Das Wichtigste in Kürze
- Günstigster Beitrag mit Altersangabe: ottonova nennt für seinen Tarif Zahn 70 einen Beitrag von 8,80 Euro im Monat und bezieht ihn ausdrücklich auf 24 Jahre.
- Niedrigster Beitrag mit Tarifbezug: DA Direkt ruft für Zahnschutz Komfort 6,90 Euro im Monat auf und verzichtet dabei vollständig auf Gesundheitsfragen, veröffentlicht dazu aber kein Referenzalter.
- Der Preis des Sparens: Im ersten Versicherungsjahr zahlt DA Direkt Zahnschutz Komfort höchstens 750 Euro und DFV-ZahnSchutz Basis höchstens 875 Euro, unabhängig vom Erstattungssatz.
Die günstigsten Tarife, die bei Zahnersatz noch genug zahlen
Gemessen sind alle fünf an drei Bedingungen: einstelliger Einstiegsbeitrag, mindestens 70 Prozent Erstattung für Zahnersatz und mindestens 750 Euro Auszahlung schon im ersten Versicherungsjahr. Vier der fünf erfüllen sie bereits mit ihrem Einstiegstarif. Die DFV nicht: Ihr Basistarif bleibt mit 50 Prozent unter der Erstattungsschwelle und steht hier als Anschauungsfall dafür, was ein niedriger Erstattungssatz kostet. Eine Wartezeit erhebt keiner der fünf. Jeder Preis steht mit dem Alter, für das der Anbieter ihn veröffentlicht, und wo diese Angabe fehlt, steht das ebenfalls dabei.
DA Direkt: 6,90 Euro ohne Gesundheitsfragen
DA Direkt verzichtet als einziger Anbieter in dieser Auswahl vollständig auf Gesundheitsfragen. Das ändert nicht den Preis, sondern die Frage, wer einen günstigen Tarif überhaupt bekommt: Wer schon Kronen, Brücken oder fehlende Zähne im Gebiss hat, scheitert anderswo an der Risikoprüfung und nicht am Beitrag. Der Einstieg Zahnschutz Komfort kostet 6,90 Euro im Monat, Premium 13,90 Euro, Premium Plus 16,90 Euro.
Die Erstattung hängt bei DA Direkt daran, wo Sie sich behandeln lassen. Im dentolo-Netzwerk zahlt Komfort 90 Prozent, außerhalb 75 Prozent; in Premium sind es 100 beziehungsweise 90 Prozent. Die professionelle Zahnreinigung übernimmt DA Direkt im Netzwerk zu 100 Prozent, zweimal jährlich, im Komfort-Tarif bis 150 Euro. Die Auszahlung ist im Komfort-Tarif auf 750, 1.500, 2.250 und 3.000 Euro gestaffelt und ab dem fünften Jahr unbegrenzt. Eine Wartezeit gibt es nicht.
ottonova: 8,80 Euro mit veröffentlichtem Referenzalter
ottonova ist der einzige der fünf Anbieter, der Beitrag, Tarif und Alter zusammen ausweist: 8,80 Euro im Monat für den Tarif Zahn 70, gerechnet für 24 Jahre. Über Zahn 70, Zahn 85 und Zahn 100 steigt die Erstattung für Zahnersatz von 70 auf 85 und 100 Prozent, Zahnbehandlungen zahlt ottonova zu 100 Prozent, beim reinen Privatzahnarzt ohne Beteiligung der Kasse zu 70 Prozent. Für Prophylaxe stehen je nach Stufe 70, 140 oder 180 Euro im Jahr bereit.
In den ersten vier Jahren begrenzt ottonova die Auszahlung in Zahn 70 und Zahn 85 auf 800, 1.600, 2.400 und 3.200 Euro, in Zahn 100 auf 1.000, 2.000, 3.000 und 4.000 Euro. Ab dem fünften Jahr rechnet ottonova in allen drei Stufen ohne diese Grenze ab, eine Wartezeit gibt es nicht. Für seinen Tarif Zahn 100 Plus weist ottonova die Note sehr gut (0,5) aus und nennt als Quelle Finanzen 08/2024. Als Einstieg für junge Versicherte ist Zahn 70 der richtige Tarif, sobald Implantate im Raum stehen, lohnt der Sprung auf Zahn 100.
