Nach VerlegungSean "Diddy" Combs offenbar nicht mehr in Einzelhaft

Sean "Diddy" Combs sitzt offenbar nicht länger in Einzelhaft. Nach seiner Verlegung in ein anderes Gefängnis ist der gefallene Musik-Mogul wieder gemeinsam mit anderen Häftlingen untergebracht.
Sean "Diddy" Combs (56) soll in den regulären Gefängnisalltag zurückgekehrt sein. Der Rapper befindet sich nach seiner Verlegung in das Bundesgefängnis FCI Allenwood im US-Bundesstaat Pennsylvania offenbar nicht mehr in Einzelhaft. Das berichtet das US-Portal TMZ unter Berufung auf einen Gewerkschaftsfunktionär der Beschäftigten der US-Gefängnisbehörde Bureau of Prisons.
Combs war bereits vergangene Woche aus dem Gefängnis Fort Dix in New Jersey nach Allenwood verlegt worden, wie ein Sprecher der US-Gefängnisbehörde dem US-Magazin "People" bestätigt hatte.
Prügelei mit jamaikanischem Drogenboss?
In der neuen Haftanstalt ist der ehemalige Musik-Mogul nun laut des Berichts von TMZ wieder gemeinsam mit anderen Insassen untergebracht. Während in Fort Dix rund 4.000 Häftlinge einsitzen, sind es in Allenwood etwa 1.000. Die geringere Zahl könnte es dem Personal erleichtern, Combs im Blick zu behalten, heißt es noch in dem Bericht.
Diddys Sprecher Juda Engelmayer reagierte gegenüber TMZ vorsichtig auf die Nachricht. Sollte die Information stimmen, freue man sich, dass Combs wieder im regulären Vollzug untergebracht sei. Seine Sicherheit und sein Wohlergehen seien weiterhin wichtig. Es gebe allerdings keinen konkreten Grund für die Annahme, dass er gefährdet sei. Man hoffe, dass er seine Strafe sicher und ohne unnötige Zwischenfälle weiter verbüßen könne.
Haftzeit verlängert?
Combs hatte zuletzt wegen mehrerer Vorfälle hinter Gittern Schlagzeilen gemacht. Anfang Oktober soll er sich im Gefängnis Fort Dix eine Auseinandersetzung mit dem jamaikanischen Drogenboss Christopher Coke geliefert haben. Der unter dem Spitznamen "Dudus" bekannte Häftling soll wütend auf den Rapper gewesen sein, nachdem ein Bericht von NBC News über dessen angebliches Luxusleben im Gefängnis zu Razzien geführt hatte. Dabei sollen unter anderem geschmuggelte Smartphones beschlagnahmt worden sein.
Die Gefängnisbehörde widersprach jedoch: Berichte über einen Kampf zwischen Combs und einem Drogenboss seien "falsch", das Ganze habe "nicht stattgefunden". Weitere Details nannte sie unter Verweis auf Privatsphäre und Sicherheit nicht.
Combs soll bei der angeblichen Prügelei eine Kopfverletzung erlitten haben, wegen der er am 10. Oktober kurzzeitig in ein Krankenhaus gebracht wurde, berichtete TMZ. Die Verletzung war nicht lebensbedrohlich. Noch am selben Tag kehrte der 56-Jährige ins Gefängnis zurück. Beide Männer wurden nach dem Vorfall für zwei Wochen in der sogenannten Special Housing Unit, einer Isolationsabteilung, untergebracht.
Regelverstöße haben weitere Folgen
Die mutmaßlichen Regelverstöße könnten sich auch auf Combs' Haftzeit auswirken. Wie TMZ unter Berufung auf Quellen berichtet, wurden ihm in Fort Dix 41 Tage Haftgutschrift gestrichen, die eine vorzeitige Entlassung ermöglichen können. Zudem verlor er für 400 Tage das Privileg, im Gefängnisladen einzukaufen.
Combs verbüßt eine Haftstrafe von 50 Monaten. Er war 2025 in zwei Anklagepunkten wegen Beförderung zum Zweck der Prostitution schuldig gesprochen worden. Von den schwereren Vorwürfen des Sexhandels und der organisierten Kriminalität wurde er freigesprochen. Seine Zeit in Untersuchungshaft wird auf die Strafe angerechnet. Zuletzt war seine Entlassung für den 2. März 2028 vorgesehen.
(lau/spot)


