„Ich will dich f***en!”Wegen DIESER perversen Nachricht! Ruth Moschner schaltet Anwalt ein

von Carsten Maier, David Modjarad und Jan Luhrenberg

„Na, du geile Maus. Ich will dich f***en!“
Mit solchen Nachrichten wird Ruth Moschner (50) immer wieder konfrontiert. Doch die Moderatorin lässt den Absender diesmal nicht davonkommen und setzt ihren Anwalt auf ihn an. Mit Erfolg!

Ruth Moschner bekommt Hassnachrichten und wehrt sich juristisch

„Na, du geile Maus. Ich will dich f***en!“ Diese widerliche Nachricht landet bei Ruth Moschner im Postfach. Für die Moderatorin ist sie leider kein außergewöhnlicher Einzelfall. Ruth Moschner bekommt Hassnachrichten und sexualisierte Botschaften immer wieder zugeschickt. Doch hinnehmen will die 50-Jährige das nicht. Sie veröffentlicht die aktuelle Nachricht bei Instagram und schaltet ihren Anwalt ein.

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Der Schritt zeigt offenbar Wirkung. Der Mann hinter der Nachricht konnte ausfindig gemacht werden. „Ich freue mich ehrlich gesagt immer, wenn ich von der Anwaltskanzlei Nachricht bekommen habe, dass erstens der Absender gefunden wurde und dass die Unterlassungsklage zugestellt werden konnte“, erzählt Ruth Moschner im RTL-Interview.

Moderatorin Ruth Moschner in der ARD-Talkshow 'hart aber fair' in den WDR-Studios Köln. Köln, 07.10.2024
Ruth Moschner feiert einen Teil-Erfolg gegen Hass und Perverses im Netz (Archivbild).
picture alliance / Panama Pictures / Christoph Hardt

Damit ist die Sache für den Absender noch nicht ausgestanden. „Und jetzt können die nächsten Schritte eingeleitet werden“, erklärt die Moderatorin weiter. Sie gehe längst nicht mit jeder Nachricht an die Öffentlichkeit. Konsequenzen habe es für einige Verfasser aber bereits gegeben. „Der eine oder andere musste schon ordentlich löhnen.“

Das Geld behält Ruth nach eigenen Angaben nicht selbst. Es geht an HateAid, eine Organisation, mit der sie eng zusammenarbeitet und die Betroffene von digitaler Gewalt unterstützt.

Hinter dem Account steckt offenbar ein 40-jähriger Mann

In diesem aktuellen Fall war die Suche nach dem Absender offenbar vergleichsweise unkompliziert. Denn der Mann versteckte sich laut Ruth Moschner nicht hinter einem anonymen Profil.

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„Bei dem Typ war es relativ einfach. Das war ja ein Klarname mit Foto und der war’s. Ich habe den gegoogelt“, berichtet sie. Dabei habe sie sogar herausgefunden, wer ihr die Nachricht geschickt haben soll. „Das ist tatsächlich auch eine kleine regionale Größe im Karnevalsbereich, 40 Jahre alt der junge Mann und wohnt offensichtlich noch bei Mutti.“

Dass Ruth über diesen Teil der Geschichte noch lachen kann, ändert nichts an der Ernsthaftigkeit des Problems. Die aktuelle Nachricht ist schließlich nur eine von vielen.

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Morddrohungen und Vergewaltigungsfantasien gehören zu ihrem Alltag

Was täglich auf ihrem Smartphone landen kann, beschreibt Ruth Moschner mit erschreckender Deutlichkeit. „Also ich bekomme Morddrohungen, ich bekomme Vergewaltigungsfantasien, ich bekomme Sexualisierung, ich bekomme so viel Hassnachrichten.“

Die Moderatorin kämpft deshalb schon länger dafür, dass Plattformbetreiber stärker gegen Hass im Netz und sexuelle Belästigung vorgehen. Gerade beim Melden entsprechender Inhalte macht Ruth nach eigener Aussage immer wieder frustrierende Erfahrungen.

Ihre Kritik richtet sich dabei auch an Instagram und den Mutterkonzern Meta. „Wenn man es nur auf Instagram, das ist so mein Hauptkanal, meldet, sagt ja die KI von Instagram auch oft: ,Joa, ist nicht so schlimm’“, erzählt sie. Besonders drastisch wird es bei ungefragt verschickten Nacktbildern. „Also man muss ja auch sagen, so die Penisse, die in meinem Postfach landen, erkennt die KI von Instagram nicht als Penis an!“

Für Ruth Moschner ist klar, dass Betroffene den Kampf gegen solche Nachrichten nicht allein führen sollten. Sie selbst macht jedenfalls weiter. Anzeigen, Anwalt, Unterlassungsklage – wer ihr Hass und sexuelle Nachrichten schickt, muss damit rechnen, dass sie sich zur Wehr setzt.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche