„Bin ich ein schwieriger Mensch?”Ex-Dschungelcamperin Larissa Marolt wehrt sich gegen „Zicken”-Image

Zickig und schwierig!
So wurde Larissa Marolt vor langer Zeit abgestempelt. Das Label entstand durch ihre Teilnahme bei verschiedenen TV-Shows, in denen sie oft als „Drama-Queen“ dargestellt wurde. Ein Image, mit dem die 33-Jährige gelernt hat, zu leben, wie sie uns jetzt im RTL-Interview verrät. Denn heute weiß sie, warum sie in diese Schublade gesteckt wird ‒ und will sich nicht mehr verbiegen.
Larissa Marolt hat sich die Kritik zu Herzen genommen
Larissa Marolt distanziert sich mittlerweile entschieden vom „Zicken“-Image, das ihr nach Teilnahmen bei „Germany’s Next Topmodel” (2009) und im Dschungelcamp (2014) anhaftete. In den TV-Formaten stach die Österreicherin mit ihrer direkten Art heraus und polarisierte mit ihrem Auftreten. Schnell hatte das Model den Ruf weg, „schwierig” zu sein.
Kritik, die nicht spurlos an der 33-Jährigen vorbeigegangen ist. „Da waren ja viele Images, die man mir angedichtet hat. Und ich habe tatsächlich selbst etwas gestruggelt in meiner Jugend und in meinen Zwanzigern. Und habe mir selbst die Frage gestellt: ‘Bin ich ein schwieriger Mensch? Und stimmt es, was die anderen sagen?’”, verrät Larissa uns jetzt, als wir sie beim „B.Z.-Kulturpreis” in Berlin treffen. Als sie jünger war, habe sie das sehr beschäftigt, dass sie in diese Schublade gesteckt werde, „weil ich mich persönlich gar nicht so sehe.” „Meine Freunde sehen mich natürlich auch anders als das, was oft dargestellt wird. Und es wird ja immer nur ein Teil dargestellt”, so Larissa weiter.
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Es habe ihr sehr geholfen, sich intensiv mit ihrer eigenen Identität auseinanderzusetzen und ihren „eigenen Kompass” zu finden. „Man muss immer so aufpassen, wenn man in der Öffentlichkeit steht, dass man sich nicht durch die Brille der anderen sieht, sondern dass man bei sich bleibt und dass man seine eigenen Ziele verfolgt. Es gibt so viele Menschen, die da reinreden. Du wirst so leicht in eine Ecke gestellt”, sagt der TV-Star im RTL-Interview.
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Larissa Marolt möchte weiter für sich einstehen
Larissa habe viel darüber nachgedacht und reflektiert, wann und warum sie als schwierig bezeichnet wurde. „Und ich bin dann draufgekommen: Es waren immer die Momente, wo ich Nein gesagt habe, wo ich Grenzen gesetzt habe, wo ich aufgestanden bin für mich. Also eigentlich alles Eigenschaften, die gut sind. Und die möchte ich nicht verlieren. Und deswegen werde ich das auch beibehalten.”
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An diesen Punkt zu kommen, sei ein langer Prozess gewesen. Sie habe sehr viel an sich arbeiten müssen. „Ich habe mich verabschiedet von Oberflächlichkeiten und beziehe mich jetzt viel mehr auf enge Freunde, enge Vertraute. Weil man darf das Umfeld nicht unterschätzen. Und da ich ja privat ein sehr sensibler Mensch bin, habe ich für mich einfach diesen Schutz finden müssen”, erklärt Larissa, die mittlerweile erfolgreich als Schauspielerin und Geschäftsfrau tätig ist.

Heute gestaltet Larissa ihr Leben nach ihrem eigenen Rhythmus, frei von äußeren Zwängen. Sie sei endgültig bei sich selbst angekommen. Und: Ihre Entwicklung habe sich auch beruflich positiv ausgewirkt. „Ich bin jetzt 33 und jetzt ist der Moment in meinem Leben, wo ich so glücklich bin und so mit mir selbst zufrieden. Und wo ich auch verstehe, warum ich in eine Schublade gesteckt werde. Und wenn man das versteht, dann kann man damit umgehen. Also ich habe mich ehrlich gesagt noch nie so frei gefühlt. Ich gehe meinen Weg als Schauspielerin. Es stehen neue Projekte an und ja, es ist eine wundervolle Zeit.”
Verwendete Quellen: RTL
