DFV: die Tarifleiter, die zeigt, was unten fehlt
Die DFV staffelt ihre vier Tarife so sauber, dass sich der Preis einer Sparentscheidung direkt ablesen lässt. Basis kostet 9,10 Euro und erstattet 50 Prozent, Komfort 12,60 Euro und 70 Prozent, Premium 14,30 Euro und 80 Prozent, Exklusiv 17,80 Euro und 100 Prozent. Der Erstattungssatz gilt jeweils für Zahnersatz und Zahnbehandlung gleichermaßen, die professionelle Zahnreinigung erstattet die DFV zu 100 Prozent bis 100, 140, 160 oder 200 Euro im Jahr.
Parallel dazu steigt die Auszahlungsgrenze: 875 Euro im ersten Jahr in Basis, 1.750 Euro in Exklusiv, jeweils kumulativ bis 3.500 beziehungsweise 7.000 Euro nach vier Jahren. Ab dem 49. Monat rechnet die DFV ohne Begrenzung ab, eine Wartezeit gibt es nicht. Für DFV-ZahnSchutz Exklusiv 100 weist die DFV die Note SEHR GUT (0,5) aus und nennt als Quelle Finanzen 07/2025. Wer bei der DFV die untere Stufe wählt, senkt Quote und Auszahlungsgrenze gleichzeitig: Basis bleibt mit 50 Prozent unter der 70-Prozent-Schwelle dieser Seite und steht in den Tabellen unten deshalb als Anschauungsfall, nicht als Empfehlung.
Münchener Verein: günstiger Einstieg ab 7,90 Euro
Der Münchener Verein startet bei 7,90 Euro im Monat für junge Erwachsene und ist der einzige Anbieter in dieser Auswahl, der Kieferorthopädie bei Erwachsenen überhaupt in seinen Bedingungen führt. Der Einstiegstarif hilft dabei allerdings kaum: Bei Erwachsenen leistet nur ZahnGesund 100 generell für Kieferorthopädie, mit 100 Prozent bis 2.500 Euro. ZahnGesund 75+ und 85+ zahlen Erwachsenen-Kieferorthopädie nur bei Unfall, mit 75 Prozent bis 1.000 Euro beziehungsweise 85 Prozent bis 2.500 Euro. Die Kasse springt hier ohnehin nur ein, wenn die Fehlstellung so ausgeprägt ist, dass neben der kieferorthopädischen Korrektur zusätzlich ein chirurgischer Eingriff am Kiefer nötig wird; alles andere tragen Erwachsene sonst allein.
ZahnGesund 75+, 85+ und 100 erstatten bis zu 80, 90 und 100 Prozent für Zahnersatz, wobei in den beiden unteren Stufen fünf Prozentpunkte davon an ein lückenlos geführtes Bonusheft gekoppelt sind. Zahnbehandlungen sind zu 100 Prozent abgedeckt, die professionelle Zahnreinigung zweimal jährlich bis 150, 170 oder 200 Euro. Die Auszahlung ist im ersten Jahr auf 900 bis 1.500 Euro begrenzt, je nach Stufe, und steigt bis zum vierten Jahr auf 3.600 bis 6.000 Euro; ab dem fünften Jahr gilt für alle drei Stufen keine Grenze mehr. Für ZahnGesund 100 weist der Anbieter die Bestnote 0,5 (SEHR GUT) aus und nennt als Quelle Finanztest 07/2025.
Was eine günstige Zahnzusatzversicherung leisten muss
Stiftung Warentest hat zuletzt am 27. Februar 2026 mehr als 280 Zahnzusatztarife bewertet, mit Urteilen von Sehr gut bis Mangelhaft und gerechnet für einen Modellkunden von 43 Jahren. Tarife gibt es dort schon für unter 10 Euro im Monat. Ein niedriger Beitrag ist in diesem Markt also nichts Besonderes. Interessant wird er erst zusammen mit der Summe, die der Tarif im Ernstfall auszahlt.
