Nach vergebener GroßchanceNorwegischer Fußballspieler Alexander Sörloth erhält Morddrohungen

Das bittere WM-Aus gegen England schmerzt Norwegen ohnehin schon.
Doch was Stürmer Alexander Sörloth nach dem Viertelfinale im Netz erlebt, geht weit über jede sportliche Kritik hinaus. Seine Partnerin macht die erschütternden Nachrichten jetzt öffentlich.
Partnerin veröffentlicht erschütternde Nachrichten
Ein verpasster Pass, eine vergebene Chance und am Ende das WM-Aus. Für Alexander Sörloth wurde das Viertelfinale gegen England gleich doppelt zum Albtraum. Nach der 1:2-Niederlage nach Verlängerung sieht sich der norwegische Nationalspieler in den sozialen Netzwerken einer Welle aus Hass und Gewaltfantasien ausgesetzt.

Sörloths Partnerin Lena Selnes machte die Anfeindungen auf Instagram öffentlich. Dort zeigt sie Kommentare, die weit über jede Grenze hinausgehen. Nutzer fordern den Fußball-Profi unter anderem auf, sich das Leben zu nehmen. Andere schreiben, er solle Norwegen verlassen oder drohen ihm sogar mit dem Tod.
„Die WM und der Fußball bringen Freude, aber auch viel Hass“, schreibt Selnes zu den veröffentlichten Nachrichten. Eigentlich wolle sie solchen Kommentaren keine Aufmerksamkeit schenken. Nach den massiven Beleidigungen habe sie sich aber bewusst entschieden, die Öffentlichkeit darauf aufmerksam zu machen.
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Verpasste Chance sorgt für Diskussionen
Norwegen hatte England im WM-Viertelfinale in Miami lange Paroli geboten, musste sich am Samstag aber mit 1:2 nach Verlängerung geschlagen geben.
Besonders eine Szene aus der ersten Halbzeit dürfte viele Fans beschäftigt haben. Beim Stand von 1:0 bot sich Sörloth eine aussichtsreiche Gelegenheit. Statt den besser postierten Erling Haaland anzuspielen, zögerte der Angreifer jedoch zu lange. Die Chance verpuffte. Ob genau diese Aktion Auslöser für die Hasswelle war, ist zwar nicht belegt, sie steht jedoch im Mittelpunkt vieler Diskussionen.
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Sörloth ist kein Unbekannter in der Bundesliga
Alexander Sörloth ist auch deutschen Fußballfans bestens bekannt. Der Angreifer spielte früher für RB Leipzig. Seit 2024 steht der Norweger bei Atlético Madrid unter Vertrag.
Der Fall zeigt einmal mehr, wie schnell sportliche Enttäuschungen in sozialen Netzwerken in persönliche Hetze und massive Bedrohungen umschlagen können. Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, richten sich die veröffentlichten Nachrichten nicht gegen seine sportliche Leistung allein, sondern enthalten schwerwiegende Beleidigungen und Gewaltandrohungen.
Verwendete Quellen: dpa, eigene RTL-Recherchen



