Neues Projekt, neuer SoundRadikale Verwandlung! Das macht „DSDS”-Star Gracia Baur heute

2002 war das Geburtsjahr von „Deutschland sucht den Superstar“!
Neben Alexander Klaws (43) und Daniel Küblböck (†2018) sang sich vor allem eine Frau in die Herzen von Millionen: Gracia Baur. Mit ihrer Powerstimme, dem frechen Look und einer gehörigen Portion Sexappeal stürmte sie damals auf den fünften Platz. Danach wurde es still um die einstige Pop-Prinzessin. Jetzt wagt die heute 43-Jährige ein spektakuläres Comeback – doch von der Gracia von früher ist kaum noch etwas übrig.

Von der DSDS-Bühne ins ganz normale Leben

Nach ihrem DSDS-Erfolg schien Gracia Baurs Weg im Pop-Olymp vorgezeichnet. 2005 dann der vermeintliche Höhepunkt: Sie durfte für Deutschland beim Eurovision Song Contest in Kiew antreten. Doch der Traum wurde zum Albtraum. Gracia landete auf dem letzten Platz. Überschattet wurde der Auftritt zudem von einem handfesten Chart-Skandal um ihren damaligen Produzenten (und heutigen Lebenspartner) David Brandes.

„Wenn man durch einen riesigen Medien-Kakao gegangen ist, wie ich vor 20 Jahren, dann versucht man gewisse Dinge danach anders, besser, neu zu machen“, blickt Gracia heute im RTL-Interview zurück. Der Druck war damals einfach zu riesig. Die Konsequenz: Die Sängerin zog die Reißleine – und verschwand komplett von der Bildfläche.

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Gracia tauschte die Showbühne gegen den harten, aber ehrlichen Alltag in der Krankenpflege. Diese bodenständige Arbeit half ihr dabei, sich selbst abseits des Scheinwerferlichts völlig neu zu finden. Es war ein bewusster Schritt zurück zur Realität, der sie tief geprägt hat.

„Tränenmeer“: Musik, die wehtut und heilt

Heute, fast ein Vierteljahrhundert nach ihrem DSDS-Durchbruch, feiert Gracia ihr musikalisches Comeback. Doch wer die fröhliche Pop-Prinzessin von damals sucht, sucht vergeblich. Gracia ist erwachsen geworden – und verdammt cool.

Anstelle von bunten Outfits und Mainstream-Pop präsentiert sie sich heute mystisch und unangepasst. Ihr neuer Look: auffälliges Make-up mit Runen-Verzierungen und dunklem Lidschatten. Gemeinsam mit ihrem Partner David Brandes hat sie das Duo Chapter 7 gegründet. Ein absolut ehrliches Herzensprojekt. „Diese Musik, die wir jetzt machen, entspricht zu 100 Prozent dem, was wir tun wollen“, erklärt David im RTL-Interview.

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Ihr Debüt-Album trägt den emotionalen Titel „Tränenmeer“ und klingt deutlich düsterer, melancholischer und rauer als alles, was man bisher von der 43-Jährigen kannte. Es ist eine musikalische Therapiestunde. Die Songs behandeln Themen, die wehtun und hängen bleiben: Abschied, Verlust und Schmerz.

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Sogar vor Tabuthemen schreckt das Duo nicht zurück. In dem melancholischen Song „Sheera“ thematisieren sie sensibel und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen das Thema Kindesmissbrauch. „Man hat eine Stimme, die man dazu nutzen kann, dieses Thema auf den Tisch zu bringen. Aufmerksam zu machen, dass dieses Thema immer wieder passiert, weil viele weggucken“, erklärt die Sängerin mutig.

Trotz aller Melancholie und der düsteren Klänge verliert Gracia aber nie die Zuversicht. Ihr neues Album bildet zwar die Schattenseiten des Lebens ab, aber, wie sie selbst sagt: „Der Lichtblick geht nicht verloren.“ Für Gracia Baur ist dieses Comeback weit mehr als nur neue Musik – es ist der Beginn eines völlig neuen, ehrlichen Kapitels in ihrem Leben.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche