Genaue Todesursache weiter unklarNarcan bei Hayden Panettiere (†36) gefunden – starb sie an einer Opioid-Überdosis?

Schauspielerin Hayden Panettiere
Schauspielerin Hayden Panettiere.
imago, imago stock&people

Woran starb Hayden Panettiere mit nur 36 Jahren?
Laut dem Promiportal TMZ wurde am Ort ihres Todes das Notfallmedikament Narcan gefunden – ein Medikament, das die Wirkung von Opioiden blockieren kann. Auch im Funkverkehr der Rettungskräfte soll von einer möglichen „Überdosis“ die Rede gewesen sein. Offizielle Angaben dazu gibt es bislang jedoch nicht, die Untersuchungen laufen.

Hayden Panettiere soll unter starken Schmerzen gelitten haben

In den Monaten vor ihrem Tod soll es Hayden Panettiere gesundheitlich nicht gut gegangen sein. Ihr Freund und Friseur Erick Orellana berichtete gegenüber Page Six von „wirklich starken“ Rückenproblemen. Zeitweise sei es für die Schauspielerin sogar schwierig gewesen, ihre Beine zu bewegen.

Lese-Tipp: „Sie ging viel zu früh“: Klitschko trauert um Ex-Partnerin Hayden Panettiere

Page Six berichtet unter Berufung auf eine weitere Quelle außerdem, Panettiere habe gelegentlich Medikamente gegen Angstzustände genommen. Um welche Präparate es sich gehandelt haben soll und wie ihre Rückenbeschwerden behandelt wurden, ist nicht bekannt.

Narcan am Fundort – doch die Hintergründe sind unklar

Laut TMZ wurde am Ort ihres Todes Narcan gefunden. Hinter dem Markennamen steckt der Wirkstoff Naloxon, der die lebensgefährlichen Auswirkungen einer Opioid-Überdosis vorübergehend aufheben kann. Auch im Funkverkehr der Einsatzkräfte soll von einer möglichen „Überdosis“ die Rede gewesen sein. Nach Angaben des zuständigen Gerichtsmediziners wurde Panettiere mit einem Herzstillstand aufgefunden.

Anzeige:
Empfehlungen unserer Partner

Video-Tipp: Dramatischer Funkspruch aufgetaucht: Starb Hayden Panettiere daran?

Unklar ist, ob das gefundene Narcan überhaupt im Zusammenhang mit Panettiere stand. TMZ berichtet, dass zwei Rettungswagen zu dem Apartment gerufen worden seien. Das Portal hält deshalb für möglich, dass eine weitere Person medizinische Hilfe benötigt haben könnte.

Was passiert bei einer Opioid-Überdosis?

Opioide können die Atmung dämpfen. Bei einer Überdosis kann sie immer langsamer und flacher werden und schließlich aussetzen. Dadurch werden Gehirn und andere Organe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Naloxon blockiert vorübergehend die Wirkung von Opioiden und kann dadurch insbesondere eine gefährliche Atemdämpfung aufheben. Das kann im Notfall wertvolle Zeit verschaffen, ersetzt aber nicht die weitere medizinische Behandlung.

Hilfe bei Problemen mit Drogen oder Alkohol

Habt ihr selbst oder Menschen, die euch nahestehen, Probleme mit Alkohol oder Drogen? Unter der Telefonnummer 01806 – 313 031 oder unter www.sucht-und-drogen-hotline.de findet ihr Hilfe. 

Naloxon wirkt bei unterschiedlichen Opioiden. Eines der bekanntesten Opioide ist Fentanyl, das in der Vergangenheit beim Tod mehrerer prominenter Menschen eine Rolle gespielt hat. Prince (†57) starb 2016 an einer versehentlichen Fentanyl-Überdosis. Bei Tom Petty (†66) stellten die Gerichtsmediziner eine versehentliche Überdosis durch mehrere Medikamente fest, darunter Fentanyl. Rapper Mac Miller (†26) starb 2018 an einer versehentlichen Überdosis durch die Kombination von Fentanyl, Kokain und Alkohol.

Lese-Tipp: „Ich bin eine Kämpferin“: Hayden Panettieres letzte Worte über ihr bewegtes Leben

Todesursache von Hayden Panettiere bleibt offen

Hayden Panettiere wurde am Sonntag in Greenville im US-Bundesstaat South Carolina leblos aufgefunden. Rettungskräfte versuchten, die 36-Jährige wiederzubeleben. Um 14.32 Uhr wurde sie für tot erklärt. Bei der Obduktion wurden nach Angaben des zuständigen Gerichtsmediziners keine Verletzungen festgestellt, die zu ihrem Tod beigetragen hätten. Was zum Tod der Schauspielerin führte, sollen die weiteren rechtsmedizinischen Untersuchungen klären. Bislang ist nicht bekannt, ob Opioide oder andere Substanzen in ihrem Körper nachgewiesen wurden.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, TMZ, Page Six