FIFA-Präsident unter DruckMatthäus zu Infantino-Krise: „Jetzt hat er es übertrieben“

Für Lothar Matthäus hat der FIFA-Präsident lange Zeit einiges richtig gemacht, zuletzt aber so gar nicht. Der Experte rechnet mit dem Investorenplan ab, der zum „falschesten Zeitpunkt ever“ kam.
War es ein XXL-Vorhaben zu viel? Lothar Matthäus hat FIFA-Präsident Gianni Infantino für seine Investoren-Idee und das Timing der Pläne scharf kritisiert. „Er hat für seine Pläne einen der falschesten Zeitpunkte ever gewählt“, schrieb Matthäus in seiner Kolumne für den TV-Sender Sky. „Zum anderen gibt es für mich kaum etwas Unsinnigeres als diese Idee.“
Infantino habe zwar auch „einiges richtig gemacht in der Vergangenheit“, so der Rekordnationalspieler. Es sei nicht alles verkehrt gewesen in seiner Amtszeit, „auch wenn es bei ihm immer ums Geld geht“, sagte Matthäus. „Aber jetzt hat er es übertrieben. Er ist schlecht beraten worden oder hat sich gar nicht beraten lassen.“ Infantino bekomme „wahrscheinlich jetzt seine Quittung und das, was sich viele seiner Gegner gewünscht haben“.
Infantino wollte mit dem potenziellen Verkauf eines Teils der kommerziellen Rechte des Fußball-Weltverbandes etwa an der WM eine Milliardensumme einnehmen. Nach massivem Widerstand zog er die Pläne zurück. Zuletzt drohte die Europäische Fußball-Union (UEFA) dem FIFA-Boss mit rechtlichen Schritten. Infantino, der sich eigentlich am 18. März 2027 ein letztes Mal für weitere vier Jahre zum Präsidenten wählen lassen möchte, steht massiv unter Druck.