Wir zählen einen Tarif dann als günstig, wenn er einen einstelligen Einstiegsbeitrag hat, mindestens 70 Prozent für Zahnersatz erstattet und schon im ersten Jahr mindestens 750 Euro auszahlt. Fehlt eine dieser Bedingungen, wird aus der Ersparnis eine Verschiebung: Der Anteil, den der Tarif nicht zahlt, taucht bei der nächsten Zahnersatzrechnung wieder auf.
Tarife, die nur deshalb billig sind, weil sie Zahnersatz ausschließen
Der billigste Weg zu einem niedrigen Beitrag ist, das Teure wegzulassen. HanseMerkur verkauft mit EZP2 Vorsorge Top und EZP3 Top Plus zwei Tarife, die genau das tun: Sie zahlen Prophylaxe, zweimal 80 beziehungsweise zweimal 100 Euro im Jahr, decken aber keinen Zahnersatz ab. EZP2 kostet mit 18 Jahren 5,00 Euro und mit 30 Jahren 11,90 Euro, und beide Tarife haben eine Wartezeit von sechs Monaten.
Für jemanden, der ausschließlich seine Zahnreinigung finanzieren will, ist das ein passendes Produkt. Als Absicherung gegen Kronen, Brücken oder Implantate ist es keins. Prüfen Sie deshalb an jedem Angebot unter fünf Euro zuerst, ob Zahnersatz überhaupt in der Leistungsübersicht des Tarifs steht. Wenn Sie statt des niedrigsten Preises die insgesamt stärksten Tarife suchen, führt der große Anbietervergleich die Auswahl nach Leistung statt nach Beitrag.

Beitrag, Erstattungssatz und Zahnstaffel
Der Preis einer Zahnzusatzversicherung hat drei Bestandteile, die sich unabhängig voneinander einstellen lassen. Anbieter senken beim Einstiegstarif gern alle drei gleichzeitig, sichtbar im Werbetext ist aber nur der erste.
Der Beitrag
Der Beitrag ist die einzige dieser drei Zahlen, die auf jeden Fall fällig wird, auch wenn Sie nie eine Rechnung einreichen. Über zehn Jahre summiert sich der DFV-Tarif Basis auf 1.092 Euro, Exklusiv auf 2.136 Euro. Die Differenz von 1.044 Euro klingt nach viel, bis man sie gegen eine einzige Zahnersatzrechnung hält.
Der Erstattungssatz
Der Erstattungssatz legt fest, welchen Anteil der Rechnung der Tarif übernimmt. 50 Prozent bedeuten, dass mindestens die Hälfte der Kosten bei Ihnen bleibt, unabhängig davon, wie hoch die Rechnung ausfällt. Fest steht dieser Satz allerdings selten: Bei BarmeniaGothaer gilt er in voller Höhe nur mit Vorleistung der Kasse, ohne sie sinkt er auf 40 bis 80 Prozent. Bei DA Direkt hängt er daran, ob Ihre Praxis zum dentolo-Netzwerk gehört.
Die Zahnstaffel
Die Zahnstaffel, auch als Summenbegrenzung bekannt, deckelt die Auszahlung in den ersten Jahren auf einen festen Eurobetrag. Sie ist die Größe, die in Preisvergleichen fast nie auftaucht, und in genau den Jahren wirksam, in denen die meisten Verträge geschlossen werden. Wie sie sich in einer Tarifleiter niederschlägt, zeigt die DFV am deutlichsten.
| DFV-Tarif | Beitrag im Monat | Erstattung | Auszahlung im 1. Jahr | Auszahlung bis Jahr 4 |
|---|---|---|---|---|
| ZahnSchutz Basis | 9,10 € | 50 % | 875 € | 3.500 € |
| ZahnSchutz Komfort | 12,60 € | 70 % | 1.225 € | 4.900 € |
| ZahnSchutz Premium | 14,30 € | 80 % | 1.400 € | 5.600 € |
| ZahnSchutz Exklusiv 100 | 17,80 € | 100 % | 1.750 € | 7.000 € |
Stand: August 2026, alle Angaben aus den veröffentlichten Tarifinformationen der Deutschen Familienversicherung.
