So war die Nacht der Nächte in HollywoodOscar-Triumph für den Film „One Battle After Another” – und keine Preise für Leonaro DiCaprio und Timothée Chalamet

Regisseur Paul Thomas Anderson und sein Ensemble posieren nach dem Gewinn des Oscars für den besten Film für „One Battle After Another” auf der Bühne.
Regisseur Paul Thomas Anderson und sein Ensemble posieren nach dem Gewinn des Oscars für den besten Film für „One Battle After Another” auf der Bühne.
Richard Harbaugh/The Academy/Handout via REUTERS

Der Politthriller „One Battle After Another” hat in der Nacht mit sechs Auszeichnungen die meisten Oscars gewonnen, darunter den Preis für den besten Film – er übertrumpfte auch den rekordnominierten Favoriten „Blood & Sinners”, der auf vier Oscars kam.

Das war die 98. Oscar-Verleihung in Hollywood

„One Battle After Another” von Paul Thomas Anderson mit Leonardo DiCaprio erzählt von militanten Aktivisten in den USA, die sich für Migranten einsetzen und vor allem von selbstbewussten schwarzen Frauen angeführt werden.

Regisseur P. T. Anderson („Boogie Nights”, „Magnolia”, „There Will Be Blood”) wurde damit nach etlichen Nominierungen erstmals selbst ausgezeichnet – sowohl als bester Regisseur als auch für das beste adaptierte Drehbuch als auch als Mitproduzent. Mit 13 Nominierungen war der Film als einer der Favoriten ins Rennen gegangen.

Noch mehr Nominierungen hatte nur das Vampirdrama „Blood & Sinners” von Regisseur Ryan Coogler – das Südstaatendrama hatte 16 Nominierungen, so viele wie kein anderer Film in der Geschichte. Doch es gab eine ziemliche Bauchlandung. Denn der Film holte am Ende bei der 98. Oscarverleihung nur vier Preise, unter anderem für das beste Originaldrehbuch, die beste Filmmusik und den besten Hauptdarsteller Michael B. Jordan.

Wer die Schauspielpreise gewonnen hat

Michael B. Jordan ist bei den 98. Oscars als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet worden.
Michael B. Jordan ist bei den 98. Oscars als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet worden.
ap ab ak, Jordan Strauss/Invision/AP, Jordan Strauss

Michael B. Jordan spielt in „Blood & Sinners” eine Doppelrolle. Er setzte sich unter anderem gegen Leonardo DiCaprio durch sowie Timothée Chalamet, der für seine Rolle als Tischtennisspieler in „Marty Supreme” nominiert war. „Marty Supreme” ging bei neun Nominierungen völlig leer aus.

Jessie Buckley ist die beste Schauspielerin
Jessie Buckley gewann den Oscar als beste Hauptdarstellerin
ap ab ak, John Locher/Invision/AP, John Locher

Die Auszeichnung für die beste Hauptdarstellerin ging an die irische Schauspielerin Jessie Buckley - sie spielt im Drama „Hamnet” die Frau des Dichters William Shakespeare, die um ihren Sohn trauert.

Hollywoodstar Sean Penn gewann den Oscar als bester Nebendarsteller für seine Rolle als korrupter Militär-Offizier in «One Battle After Another», war selbst aber nicht im Saal in Hollywood. Der 65-Jährige gewann damit nach „Mystic River” und „Milk” seinen dritten Oscar.

Als beste Nebendarstellerin wurde die US-Amerikanerin Amy Madigan (75) für den Horrorfilm „Weapons – Die Stunde des Verschwindens” ausgezeichnet.

Verwendete Quelle: dpa