im Fernsehen. Sie wurde 53 Jahre alt.
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Jason Bateman als James Ingalls
Auch Jason Bateman begann seine Karriere als Zwölfjähriger mit seinem Auftritt in „Unsere kleine Farm”. Von 1981 bis 1982 übernahm er die Rolle von James Ingalls, dem Adoptivsohn von Caroline und Charles.

Vom Dasein als Kinderdarsteller emanzipierte sich Bateman spätestens mit der Hauptrolle in der Kult-Comedy „Arrested Development” (2003-2006). Zuletzt begeisterte er im Netflix-Drama „Ozark”, für das er als Schauspieler und Regisseur zahlreiche Auszeichnungen gewann. Außerdem ist Bateman auch regelmäßig in Filmen zu sehen. Er ist verheiratet und Vater von zwei Töchtern.
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