Entscheidend ist die vierte Spalte. Zwischen Basis und Exklusiv liegen 8,70 Euro Monatsbeitrag, also 104,40 Euro im Jahr, und 875 Euro Auszahlung schon im ersten Versicherungsjahr. Wer die günstigere Stufe wählt, kauft sich 104,40 Euro Ersparnis für ein Risiko von 875 Euro. Die genaue Mechanik von Erstattungssatz und Summenbegrenzung steht in der Leistungsübersicht.
DFV: Basis gegen Exklusiv im ersten Jahr
Was ein günstiger Tarif bei einer Implantatrechnung wirklich zahlt
Ein Implantat mit Metall-Keramik-Krone kostete nach der Erhebung von Stiftung Warentest vom 27. Februar 2026 insgesamt 4.847 Euro. Die Kasse steuerte 662 Euro bei, beim Patienten blieben 4.185 Euro. Das ist die Rechnung, gegen die sich ein günstiger Tarif beweisen muss, und sie ist kein Extremfall: Implantate übernimmt die Kasse grundsätzlich nicht, sie zahlt nur den Festzuschuss für die Regelversorgung des jeweiligen Befunds.
Die Verbraucherzentrale beschreibt das Muster, das jetzt greift: Die Leistungen sind in den ersten drei bis fünf Jahren gedeckelt, etwa auf 500 Euro im ersten Jahr oder 1.000 Euro in den ersten beiden zusammen. Die fünf Tarife hier liegen über diesem Muster, entscheidend bleibt der Deckel trotzdem. Setzt man die Deckel der Tarife von oben gegen die 4.185 Euro, sieht das Ergebnis so aus.
| Tarif | Beitrag im Monat | Auszahlung im 1. Jahr | Rest-Eigenanteil |
|---|---|---|---|
| DA Direkt Zahnschutz Komfort | 6,90 € | 750 € | 3.435 € |
| ottonova Zahn 70 | 8,80 € (24 Jahre) | 800 € | 3.385 € |
| DFV-ZahnSchutz Basis | 9,10 € | 875 € | 3.310 € |
| Münchener Verein ZahnGesund | ab 7,90 € | 900 bis 1.500 € | 2.685 bis 3.285 € |
| BarmeniaGothaer Smile 75 | kein Preis mit Alter veröffentlicht | 1.000 € | 3.185 € |
| DFV-ZahnSchutz Exklusiv 100 | 17,80 € | 1.750 € | 2.435 € |
Stand: August 2026, Tarifangaben aus den Veröffentlichungen der Anbieter, Rechnungsbeträge nach Stiftung Warentest vom 27.02.2026. Gerechnet auf den Eigenanteil von 4.185 Euro im ersten Versicherungsjahr.
Der Erstattungssatz spielt in dieser Tabelle keine Rolle, und das ist der Punkt. Selbst die niedrigste Quote im Feld, die 50 Prozent des DFV-Basistarifs, ergäbe rechnerisch über 2.000 Euro. Ausgezahlt werden trotzdem 875 Euro, weil die Zahnstaffel vorher greift. Im ersten Versicherungsjahr entscheidet bei einer Rechnung dieser Größenordnung ausschließlich der Deckel, nicht der Prozentsatz.

Damit verschiebt sich der Vergleich. Zwischen DA Direkt Komfort und DFV-ZahnSchutz Exklusiv 100 liegen 10,90 Euro Beitrag im Monat, bei diesem einen Implantat aber genau 1.000 Euro Eigenanteil. Über vier Jahre kostet der Aufstieg von DFV Basis auf Exklusiv 417,60 Euro zusätzlichen Beitrag und hebt die kumulierte Auszahlungsgrenze von 3.500 auf 7.000 Euro. Auf zehn Jahre gerechnet sind es 1.044 Euro Mehrbeitrag, denen bei dieser einen Rechnung 875 Euro weniger Eigenanteil gegenüberstehen. Wer weiß, dass in absehbarer Zeit größerer Zahnersatz ansteht, spart mit dem billigsten Tarif nur die Beiträge, nicht die Kosten.
