„Ich lebe sehr bescheiden”Rainer Langhans bekommt gerade einmal 197 Euro Rente

Rainer Langhans erhält lediglich 197 Euro Rente aus seiner Bundeswehrzeit. Nun verrät der 86-Jährige, wie er sein Leben finanziert und sich sogar jährliche Sardinien-Reisen ermöglicht.
Großen Wert auf materiellen Besitz hat Rainer Langhans nie gelegt. Daran hat sich auch mit 86 Jahren nichts geändert. Die Hippie-Ikone lebt nach eigenen Angaben äußerst bescheiden - was angesichts seiner Rente wohl auch hilfreich ist. Im Interview mit t-online.de verrät Langhans nun, dass er aus seiner Zeit bei der Bundeswehr gerade einmal 197 Euro im Monat bekommt.
Bevor er zu einer der bekanntesten Figuren der 68er-Bewegung wurde, hatte Langhans freiwillig eine Offiziersausbildung bei der Bundeswehr absolviert. Auf die Frage, ob er davon heute zumindest finanziell profitiere, antwortete er: „Aus dieser Zeit erhalte ich 197 Euro Rente.“
Die überschaubare Summe allein muss allerdings nicht sämtliche Ausgaben des früheren Partners von Uschi Obermaier decken. Auf die Frage, ob ihm die 197 Euro zum Leben reichten, erklärte Langhans: „Ich lebe sehr bescheiden und verdiene mit Vorträgen und dem Verkauf meiner Bücher zusätzliches Geld.“
Selbst auf Reisen muss der 86-Jährige nicht verzichten. Seit vielen Jahren verbringt er den September gemeinsam mit seinen Freundinnen auf Sardinien. Auch in diesem Jahr soll es wieder auf die italienische Mittelmeerinsel gehen. Teuer werde der Aufenthalt für die Gruppe nicht, denn dort können sie bei Freunden unterkommen. Sie müssten deshalb „fast nur den Flug von München bezahlen“, erzählt Langhans. Der jährliche Aufenthalt passt zudem zu seinem Lebensstil. „Für uns ist es der ideale Ort, um mit der Natur im Einklang zu sein. Wir genießen gemeinsam die Abgeschiedenheit und Ruhe“, schwärmt er.
„Medizinisch gesehen bin ich unheilbar“
Dass Langhans seine Zeit möglichst bewusst verbringt, hat auch einen ernsten Hintergrund. Bereits 2020 machte er öffentlich, dass bei ihm Prostatakrebs diagnostiziert worden war. Gegenüber der „Bild“-Zeitung bezeichnete er die Erkrankung damals als „aggressiv und unheilbar“. Seitdem spricht Langhans immer wieder offen darüber, dass ihm möglicherweise nicht mehr viel Lebenszeit bleibt. 2025 schilderte er der Zeitung die Einschätzung seiner Ärzte drastisch: „Ich liege im Sterben, sagen die Ärzte. Der Tod hat mich also im Griff.“
Auch im aktuellen Interview macht der 86-Jährige keinen Hehl daraus, dass eine Heilung nicht mehr möglich ist. „Medizinisch gesehen bin ich unheilbar. Die Ärzte können den Krebs nicht operativ entfernen. Ich bekomme eine palliative Behandlung, eine Depot-Spritze, die mir dabei hilft, mit der Erkrankung besser zu leben.“
Wie seine Krankheit weiter verlaufen wird, lässt sich nach seinen Angaben nicht vorhersagen. Auch Langhans selbst weiß deshalb nicht, wie viel Zeit ihm bleibt. „Und die Ärzte wissen es auch nicht. Gerade bei Prostatakrebs kann das sehr unterschiedlich verlaufen. Manche Menschen leben damit lange, andere nicht.“
Verwendete Quellen: lpe/spot


