Neustart in Deutschland und Kindheit in ArmutIhr Vater ging zurück nach Russland – selfiesandra gewährt Einblicke in ihre Familiengeschichte

Im Podcast „4 Schwestern” schwelgt Sandra mit Michelle und Lorena in Erinnerungen.
Im Podcast „4 Schwestern” kramt Sandra mit Michelle und Lorena in Erinnerungen.
RTL+

So persönlich werden selfiesandra und ihre Schwestern nur selten!
In ihrem RTL+-Podcast „4 Schwestern“ blicken sie jetzt auf ihre gemeinsame Kindheit und die Geschichte ihrer Familie zurück. Dabei sprechen sie auch über ihren Vater, der irgendwann wieder nach Russland gegangen sei – und darüber, wie wenig Geld die Familie früher zur Verfügung hatte.

selfiesandra spricht im Podcast über ihren Vater

Eigentlich wollen Sandra Safiulov alias selfiesandra und ihre Schwestern in der neuen Folge ihres RTL+-Podcasts „4 Schwestern“ nur ein bisschen in Erinnerungen schwelgen. Doch aus alten Geschichten über ihre frühere Wohnung und die Nachbarschaft entwickelt sich plötzlich ein sehr persönliches Gespräch über ihre Herkunft, ihre Eltern und eine Kindheit, die finanziell alles andere als einfach war. Auch über ihren Vater verlieren die Schwestern dabei seltene Worte.

RTL+ Streaming Tipp

Die Eltern der Schwestern stammen ihren Erzählungen zufolge aus Usbekistan. Die Familie sei als Spätaussiedler nach Deutschland gekommen, weil ihre Großmutter mütterlicherseits deutscher Herkunft gewesen sei. Ihr Vater selbst habe hingegen keine deutschen Wurzeln gehabt. Während sich die Familie in Deutschland ein Leben aufbaute, verrät Sandra in der Folge: „Unser Vater, der ist dann irgendwann wieder zurück nach Russland.“

Die Schwestern geben dabei weitere Einblicke zu ihrem familiären Hintergrund. Ihr Vater sei Muslim, während ihre Mutter eher christlich geprägt aufgewachsen sei. In der Heimat ihrer Eltern seien dadurch unterschiedliche Welten aufeinandergetroffen.

Lese-Tipp: Das Baby ist da! selfiesandra ist Tante geworden

„Wir waren unter der Armutsgrenze“

In Deutschland musste Familie Safiulov zunächst mit wenig auskommen. Die Schwestern erinnern sich an eine kleine Dreizimmerwohnung im Plattenbau, in der sie damals mit ihrer Mutter lebten. Im großen Schlafzimmer schlief die Familie gemeinsam, vor dem Haus lagen eine Spielwiese und Sandkästen – für die Kinder offenbar der Mittelpunkt ihres Alltags.

Dass hinter diesen Erinnerungen auch eine finanziell sehr knappe Zeit steckte, sprechen die Schwestern heute ganz offen aus. „Wir sind, kann man schon so sagen, arm aufgewachsen”, erklärt Sandra. „Wir waren unter der Armutsgrenze“, ergänzt ihre Schwester Michelle. Trotzdem erinnern sie sich mit viel Wärme an diese Zeit. Gerade weil sie einander gehabt hätten, habe ihnen als Kindern kaum etwas gefehlt. In ihrer Straße seien ständig andere Kinder gewesen, gemeinsam hätten sie gespielt, sich Spiele ausgedacht und praktisch den ganzen Tag draußen verbracht.

Anzeige:
Empfehlungen unserer Partner

Video-Tipp: Neuer Freund für selfiesandra? Ihre Mama will ihn mit süßer Versuchung anlocken

Ihr Geld rechneten die „4 Schwestern” in Wassereis um

Wie knapp das Geld tatsächlich gewesen sei, zeigt eine Erinnerung besonders deutlich .Die Geschwister hätten eine Spardose besessen, in der vor allem Ein- und Zwei-Cent-Stücke lagen. Größere Münzen seien darin kaum zu finden gewesen. Während der Sommerferien hätten sie die Spardose immer wieder geöffnet und das Geld gemeinsam gezählt. Ihre entscheidende Frage dabei: Wie viele Wassereis können wir uns davon kaufen?

Lese-Tipp: „Let’s Dance”-Kandidatin selfiesandra rührt ihre Mutter zu Tränen

Ein Wassereis habe zehn Cent gekostet. Statt darüber nachzudenken, wie viel Geld insgesamt in der Dose lag, hätten die Kinder direkt ausgerechnet, für wie viele Eis es reichen würde. Heute können die Schwestern darüber lachen. Gleichzeitig ist die Erinnerung für sie ein „Reality Check“, wie wenig die Familie damals tatsächlich zur Verfügung hatte.

Verbittert blicken Sandra, Michelle und Lorena deshalb aber keineswegs zurück. Im Gegenteil. Immer wieder betonen sie im Podcast, wie schön sie ihre Kindheit trotz aller Schwierigkeiten in Erinnerung haben. Alle hätten ähnliche Voraussetzungen gehabt, kaum jemand in der Nachbarschaft habe viel Geld besessen. Erst später hätten sie überhaupt verstanden, dass andere Familien deutlich wohlhabender lebten. Lorena fasst es schließlich so zusammen: „Ich hätte nichts an unserer Kindheit geändert. Nicht eine Sache.“ Und genau diese gemeinsame Vergangenheit scheint die Familie bis heute zusammenzuschweißen.

Verwendete Quellen: 4 Schwestern, RTL+