DJ-Pionier Afrika Bambaataa totSchock für Fans! Hip-Hop-Ikone stirbt mit nur 68 Jahren

**FILE PHOTO** Afrika Bambaataa Has Passed Away. Afrika Bambaataa, the legendary DJ and community leader from the South Bronx, performing live at Central Park Summerstage in New York City on July 6, 2008. Credit: Atlas/MediaPunch /IPX
Afrika Bambaataa bei einem Live-Auftritt auf der Central Park Summerstage in New York City im Juli 2008.
Atlas/MediaPunch/MediaPunch/IPx

Afrika Bambaataa trug maßgeblich zu der Weiterentwicklung des Hip-Hop bei. Der Crossover zu Elektro geht auf ihn zurück. Mit seinen Blockparties setzte er der Bandenkriminalität in New York friedliche Werte entgegen. Nun erliegt der Musik-Pionier kurz vor seinem 69. Geburtstag einer schweren Erkrankung.

Der bahnbrechende US-Hip-Hop-Künstler und DJ Afrika Bambaataa ist nach Angaben seines ehemaligen Plattenlabels im Alter von 68 Jahren gestorben. „Mit seinem Tod denken wir über seine Beiträge zum Genre und zur breiteren Kultur nach, die bis heute nachwirken“, erklärte Tommy Boy Records bei Instagram. Der Rapper war vor allem für seinen Hit „Planet Rock“ aus dem Jahr 1982 bekannt. Laut dem Promi-Portal TMZ ist Bambaataa im US-Bundesstaat Pennsylvania an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben.

Lance Taylor, wie Afrika Bambaataa bürgerlich heißt, wird am 17. April 1957 in den Sozialbauten im New Yorker Stadtteil Bronx geboren. Er begann seine Musikkarriere mit der Veranstaltung von Blockpartys. Früh ließ er sich von elektronischer Musik inspirieren. Bambaataa wuchs in einer Zeit in New York auf, die von Bandengewalt geprägt war. 1973 gründete er die Musikgruppe Universal Zulu Nation, die Hip-Hop nutzte, um friedliche Werte zu vermitteln.

Mit seinem Hit „Planet Rock“ legte er den Grundstein für den Electro-Funk-Sound im Hip-Hop und beeinflusste damit Generationen von Künstlern. Bambaataa nahm dafür von der deutschen Elektro-Band Kraftwerk einen Synthesizer-Loop von deren Lied „Trans-Europe Express“. Das war eine frühe Form des heute allgegenwärtigen Samplings im Rap und Hip-Hop. Kraftwerk selbst waren davon Berichten zufolge jedoch nicht begeistert. Im Laufe seiner Karriere arbeitete Afrika Bambaataa mit zahlreichen Künstlern zusammen, darunter James Brown und John Lydon, und wirkte an politisch engagierten Projekten mit.

Einige Weggefährten drückten nun ihre Trauer über den Tod des Hip-Hop-Urgesteins aus. „Als Gründer der Universal Zulu Nation half Afrika Bambaataa dabei, die frühe Identität des Hip-Hop als globale Bewegung zu prägen, die in Frieden, Einheit, Liebe und Spaß verwurzelt ist“, erklärte der Musiker Kurtis Blow, der die Arbeitsrechtsorganisation The Hip Hop Alliance leitet. „Seine Vision verwandelte die Bronx in den Geburtsort einer Kultur, die heute jeden Winkel der Welt erreicht.“ Bambaataas Einfluss auf die Geschichte des Hip-Hop sei „unumstößlich“.

Zugleich erkannte Blow an, dass der verstorbene Künstler nicht unumstritten war. Bambaataas „Vermächtnis ist komplex und war Gegenstand ernsthafter Diskussionen innerhalb unserer Gemeinschaft“. Bambaataa waren sexuelle Übergriffe vorgeworfen worden. Die Betroffenen gaben an, zum Zeitpunkt der mutmaßlichen Vorfälle in den 1980er- und 1990er-Jahren minderjährig gewesen zu sein. Bambaataa bestritt die Vorwürfe und wurde nie strafrechtlich verurteilt.

Wegen der Vorwürfe trat er 2016 von der Leitung der Zulu Nation zurück. Im Jahr 2025 verlor Bambaataa einen Zivilprozess wegen Missbrauchs, nachdem er nicht vor Gericht erschienen war.

Verwendete Quellen: gut/AFP