Wann sich der günstige Tarif trotzdem lohnt
Der billige Tarif ist keine Fehlentscheidung, er ist eine Wette auf Zeit. Bei BarmeniaGothaer Smile endet die Staffel bereits nach drei Jahren, bei der DFV nach 48 Monaten, bei den übrigen ab dem fünften Jahr. Danach zählt nur noch der Erstattungssatz, und der Deckel, an dem die Rechnung oben gescheitert ist, existiert nicht mehr.
Für alle, die jetzt gesund sind und keine Behandlung vor sich haben, ist der Einstiegstarif deshalb die richtige Wahl: Die Staffeljahre laufen ab, während nichts passiert, und danach steht ein voll leistungsfähiger Vertrag zu einem Beitrag, der beim damaligen Eintrittsalter eingefroren wurde. Diese Rechnung geht nicht mehr auf, sobald ein Heil- und Kostenplan bereits vorliegt oder ein Zahn absehbar ersetzt werden muss. Dann sind die Staffeljahre nicht Wartezeit im Leerlauf, sondern genau der Zeitraum, in dem die Rechnung kommt.
Ein zweiter Fall, in dem sich Sparen rächt, ist die Erstattung ohne Kassenbeteiligung. Wenn Ihre Behandlung außerhalb der Regelversorgung liegt und die Kasse nichts vorleistet, sinkt der Satz bei BarmeniaGothaer von 75 auf 40 Prozent im Tarif Smile 75. Die Höhe der Rechnung ändert sich dadurch nicht.
ottonova: günstig einsteigen und die Staffeljahre aussitzen
Beitrag nach Alter: warum der Einstiegspreis nicht der Dauerpreis ist
Jeder beworbene Einstiegsbeitrag gehört zu einem Eintrittsalter. Wer später abschließt, zahlt nicht ein bisschen mehr, sondern ein Vielfaches, und die wenigen Anbieter, die ihre Altersbänder offenlegen, machen das nachprüfbar.
| Anbieter und Tarif | Eintrittsalter | Beitrag im Monat |
|---|---|---|
| HanseMerkur EZK Komfort | 18 Jahre | 7,03 € |
| HanseMerkur EZK Komfort | 30 Jahre | 21,81 € |
| HanseMerkur EZL Luxus | 18 Jahre | 8,84 € |
| HanseMerkur EZL Luxus | 30 Jahre | 30,85 € |
| ottonova Zahn 70 | 24 Jahre | 8,80 € |
| Allianz MeinZahnschutz 75 / 90 / 100 | 21 bis 30 Jahre | 12,94 / 15,89 / 18,77 € |
| Allianz, Beispielbeitrag ohne Tarifangabe | 0 bis 20 Jahre | 8,43 € |
| Allianz, Beispielbeitrag ohne Tarifangabe | 51 bis 60 Jahre | 27,10 € |
Stand: August 2026, alle Beiträge aus den veröffentlichten Preisangaben der Anbieter.
Zwischen 18 und 30 verdreifacht sich der Beitrag im HanseMerkur-Tarif EZK Komfort, von 7,03 auf 21,81 Euro. Bei der Allianz liegen zwischen dem Beispielbeitrag für unter 20-Jährige und dem für die Altersgruppe 51 bis 60 ebenfalls mehr als das Dreifache. Diese Preise beziehen sich auf das Alter beim Abschluss, nicht auf eine spätere Erhöhung im laufenden Vertrag. Ob Ihr Beitrag mit den Jahren zusätzlich steigt, hängt davon ab, ob der Tarif Alterungsrückstellungen bildet. Das steht in den Tarifbedingungen und sollte vor der Unterschrift geprüft werden.
Günstige Zahnzusatzversicherung ab 50
Ab 50 verschwinden die Einstiegspreise aus der Werbung. Von den Anbietern in diesem Vergleich veröffentlicht nur die Allianz überhaupt einen Beispielbeitrag für diese Altersgruppe, 27,10 Euro für das Band 51 bis 60 Jahre. Realistisch ist ein Vielfaches des Jugendtarifs, und die Frage verschiebt sich vom Preis zur Aufnahme: In diesem Alter sind meist schon Kronen, Brücken oder gezogene Zähne im Befund, und die entscheiden über den Vertrag mehr als der Beitrag.
