Pop-Ikone Madonna mischt mit!Dutzende Stars in Aufruhr! Sie fordern Schließung von Abschiebelager

Outside the Dilley Immigration Processing Center, run by the U.S. prison-operating company, CoreCivic. Employees are stationed far back from the road to stop members of the general public from entering, on March 1, 2026, in Dilley Texas (Photo by Laura Brett/Sipa USA)
Im texanischen Dilley befindet sich eins der US-Abschiebezentren.
picture alliance / Sipa USA / Laura Brett

Gegen die Einwanderungspolitik der US-Regierung von Präsident Donald Trump formiert sich weiter Widerstand. Nun unterzeichnen viele Promis einen offenen Brief. Darin wird die Schließung eines Abschiebelagers in Texas gefordert.

Dutzende Stars haben einen eindringlichen offenen Brief unterzeichnet, in dem sie die sofortige Schließung des ICE-Haftzentrums im texanischen Dilley fordern. Zu den Unterzeichnern gehören neben Pop-Ikone Madonna etwa auch Schauspieler Pedro Pascal, Sänger John Legend, Sängerin Gracie Abrams und Schauspieler Billy Porter sowie die Schauspielstars Javier Bardem, Mark Ruffalo, Keke Palmer und Jane Fonda.

Das Schreiben ist an die US-Regierung und den privaten Gefängnisbetreiber gerichtet. Darin prangern die Prominenten laut dem Branchenportal „Variety“ schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen und die systemische Vernachlässigung von Kindern und Familien an.

Der Brief stützt sich auf Berichte über katastrophale Zustände innerhalb der Einrichtung, die von verunreinigtem Essen und Schlafentzug bis hin zu gefährlicher medizinischer Vernachlässigung reichen. „Kein Kind sollte in einem Einwanderungshaftzentrum eingesperrt sein“, heißt es in dem Dokument, das die traumatischen Auswirkungen der Inhaftierung auf Minderjährige hervorhebt. „Kinder gehören in die Schule. Nicht in Haftzentren“, so die Unterzeichner. Sie fordern nicht nur die Schließung des Standorts, sondern auch die sofortige Freilassung der dort festgehaltenen Personen.

Der Brief wurde durch die Erzieherin Rachel Accurso angestoßen, die sich als „Ms. Rachel“ einen Namen als Influencerin bei Youtube und Co. gemacht hat. Sie hatte nach Gesprächen mit inhaftierten Kindern von gefängnisähnlichen Zuständen berichtet.

Die Initiative ist Teil einer breiteren Protestwelle, die durch aktuelle Berichte über Todesfälle in Abschiebehaft und die Verschärfung der Einwanderungspolitik unter der aktuellen US-Administration befeuert wurde. Die prominente Forderung fällt in eine Zeit massiver gesellschaftlicher Spannungen in den USA.

Erst am vergangenen Wochenende waren bei landesweiten „No Kings“-Protesten laut Organisatoren rund acht bis neun Millionen Menschen auf die Straße gegangen, um gegen die aktuelle Politik der US-Regierung zu demonstrieren. Stars wie Bruce Springsteen, Robert De Niro und Billy Porter zeigten dabei Präsenz auf den Bühnen und Straßen von Minneapolis bis New York.

Verwendete Quellen: vpr/spot