Langjähriger RTL-Moderator spricht KlartextPeter Kloeppel hat klare Wünsche für neuen Bundespräsidenten – und lehnt Amt ab!

Mehrere Jahrzehnte prägt RTL-News-Moderator Peter Kloeppel die Medienlandschaft entscheidend mit. Inzwischen ist er im Ruhestand und erhält 2026 den Deutschen Fernsehpreis für sein Lebenswerk. Zum Bundespräsidenten fühlt er sich deshalb aber nicht berufen.
Am 30. Januar kommenden Jahres tritt die 18 Bundesversammlung zusammen, um einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin für den scheidenden Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier zu wählen. Auch Peter Kloeppel, langjähriger RTL-Nachrichtenmoderator, der in einer Woche beim Deutschen Fernsehpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet werden soll, hat dazu natürlich eine Meinung. Er erhoffe sich eine Bundespräsidentin oder einen Bundespräsidenten gegen die Polarisierung, sagte er nun.
„Wir leben in unruhigen Zeiten, mit mehr Fragen als Antworten. Auch ein Staatsoberhaupt kann nicht alle Ungewissheiten aus dem Weg räumen; aber er oder sie sollte als ethischer Kompass wirken, Verbindendes hervorheben und Spaltungen entgegenwirken“, so der 67-Jährige.
Die Frage, ob er selbst als Bundespräsident zur Verfügung stünde, beantwortete Kloeppel eindeutig und mit einem Lachen: „Um Himmels Willen, wie kommen Sie denn auf die Frage?“ Er fügte hinzu: „Aber ganz im Ernst: Ich wünsche mir eine Persönlichkeit, die nicht nur möglichst viele Deutsche repräsentiert, sondern deren Anliegen, Sorgen und Hoffnungen registriert und ihnen Perspektiven für eine gemeinsame Zukunft aufzeigt.“
Kloeppel ist seit 2024 im Ruhestand. Er lebt mit seiner Frau Carol, einer Amerikanerin, abwechselnd in den USA und in Deutschland.
„Abgehängt fühle ich mich nicht“
Zur deutschen Präsidentenfrage ergänzte er: „Unsere Gesellschaft ist ein Gemeinschaftsprojekt, für das sich jeder verantwortlich fühlen sollte, und da muss eine Bundespräsidentin oder ein -präsident eine politisch unabhängige, weithin sichtbare und nicht zu überhörende Führungsfunktion einnehmen.“
Nach Jahrzehnten als Chefmoderator der RTL-Hauptnachrichtensendung „RTL Aktuell“ ist Kloeppel nach wie vor News-Konsument, wie er zudem verriet: „Ich habe mehrere deutsche Zeitungen, Zeitschriften und Online-Dienste abonniert, bekomme über soziale Netzwerke auch eine Menge Nachrichten in mein iPad gespült und stöbere gezielt durch Websites und Newsletter. Anders als früher habe ich jetzt sogar mehr Zeit zum Lesen längerer Artikel, abgehängt fühle ich mich daher überhaupt nicht.“
Kloeppel nimmt am 9. September in Köln den Ehrenpreis der Stifter des Fernsehpreises entgegen. Die Auszeichnung wird von RTL, Sat.1, ARD, ZDF und der Deutschen Telekom (Magenta TV) getragen. Die Streaming-Anbieter Disney+, Netflix und Prime Video wirken als Partner mit.
Verwendete Quellen: vpr/dpa


