Für alte Rollen gibt’s nur noch CentsHollywood-Star Andrew Keegan – so wenig verdient er mit seinen alten Filmen

10 THINGS I HATE ABOUT YOU, from left: Heath Ledger, Andrew Keegan, 1999, Buena Vista/courtesy Everett Collection Buena Vista Pictures/Courtesy Everett Collection ACHTUNG AUFNAHMEDATUM GESCHÄTZT PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY Copyright: xBuenaxVistaxPictures/CourtesyxEverettxCollectionx MCDTHTH EC040
Andrew Keegan spielte an der Seite von Heath Ledger (l.) und Julia Styles in "10 Dinge, die ich an dir hasse" mit.
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Trotz Rollen in Kultproduktionen wie „10 Dinge, die ich an Dir hasse“ oder „Eine himmlische Familie“ verdient Andrew Keegan mit Wiederholungen kaum Geld. Manche Schecks seien gerade einmal einen Cent wert. Ein Schicksal, das er mit vielen Schauspielkollegen teilt.

Andrew Keegan hat offen über die überraschend niedrigen Tantiemen gesprochen, die er bis heute für frühere Serien- und Filmrollen erhält. Der Schauspieler, der unter anderem in „10 Dinge, die ich an Dir hasse“ und „Eine himmlische Familie“ zu sehen war, bekommt nach eigenen Angaben teilweise Schecks über gerade einmal einen Cent.

Im Podcast „The McBride Rewind“ erzählte der 47-Jährige, dass manche Auszahlungen so gering seien, dass bereits der Versand mehr koste als der eigentliche Betrag. Einen Scheck über einen Cent zu verschicken, koste etwa 40 Cent, sagte Keegan. Inzwischen schaue er oft nicht einmal mehr nach, für welche Produktionen die Mini-Auszahlungen überhaupt gedacht seien. „Ein Cent ist meine Zeit nicht wert“, erklärte der Schauspieler.

Je nach Produktion falle die Höhe der Tantiemen allerdings unterschiedlich aus. Laut Keegan bewegen sich die Beträge zwischen einem Cent und rund 80 US-Dollar. Das meiste Geld bringe ihm bis heute der Teenie-Kultfilm „10 Dinge, die ich an Dir hasse“ aus dem Jahr 1999 ein. Darin spielte Keegan den oberflächlichen Joey an der Seite von Heath Ledger und Julia Stiles. Schon zuvor war der Kalifornier in zahlreichen bekannten Serien aufgetreten, darunter „Baywatch“, „Full House“ oder „Sabrina - Total Verhext!“. Zwischen 1997 und 2004 spielte er außerdem Wilson West in „Eine himmlische Familie“.

Mit seiner Erfahrung steht Keegan offenbar nicht allein da. Erst vor Kurzem hatte auch „Full House“-Darstellerin Jodie Sweetin erzählt, dass sie für Wiederholungen der Kultserie teilweise nur einen Cent bekomme. Im selben Podcast machte Sweetin dafür vor allem Streamingdienste wie Netflix oder Amazon Prime Video verantwortlich. Anders als klassische TV-Ausstrahlungen würden Streamingplattformen Schauspielern deutlich weniger oder teilweise gar keine Tantiemen zahlen, erklärte sie.

Als die Familie von James Van Der Beek nach dessen Tod zu Spenden aufriefen, war die Kritik groß. „Es wirkt abgehoben, die breite Öffentlichkeit um Spenden zu bitten“, hieß es etwa in einem Kommentar auf Reddit. Dabei hatte der Van Der Beek bereits im Jahr 2012 in einem Interview verraten, wie schlecht es um seine Finanzen stehe, obwohl er Teil der Hitshow „Dawson’s Creek“ gewesen war: „Es gab keine Tantiemen. Ich war 20. Es war ein schlechter Vertrag. Ich habe fast nichts daraus gesehen.“ Als das wenige Geld endgültig aufgebraucht gewesen sei, habe er die Sitcom „Don’t Trust the B in Apartment 23“ angeonmmen.

Dass es auch ganz anders laufen kann, zeigt dagegen das Beispiel „Friends“: Schauspielerin Lisa Kudrow verriet kürzlich, dass die Hauptdarsteller der Serie jedes Jahr rund 20 Millionen Dollar an Tantiemen erhalten sollen.

Verwendete Quellen: lpe/spot