Frauen-Revolution im Männer-FußballNach Eta und Krüger: „Fritzy” Kromp nächste Chefin in der Bundesliga?

Diese Entwicklung war längst überfällig.
Der deutsche Fußball erlebt aktuell einen spürbaren Wandel. Kathleen Krüger wird Sportvorständin beim HSV. Mit Marie-Louise Eta steht erstmals eine Frau als Trainerin in der Bundesliga an der Seitenlinie. Nun meldet sich im RTL.de-Interview mit Friederike „Fritzy“ Kromp die Nächste zu Wort, die sich auch einen Cheftrainerjob bei den Männern vorstellen kann.
Fritzy Kromp: „Natürlich würde man sich das zutrauen“
Vor dem anstehenden Bundesliga-Finale und dem WM-Sommer sprach die Trainerin und ZDF-Expertin im RTL.de-Interview über die Chancen der Nationalmannschaft, Frauen im Männerfußball – und darüber, ob sie sich selbst einen Trainerjob bei den Männern von Werder Bremen zutrauen würde.
Dabei blieb Kromp gewohnt sachlich und selbstbewusst. Auf die RTL-Frage, ob sie sich einen Cheftrainerposten bei den Männern zutrauen würde, antwortete sie offen: „Wenn ich die Frage mit Nein beantworten würde, dann müsste ich, glaube ich, meine Lizenz abgeben.“
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Und weiter: „Man hat ja die Ausbildung dazu gemacht. Natürlich würde man sich das zutrauen.“ Aktuell fühle sich die 41-Jährige in ihrer Aufgabe als Cheftrainerin der Frauen von Werder Bremen „sehr wohl.” Großen Respekt äußerte Kromp gegenüber den Frauen, die aktuell im Männerfußball Verantwortung übernehmen. Besonders Marie-Louise Eta, die zuletzt in der Bundesliga im Fokus stand, lobte sie ausdrücklich.
Entscheidend sei aus ihrer Sicht, dass Trainerinnen nicht nur kurzfristig Chancen erhalten, sondern langfristig bewertet werden – und zwar nicht ausschließlich anhand der Punkteausbeute. „Wie war die Arbeit mit der Mannschaft? Wie war die Klarheit? Wie war das People Management?“, erklärte Kromp. Genau diese Faktoren müssten bei der Bewertung ebenfalls berücksichtigt werden.

Auch Sabrina Wittmann vom FC Ingolstadt hob sie positiv hervor. Kromp ist überzeugt, dass beide Trainerinnen wichtige Vorbilder für junge Frauen im Fußball sein können. Neben den Trainer-Themen sprach Kromp auch über die Chancen der deutschen Nationalmannschaft bei der WM.
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„Zuletzt war vieles sehr kritisch“, sagte sie. Unterstützung und eine positive Stimmung könnten bei einem Turnier „ein paar Prozent“ ausmachen. Aktuell liegt ihr Fokus allerdings noch auf dem Saisonendspurt im Vereinsfußball. Bundesliga, Champions League und DFB-Pokal seien momentan präsenter als die WM.
Und auch bei Werder Bremen dürfte die Entwicklung aufmerksam verfolgt werden. Nach einer enttäuschenden Saison, dem Trainerwechsel und der Rettung vor dem Abstieg unter Daniel Thioune stellt sich beim Klub ohnehin die Frage, wie mutig man sich künftig aufstellen will...
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche



