Dunkle Momente des WintersportsTödliche Unfälle! Diese Sportler bezahlten ihren olympischen Traum mit dem Leben

Nodar Kumaritaschwili aus Georgien
Die Olympischen Winterspiele forderten bereits einige Menschenleben
dpa

Die Olympischen Spiele stehen für Ehrgeiz, Medaillen und nationale Helden.
Doch in der modernen Geschichte des sportlichen Großereignisses haben mehrere Athleten ihren Traum von Gold mit dem Leben bezahlt. Tödliche Unfälle ereigneten sich sowohl während des Trainings als auch bei Wettkämpfen, wobei besonders die Winterspiele aufgrund der hohen Geschwindigkeiten auf Eis und Schnee ein Risiko darstellen. Hier sind einige der dunkelsten Momente bei Olympischen Spielen zusammengefasst.

Innsbruck 1964: Zwei Talente – zwei Schicksale

Bei den Olympischen Winterspielen 1964 wurde das olympische Dorf in Innsbruck von einer Schockwelle erschüttert. Einer der ersten tödlichen Unfälle im professionellen Ski-Sport ereignete sich am 25. Januar 1964, als der australische Skifahrer Ross Milne während des Trainings starb. Der damals erst 19-Jährige prallte beim Befahren der Abfahrtspiste am Patscherkofel gegen einen Baum abseits der Piste. Trotz sofortiger medizinischer Hilfe konnte in der Universitätsklinik Innsbruck nur noch sein Tod festgestellt werden.

Ross Milne
Der australische Skifahrer Ross Milne starb bei den Olympischen Winterspielen 1964.
imago

Nur Tage zuvor, am 22. Januar 1964, stürzte bereits der britische Rennrodler Kazimierz Kay-Skrzypecki schwer. Der ehemalige Pilot der Royal Air Force sollte an dem ersten Rennrodelwettbewerb der Olympischen Winterspiele teilnehmen. Obwohl der 58-Jährige den Sturz zunächst überlebte, erlitt er zahlreiche Brüche, darunter Schädel- und Beckenbrüche, und starb während der Operation.

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Zwei junge Sportler. Zwei Familien in Trauer. Und erstmals wurde der Weltöffentlichkeit klar: Winterspiele können tödlich sein.

Albertville 1992: Der Zusammenstoß, der alles veränderte

Fast drei Jahrzehnte später folgte die nächste Tragödie bei den Olympischen Winterspielen 1992. Der Schweizer Speed-Ski-Athlet Nicolas Bochatay war am 22. Februar 1992 frühmorgens beim Training unterwegs – da kam es zur Katastrophe: Er prallte mit einer Pistenraupe zusammen. Der 27-Jährige starb noch am Unfallort. Ein tödlicher Moment der Unachtsamkeit, der eine Debatte über Streckensicherung und Organisation lostrat.

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Vancouver 2010: Der Schock am Tag der Eröffnung

Nodar Kumaritashvili während des Trainings am Tag vor seinem Tod
Nodar Kumaritashvili während des Trainings am Tag vor seinem Tod.
dpa

Die wohl bekannteste Tragödie ereignete sich bei den Olympischen Winterspielen 2010 – nur Stunden vor der feierlichen Eröffnung.
Der georgische Rodler Nodar Kumaritashvili verlor im Training am 12. Februar 2010 bei über 140 km/h die Kontrolle. Sein Schlitten schoss aus der Bahn, er prallte mit dem Hinterkopf gegen einen ungeschützten Stahlpfeiler. Der 21-Jährige starb wenig später im Krankenhaus. Die Bilder des schrecklichen Unfalls gingen um die Welt. Die Bahn wurde umgebaut, Startpunkte verlegt – doch für Kumaritashvili kamen diese Maßnahmen zu spät.

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Rasante Disziplinen, tödliche Risiken

Auffällig: Alle Todesfälle ereigneten sich nicht im eigentlichen Wettkampf, sondern im Training oder in unmittelbarer Vorbereitung. Rodeln, Ski, Speed-Disziplinen – dort, wo Tempo und Technik an die Grenzen gehen, entscheidet oft ein einziger Fehler über Leben und Tod. Ein hoher Preis für olympische Träume.

Verwendete Quellen: Irish Mirror, Olympics.com