Nach 15 Jahren muss er seinen Heimat-Club verlassenSpanien-Star wird verkauft – und weint bittere Tränen

Pablo Garcia
Pablo Garcia heult nach seiner Abfahrt aus Sevilla wie ein Schlosshund.
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Das ist wirklich herzzerreißend!
Seit er fünf Jahre alt ist, spielt Pablo Garcia (20) bei Real Betis Sevilla. Fast sein ganzes Leben. Doch jetzt verkauft ihn sein geliebter Heimat-Club. Weil er Geld braucht. Bei der Abreise weint der Spanier im Auto bittere Tränen. Auch seine Mama ist völlig verzweifelt.

Wie ein Rausschmiss aus der Familie

15 Jahre steht Pablo Garcia seinem Jugendverein aus der andalusischen Metropole zu Diensten. Reift dort menschlich wie fußballerisch zum Mann.

Eine Liebe, die nie zu Ende gehen sollte – aus seiner Sicht. Denn der Verein aus der Primera Division sieht das offenbar ganz anders.

Für 5,5 Millionen Euro wurde das Eigengewächs jetzt kurz vor Ende der Transferperiode an Aufsteiger Racing Santander verkauft. Ans andere Ende des Landes. Der Grund laut der spanischen Zeitung AS: Kohle. Und zwar für die Verpflichtung van Dani Ceballos (30) von Real Madrid.

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Laut AS sollten mit dem Transfer, mit dem Betis 50 Prozent der Transferrechte behält, Garcias Gehaltskosten gespart werden, um den besserverdienenden Neuzugang aus der Hauptstadt stemmen zu können.

Doch bei aller wirtschaftlicher Nachvollziehbarkeit muss sich diese Entscheidung für Garcia angefühlt haben wie eine Verbannung aus dem Familienkreis. Als er vom Trainingsgelände abreist und von vielen Fans verabschiedet wird, kullern ihm bittere Tränen über die Wangen. Zitternd winkt er den Leuten zu. Immer wieder schießt ihm das Wasser in die Augen. Auch seine Mutter, die am Steuer sitzt, weint hemmungslos mit.

„Es ist echt hart für uns. Es waren 15 Jahre, eine ganze Ewigkeit“

„Es ist eine sehr schwere Zeit für alle, aber wir müssen den Kopf hochhalten und nach vorne schauen“, sagte Garcia laut AS den Journalisten, die seine traurige Abreise begleiteten. „Ich hoffe, zurückzukehren, das wünschen wir uns alle. Es gab viele Dinge, die ich nicht beeinflussen konnte; ich wünschte, alles wäre so gelaufen, wie wir es uns alle erhofft hatten. Vielen Dank von ganzem Herzen an alle Betis-Fans.”

Im Radiosender Cope brachte Garcias Vater die allgemeine Gemütslage auf den Punkt: „Es ist echt hart für uns. Wenn es den Fans schon so geht, könnt ihr euch vorstellen, wie wir uns fühlen. Es waren 15 Jahre, eine ganze Ewigkeit.“

33 Pflichtspiele hat Pablo Garcia für seinen Herzens-Club bislang bestritten. Noch vor einer Woche erzielte er zum Saisonauftakt den 1:0-Siegtreffer in Valencia. Dass er „zum Dank” jetzt Hals über Kopf weggegeben wird, muss ihm das Herz zerreißen. Und jeder wird mit ihm mitfühlen können.

Verwendete Quellen: AS, Cope, eigene RTL-Recherche