Von der großen Bühne zur erfolgreichen GastronominEin Weg voller Widerstände – wie Doreen Dietel ihr Leben umkrempelte

„Es ist nicht alles schön, auch wenn es von außen so wirkt.”
Viele Jahre lang war Doreen Dietel (51) in „Dahoam is Dahoam” zu sehen, bis im Jahr 2017 das unerwartete Aus kam. Die Zeit danach war nicht einfach für sie, wie die Schauspielerin jetzt in einem Interview erzählt. Und die folgenden Jahre waren ebenso gefüllt mit Herausforderungen.
Doreen Dietel eröffnet Restaurant – doch dann kam die Pandemie
Es war „nach zehn Jahren Loyalität und vollstem Einsatz für den BR die größte Ohrfeige” ihrer Karriere, sagt Doreen Dietel im Gespräch mit t-online über das Serien-Aus. Plötzlich war nicht mehr klar, wie es weiter gehen sollte. Sie hatte einen jungen Sohn und mit dem Kind „wäre es schwierig gewesen, nach Berlin zu gehen, um mich wieder ins Gespräch zu bringen – Klinken putzen sozusagen”, erzählt sie. Stattdessen eröffnete der Serienstar Anfang April 2018 ein Restaurant am Tegernsee. Ein Weg, der ebenfalls nicht einfach war.
Lese-Tipp: Doreen Dietel: Schauspielstar verdient derzeit nicht mal 20 Euro am Tag
Es kam die Corona-Zeit, Personalmangel und wirtschaftliche Herausforderungen. „Schaffe ich das?”, fragte sich Doreen Dietel immer wieder, wie in einem Beitrag auf dem Instagram-Profil des Restaurants nachzulesen ist. „Doch Aufgeben kam für mich nie infrage”, berichtete sie darin im April 2025.
Sie habe „schließlich selbst zum Kochlöffel [gegriffen] und stand seitdem täglich in der Küche, um meine Gäste zu verköstigen und schließlich mit meinen eigenen kreativen Gerichten zu verwöhnen”. Sie habe sich „durchgekämpft, bin immer wieder aufgestanden, habe gelernt, mich verbessert und einfach nie aufgehört an mich zu glauben. Ich habe das geschafft, weil ich wollte, dass mein Sohn stolz auf mich ist.”
Ein ehrlicheres Leben für Doreen Dietel
Das Leben auf dem Land empfinde sie „mittlerweile als ehrlicher” als jenes auf den roten Teppichen, erzählt Doreen Dietel t-online. Doch gerade der Beginn mit dem Restaurant war offenbar sehr herausfordernd. „Es lief vieles ohne mein Wissen schief, weil ich den falschen Leuten blind und gutgläubig vertraut habe - und nach sechs Monaten war mein Kontostand im Minus.” Sie musste erneut kämpfen. Heute sei ihr Einkommen „regelmäßiger und besser kalkulierbar als in der Schauspielerei, auch wenn die Arbeit eine ganz andere ist. Als Selbstständige habe ich viel mehr Verantwortung und Unsicherheiten, aber gleichzeitig habe ich auch mehr Kontrolle.”
Die ehemalige Dschungelcamp-Teilnehmerin arbeite an Wochenenden teils ohne Hilfe bis zu 14 Stunden am Stück, was „körperlich und mental extrem anstrengend” sei. Sie könne es sich nicht leisten, krank zu sein und arbeite selbst weiter, wenn sie Schmerzen habe. Ihr Verlobter, den sie als „großartigen Partner” bezeichnet, unterstütze sie aber. „Er ist ein sehr sensibler und intelligenter Mensch und hat sogar seinen Job als Radiomoderator für uns aufgegeben. Das bedeutet mir sehr viel.”

Oftmals frage sie sich, warum es immer wieder neue Probleme in ihrem Leben gebe. So muss sie etwa aktuell dringend nach einer Wohnung suchen, da ihr wegen Eigenbedarfs gekündigt wurde. Aufgeben kommt aber weiterhin nicht infrage: „Jeder Tag ist eine Herausforderung und es ist nicht alles schön, auch wenn es von außen so wirkt. Aber man muss stark bleiben und weitermachen. Und genau das tue ich – jeden einzelnen Tag.” (spot on news/dga)
Verwendete Quellen: spot on news


