Mit seinem Coming-out schrieb er GeschichteErster öffentlich schwuler NBA-Profi Jason Collins gestorben

Große Trauer um homosexuellen NBA-Star.
Als erster NBA-Spieler machte Jason Collins im Jahr 2013 seine Homosexualität öffentlich und schrieb damit Sportgeschichte. Ein Jahr später beendete er seine bunte Karriere. Nun ist der US-Amerikaner im Alter von 47 Jahren nach kurzem Krebsleiden gestorben.
Jason Collins hat „das Leben vieler Menschen verändert”
„Wir sind untröstlich”, erklärte die Familie in einem über die NBA verbreiteten Statement. Collins habe „das Leben vieler Menschen verändert” und sei für zahlreiche Menschen ein Vorbild und Inspiration gewesen.
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Der frühere Center hatte im vergangenen Jahr öffentlich gemacht, dass er wegen eines Hirntumors behandelt werde. Im Dezember erklärte er bei ESPN, an einem schnell wachsenden Glioblastom erkrankt zu sein. Unterstützt von seinem Ehemann Brunson Green (57), den er erst im Mai 2025 geheiratet hatte, sowie Familie und Freunden habe er sich einer Behandlung mit Medikamenten, Bestrahlung und Chemotherapie unterzogen, die kurzfristig Besserung brachte. Doch der Krebs kehrte zurück.
Collins „besaß einen Mut, wie man ihn noch nie zuvor gesehen hat”
Collins spielte zwischen 2001 und 2014 in der NBA. Er begann seine Karriere bei den damaligen New Jersey Nets und kehrte zum Abschluss seiner Laufbahn noch einmal zum Team zurück, als dieses bereits in den Bezirk Brooklyn nach New York umgezogen war. Zwischendurch lief er auch für die Memphis Grizzlies, Minnesota Timberwolves, Atlanta Hawks, Boston Celtics und Washington Wizards auf.
Für Aufsehen sorgte er 2013 mit seinem öffentlichen Coming-out in einem Beitrag in der „Sports Illustrated”. In der Folgesaison kam Collins auf 22 Spiele für die Brooklyn Nets.

NBA-Chef Adam Silver würdigte Collins als „außergewöhnliche” Persönlichkeit, die den Basketball und den Sport insgesamt „offener und inklusiver” gemacht habe. Collins werde nicht nur als Pionier, sondern auch wegen seiner „Freundlichkeit und Menschlichkeit” in Erinnerung bleiben.
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Auch sein letzter Trainer Jason Kidd ist tief getroffen vom Tod seines einstigen Schützling. „Das tut weh. Jason Collins war ein Pionier. Er besaß einen Mut, wie man ihn noch nie zuvor gesehen hat. Er war ein unglaublicher Teamkollege. Und ihn zu Beginn meiner Trainerlaufbahn in Brooklyn an meiner Seite zu haben – das bedeutete mir unendlich viel. Wer ihn kannte, durfte sich glücklich schätzen, ihn einen Freund nennen zu dürfen. Du fehlst uns jetzt schon, mein Bruder. Ruhe in Kraft”, schreibt der ehemalige Teamkollege von Dirk Nowitzki bei den Dallas Mavericks, die 2011 den ersten und einzigen NBA-Titel für die Mavs gewannen.
Kidd hatte seine Trainerkarriere bei den Brooklyn Nets 2013 begonnen. In dem Jahr, in dem Collins den mutigsten Schritt seines viel zu kurzen Lebens machte. Seine Inspiration hingegen währt ewig. (mli)
Verwendete Quellen: sid, dpa, X



