‚Wollte lieber Musik machen!‘Markus Lanz schockiert Fans: DAS war sein eigentlicher Traum!

Markus Lanz beim Empfang des Präsidenten der Italienischen Republik anlässlich der Verleihung des Preises der Präsidenten für die kommunale Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Italien sowie einer Gesprächsrunde zum Thema 'Alte und neue Mobilität in Europa  70 Jahre deutsch-italienisches Anwerbeabkommen und Wissenschaftsaustausch heute' im Schloss Bellevue. Berlin, 15.11.2025
Hat mit seiner jetzigen Rolle seinen Frieden gemacht: Markus Lanz.
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„Wetten, dass..?“ war nicht sein Ding. Doch als Talkmaster macht ihm so schnell niemand etwas vor. Dabei hatte Markus Lanz ursprünglich mal ganz andere Karrierepläne, wie er jetzt ausplaudert.

Markus Lanz moderiert dreimal pro Woche eine der einflussreichsten Talkshows des Landes. Es heißt, er sei der Bestverdiener unter den TV-Talkern. Doch ursprünglich, so verrät er nun, habe er diesen Job nie haben wollen. „Ich wollte Produzent werden, in einem Studio sitzen und Musik machen“, sagt der 57-Jährige in einem Gespräch mit der Wochenzeitung „Die Zeit“. Aber: „Das Leben hatte etwas anderes für mich vorgesehen.“

Er übe seinen Beruf zwar „wahnsinnig gerne“ aus, doch sei es nie das gewesen, was er „im Kern meiner Seele immer tun wollte“, so Lanz. Für ihn sei seine Fernsehkarriere „die zweitbeste Option. Die Frage ist, ob man seinen Frieden damit macht.“ In seinem Alter schule man nicht mehr so leicht um wie mit 40, denn das Leben sei „entweder gut oder schlecht, es gibt aber kein Zurück“. Für den Moderator zählten heute nur noch die Familie und die Arbeit, „der Rest ist nicht so wichtig“.

Zu dem Medium, das ihn groß gemacht hat, habe er ohnehin nie ein ungetrübtes Verhältnis gehabt, erklärt Lanz. „Ich habe dem Fernsehen immer misstraut, und das war auch gut so.“ Dieses Misstrauen richte sich vor allem gegen die Laune der Branche: „Jemanden vor eine Kamera zu holen, ist ein völlig willkürlicher Akt“, so Lanz. Ein Programmdirektor entscheide über die Personalie. Deshalb sei es ihm schon während seiner Zeit bei RTL wichtig gewesen, auch hinter den Kulissen Karriere zu machen, „weil mir das solider und nachhaltiger erschien“.

„Es geht immer weiter“

Dass er überhaupt bei RTL landete, verdankte Lanz seinem Rauswurf bei Radio Hamburg. Wegen seines „subversiven politischen Engagements“ mithilfe des Songs „Fuck Chirac“ über die damals kontrovers diskutierten französischen Atomtests habe er sein Volontariat dort nicht beenden dürfen. Bei RTL Nord hatte man da aber bereits ein Auge auf ihn geworfen. „In Wahrheit war der Rausschmiss ein großes Glück und eine wichtige Lehre: Egal, was passiert, es geht immer weiter“, sagt Lanz.

Ab 1997 moderierte Markus Lanz rund zwei Jahre lang „Guten Abend RTL“, danach rund zehn Jahre das Boulevardmagazin „Explosiv“. Seit 2008 läuft dreimal pro Woche die nach ihm benannte Talkshow im ZDF. Nach dem Abschied von Thomas Gottschalk versuchte er sich von 2012 bis 2014 auch als „Wetten, dass..?“-Moderator, scheiterte damit aber.

Wegen dieses Rückschlags habe er sogar darüber nachgedacht, die Branche hinter sich zu lassen, erklärt Lanz. „Nach meinem Desaster als ‚Wetten, dass..?‘-Moderator hatte ich tatsächlich diese Rückfallposition im Kopf: Notfalls gehe ich wieder in die Berge“, so der gebürtige Südtiroler. Dort drehe sich alles um das richtige Wetter und den Schnee. „Dort bist du einfach der, der du immer warst“, erklärt Lanz.

Doch Lanz blieb und begrüßt bis heute unzählige Gäste in seiner Talkshow. Angst vor einem Talkshowgast kennt er nach eigener Aussage übrigens nicht. Vielmehr wolle er dem Anspruch der Zuschauer und des Senders gerecht werden und verhindern, dass ein Gespräch misslinge. „Davor habe ich Respekt, aber ich bin angstfrei.“ Denn Angst könne er sich schlicht nicht leisten: „Sonst könnte ich im entscheidenden Moment nicht ein bisschen härter rangehen.“

Verwendete Quellen: vpr/spot