"Star Wars"-Star lüftet private DetailsJohn Boyega ist längst heimlich verheiratet - und wird Vater

John Boyega ist Ehemann und wird Vater.
John Boyega ist Ehemann und wird Vater.
imago/ZUMA Press Wire / Baden Roth

Eigentlich sollte es um ein trauriges Kapitel seiner Kindheit gehen. Doch dann fiel der Blick auf den Ring an John Boyegas linker Hand. Der "Star Wars"-Star wich der Frage nicht aus und lüftete im Interview gleich zwei private Geheimnisse, die er bislang gut gehütet hatte.

John Boyega (34) hat geheiratet, ohne dass die Öffentlichkeit davon etwas mitbekam. Und der Schauspieler wird Vater. Beides hat der Darsteller, der als Finn in der "Star Wars"-Sequel-Trilogie bekannt wurde, im Gespräch mit der britischen Zeitung "Guardian" erzählt.

Auf den Ring an seiner linken Hand angesprochen, wurde Boyega deutlich: "Ich bin jetzt seit fast zwei Jahren verheiratet." Wer seine Frau ist, verriet der Schauspieler nicht. Nur so viel: Die Trauung habe im kleinen Kreis stattgefunden.

Nigeria muss warten

Dass es keine große, traditionelle nigerianische Hochzeit gab, überraschte offenbar auch den Interviewer. Boyega, dessen Eltern aus Nigeria stammen, sieht das gelassen. "Ich würde gerne eine Hochzeitsfeier haben", sagte er. Er und seine Frau mögen die Idee, etwas Etabliertes zu feiern und nicht den Anfang.

Die eigentliche Neuigkeit folgte kurz darauf. "Mein Baby ist unterwegs", verkündete Boyega. Zur Familie gehört außerdem bereits ein kleiner Stiefsohn. "Mein Leben ist also, was die Familie angeht, vollkommen erfüllt. Das Timing war so schön."

"Präsent, beständig und voller Liebe"

Über seine künftige Rolle als Vater spricht Boyega mit spürbarer Vorfreude. "Dass wir Eltern sind, ist witzig", sagte er. Er wolle vor allem sicherstellen, dass er präsent und beständig sei und voller Liebe.

Die Familie erklärt auch, warum es zuletzt ruhiger um den Star aus "Pacific Rim: Uprising" und "The Woman King" geworden ist. Er habe versucht, gerade nach Phasen mit viel Arbeit seine Karriere bewusst aus dem Zentrum zu rücken. Es habe Momente gegeben, in denen er gewusst habe, dass jetzt Zeit für die Familie sei.

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Der Tod seines Freundes Damilola

Anlass des Interviews war allerdings ein bedrückendes Kapitel seiner Kindheit. In einer neuen Dokumentation des Senders "BBC Two" spricht Boyega über den Tod seines Freundes Damilola Taylor. Der Zehnjährige wurde im November 2000 auf dem Heimweg von einem Nachmittagsclub in der Bibliothek von Peckham im Süden Londons mit einer zerbrochenen Flasche am Bein verletzt und in einem Treppenhaus zurückgelassen. Er starb. Der Fall erschütterte damals ganz Großbritannien, auch weil die Tatverdächtigen selbst noch Kinder waren.

Boyega war damals acht Jahre alt und gehörte zu den Letzten, die Damilola lebend sahen. "Darüber zu sprechen, könnte vielleicht helfen", sagt er in der Eröffnungsszene der Doku. "Ich habe mich damit lange nicht mehr beschäftigt. Ja, mein Herz klopft gerade richtig." Wie diese Erfahrung ihn als Vater prägen werde, ist ebenfalls Thema des Gesprächs.

Kehrt Finn zurück?

Beruflich bleibt offen, ob Boyega noch einmal in die weit, weit entfernte Galaxis reist. Jon Watts soll den ersten Film einer neuen Trilogie von Simon Kinberg inszenieren, Daisy Ridley wird als Rey zurückerwartet. Zu Finn ist bislang nichts bekannt. Im März 2026 erzählte Boyega auf der Megacon in Orlando Fans, er habe bereits mit dem neuen Lucasfilm-Chef Dave Filoni gesprochen, wie "Variety" damals berichtete.

Das Verhältnis zur Saga ist allerdings belastet. 2020 warf Boyega Disney im Magazin "GQ" vor, schwarze Figuren groß zu vermarkten und sie dann an den Rand zu drängen. Zwei Jahre später erklärte er beim Radiosender "SiriusXM", er sei mit dem Thema durch.

(ili/spot)