Star platzt der KragenEklat in London! Gillian Anderson wirft Fans raus – Video sorgt für Kritik

Teenage Sex and Death at Camp Miasma Premiere Gillian Anderson arriving to the Teenage Sex and Death at Camp Miasma premiere held at the Directors Guild Theatre on July 29, 2026 in Los Angeles, CA. Los Angeles Directors Guild Theatre California USA Copyright: xLisaxOConnorx/xAFF-USA.comx
Steht derzeit in "Wer hat Angst vor Virginia Woolf" auf der Bühne: Gillian Anderson.
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Einige ihrer treuesten Fans begleiten Gillian Anderson bereits seit den 90er-Jahren. Dass sie immer wieder in der ersten Reihe sitzen, geht der Schauspielerin inzwischen allerdings zu weit: Die vertrauten Gesichter würden sie auf der Bühne „wahnsinnig“ machen, gesteht sie ihnen nun.

Wer immer wieder dasselbe Theaterstück besucht, dürfte bei den Darstellern irgendwann einen gewissen Wiedererkennungswert haben. Im Fall einiger besonders treuer Fans von Gillian Anderson offenbar sogar zu viel: Die US-Schauspielerin hat einer Gruppe, die regelmäßig in der ersten Reihe ihrer Londoner Vorstellungen sitzt, ziemlich deutlich gesagt, dass sie sie dort lieber nicht mehr sehen möchte. Ein Video der ungewöhnlichen Fan-Ansage sorgt nun für Kritik.

Anderson, bekannt aus der Kultserie „Akte X“ oder „Sex Education“ bei Netflix , wurde vor dem Soho Place Theatre gefilmt. Dort steht sie derzeit in dem Stück „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ auf der Bühne. Vor dem Theater traf die 59-Jährige auf eine Gruppe wartender Fans und sprach diese direkt auf deren offenbar häufige Besuche an. „Ihr könnt nicht in der ersten Reihe sitzen. Es ist mir egal; ihr könnt nicht in der ersten Reihe sitzen. Das lenkt mich so sehr ab“, sagte Anderson, wie in einem Clip auf X zu sehen ist.

Dabei blieb es nicht. Die Schauspielerin wurde anschließend noch deutlicher: „Ihr könnt nicht 20 Mal kommen und in der ersten Reihe sitzen, das macht mich wahnsinnig.“ Die angesprochenen Fans sind in dem Video selbst nicht zu sehen. Sie sollen sich daraufhin bei Anderson entschuldigt haben.

Anderson erklärt ihre Fan-Ansage

Der Clip verbreitete sich anschließend schnell in den sozialen Medien und brachte Anderson teils heftige Kritik ein. Schließlich meldete sich die Schauspielerin selbst zu Wort und lieferte wichtigen Kontext zu der Szene: Bei den angesprochenen Frauen handelte es sich offenbar keineswegs um ihr unbekannte Fans. „Das Video, das gerade die Runde macht, zeigt mich im Gespräch mit Frauen, die ich seit über 20 Jahren kenne - also bitte sagt nichts Negatives zu ihnen oder über sie“, schrieb Anderson auf X.

Gleichzeitig erklärte sie, warum Zuschauer in den vorderen Reihen für die Schauspieler in dem kleinen Theater tatsächlich zum Problem werden können. „Wir freuen uns riesig auf diese Show, aber an die Leute in der ersten Reihe: Bitte seid euch bewusst, dass wir euch in einem so intimen Veranstaltungsort alle sehen können und dass das manchmal ein bisschen ablenkend sein kann!“

Für Anderson war die Angelegenheit damit offenbar erledigt. „Das war’s. Alles gut. Weiter geht’s mit der Vorstellung, liebe Grüße an alle und vielen Dank an alle, die gekommen sind“, beendete sie ihr Statement.

Theateretikette sorgt immer wieder für Ärger

Anderson ist nicht die einzige Schauspielerin, die sich in diesem Jahr über das Verhalten von Zuschauern im Theater geäußert hat. Erst im September appellierte Cate Blanchett an das Publikum ihrer National-Theatre-Produktion „Electra/Persona“, die Handys wegzustecken. Rosamund Pike sprach im Mai sogar während einer Aufführung von „Inter Alia“ im Londoner West End einen Zuschauer an, der eine SMS schrieb. „Vielleicht war es sehr wichtig, und vielleicht sind Sie Arzt und retten gerade jemandem das Leben - und ich hoffe, dass es so ist -, aber wir sehen solche Dinge, und wir nehmen sie wahr.“

Noch konsequenter reagierte „Wicked“-Star Cynthia Erivo im April. Sie unterbrach eine Theateraufführung, nachdem sie einen Zuschauer bemerkt hatte, der die Vorstellung illegal aufzeichnete. Auch Lesley Manville machte Anfang des Jahres gegenüber BBC Radio 4 deutlich, wie wenig sie davon hält, wenn Zuschauer beim Schlussapplaus lieber zum Smartphone greifen. Dass Menschen während des Vorhangs Fotos machen, empfinde sie als „beleidigend“. „Klatscht oder klatscht nicht, aber haltet uns nicht einfach euer Handy vor die Nase“, sagte Manville.

Verwendete Quellen: lpe/spot