Wer bereits behandelte Zähne hat, sollte deshalb zuerst prüfen, welche Anbieter das akzeptieren, bevor der Beitrag verglichen wird. Wie Vorschäden im Antrag behandelt werden, steht im Beitrag zu Zahnzusatzversicherungen mit Vorschäden.
Ab 60: was noch geht
Auch mit 60 ist ein Abschluss möglich, nur ist er selten günstig, und die Staffeljahre wiegen schwerer, weil der Bedarf oft nicht mehr vier Jahre wartet. Suchen Sie deshalb zuerst nach einem Tarif ohne Gesundheitsfragen, der die Aufnahme überhaupt sichert, und dann nach einer möglichst hohen Auszahlung in den ersten beiden Jahren. Der Beitrag ist hier die dritte Frage, nicht die erste. Was sich in dieser Altersgruppe rechnet und ab wann nicht mehr, behandelt die Seite zur Zahnzusatzversicherung für Rentner.
DA Direkt: wenn die Aufnahme wichtiger ist als der Beitrag
Was Sie vor dem Abschluss prüfen sollten
Gesundheitsfragen
Fast jeder Anbieter fragt den Zahnstatus ab, meist rückblickend über mehrere Jahre. Falsche Angaben können den Versicherungsschutz kosten, auch Jahre später. Wer unsicher ist, holt sich den eigenen Befund vorher in der Praxis und beantwortet die Fragen danach. Unter den Anbietern hier verzichtet nur DA Direkt vollständig auf diese Prüfung.
Angeratene und laufende Behandlungen
Eine bereits angeratene Behandlung bekommen Sie nachträglich nicht mehr versichert. Sobald ein Zahnarzt sie empfohlen oder einen Heil- und Kostenplan erstellt hat, ist der betroffene Zahn vom Schutz ausgenommen, unabhängig davon, wie günstig der Tarif ist. Wer eine Zahnzusatzversicherung erwägt, schließt sie also vor dem nächsten Kontrolltermin ab, nicht danach.
Wartezeit
Alle fünf Tarife auf dieser Seite kommen ohne Wartezeit aus, Sie sind ab Vertragsbeginn versichert. Das gilt nicht für den gesamten Markt: HanseMerkur etwa führt EZP2, EZP3 und EZ+EZT mit sechs Monaten Wartezeit, nur EZK und EZL sind davon frei. Was der Verzicht auf die Wartezeit praktisch wert ist und wo er an Grenzen stößt, steht im Beitrag zur Zahnzusatzversicherung ohne Wartezeit.
Wechsel und Steuer
Ein Wechsel in einen besseren Tarif ist möglich, startet die Zahnstaffel beim neuen Anbieter aber in aller Regel von vorn, und das Eintrittsalter ist dann Ihr aktuelles. Wer schon drei Jahre in einem günstigen Tarif ist, verliert beim Wechsel also genau den Vorteil, für den er die mageren Jahre durchgehalten hat. Der Aufstieg innerhalb desselben Anbieters ist meist die bessere Variante. Steuerlich zählen die Beiträge zu den sonstigen Vorsorgeaufwendungen, wirken sich bei gesetzlich Versicherten aber meist nicht mehr aus.
Fazit
Für den Preiseinstieg mit sauberer Grundlage ist ottonova die beste Wahl in diesem Feld: 8,80 Euro für 24-Jährige im Tarif Zahn 70, ohne Wartezeit, ab dem fünften Jahr ohne Deckel, und als einziger Anbieter mit dem Alter, für das dieser Preis gilt. Wer mit Vorschäden oder jenseits der 50 sucht, kommt an DA Direkt kaum vorbei, weil dort die Gesundheitsfragen entfallen. Und wer weiß, dass Zahnersatz näher als vier Jahre entfernt ist, sollte die 8,70 Euro Mehrbeitrag für DFV-ZahnSchutz Exklusiv 100 einplanen: 875 Euro mehr Erstattung im ersten Jahr sind mit keinem Sparbetrag zu schlagen, den ein Basistarif liefert.
Häufige Fragen
Welche Zahnzusatzversicherung ist die beste und günstigste?
Beides zugleich ist selten dasselbe. Unter den günstigen Tarifen liefert ottonova mit Zahn 70 für 8,80 Euro bei 24 Jahren das transparenteste Angebot, DA Direkt mit 6,90 Euro den niedrigsten belastbaren Einstieg. Wer beides verbinden will, zahlt bei DFV-ZahnSchutz Exklusiv 100 17,80 Euro und bekommt dafür 100 Prozent Erstattung und 1.750 Euro Auszahlung schon im ersten Jahr. Die Auswahl nach Leistungsstärke statt nach Preis führt der Anbietervergleich.
Ab welchem Beitrag ist eine Zahnzusatzversicherung zu billig?
Die Grenze nach unten setzt der Leistungsumfang, nicht der Preis. Tarife unter fünf Euro im Monat lassen meist den Zahnersatz weg: HanseMerkur EZP2 Vorsorge Top kostet mit 18 Jahren 5,00 Euro, zahlt aber nur Prophylaxe und hat sechs Monate Wartezeit. Als Untergrenze für einen Tarif, der die teure Rechnung wirklich abfängt, gilt in diesem Vergleich ein einstelliger Beitrag mit mindestens 70 Prozent Erstattung für Zahnersatz und mindestens 750 Euro Auszahlung im ersten Jahr. Den niedrigsten Beitrag, der das erfüllt, ruft DA Direkt mit 6,90 Euro auf.
Welche Zahnzusatzversicherung übernimmt 100 Prozent der Kosten?
Die jeweils oberste Stufe eines Anbieters: DFV-ZahnSchutz Exklusiv 100, ottonova Zahn 100, BarmeniaGothaer Mehr Zahn 100 und Münchener Verein ZahnGesund 100. Bei der DFV kostet diese Stufe 17,80 Euro im Monat statt 9,10 Euro für Basis; die übrigen Anbieter veröffentlichen für ihre 100-Prozent-Tarife keinen eigenen Einstiegsbeitrag. Auch bei 100 Prozent Erstattung begrenzt die Zahnstaffel die Auszahlung in den ersten vier Jahren.
Wann zahlt die Zahnzusatzversicherung nicht?
Am häufigsten scheitert die Erstattung an einer Behandlung, die vor Vertragsbeginn schon angeraten oder begonnen war. Dazu kommen verschwiegene Vorschäden in den Gesundheitsfragen und Leistungen, die der Tarif ausschließt. Teuer wird vor allem die Zahnstaffel: Bei einer Implantatrechnung von 4.847 Euro zahlt ein Basistarif im ersten Jahr trotz gültigem Vertrag höchstens 875 Euro.
Welche günstige Zahnzusatzversicherung zahlt sofort?
Alle fünf Tarife auf dieser Seite verzichten auf eine Wartezeit, der Schutz beginnt mit dem Vertrag. Sofortiger Schutz bedeutet allerdings nicht sofortige Vollerstattung, weil die Summenbegrenzung der ersten Jahre unabhängig davon gilt. Die Details dazu stehen unter Zahnzusatzversicherung ohne Wartezeit.
Gibt es eine günstige Zahnzusatzversicherung ohne Gesundheitsfragen?
Ja, DA Direkt. Der Tarif Zahnschutz Komfort kostet 6,90 Euro im Monat und wird ohne Gesundheitsprüfung abgeschlossen. Das ist die einzige Konstellation in diesem Vergleich, in der ein günstiger Beitrag auch für Menschen mit vorhandenen Kronen, Brücken oder Zahnlücken erreichbar bleibt. Angeratene Behandlungen bleiben davon unberührt ausgeschlossen.
Kann ich die Beiträge von der Steuer absetzen?
Selten in einer Höhe, die den Beitrag wirklich drückt. Zwar zählen die Beiträge zu den sonstigen Vorsorgeaufwendungen, doch der Höchstbetrag dieser Kategorie ist bei gesetzlich Versicherten fast immer schon durch die Kranken- und Pflegeversicherung ausgeschöpft. Für die Preisfrage auf dieser Seite heißt das: Rechnen Sie mit dem vollen Beitrag, nicht mit einer Steuerersparnis, die einen Tarif günstiger macht.
