FIFA-KriseEuropäische Ligen verlangen Reformen im Weltverband

Gianni Infantino gerät immer mehr unter Druck. (Archivbild)
Gianni Infantino gerät immer mehr unter Druck. (Archivbild)
Riza Ozel/AP/dpa

So kann es bei der FIFA nicht weitergehen: Das findet auch die Vereinigung der europäischen Ligen. Sie lehnte unter anderem neue Wettbewerbe des Weltverbands ab.

Die Vereinigung der europäischen Ligen fordert Reformen beim Fußball-Weltverband und lehnt jede Erweiterung bestehender oder die Einführung neuer FIFA-Wettbewerbe kategorisch ab.

„Der FIFA darf nicht länger erlaubt werden, einseitig weitreichende Entscheidungen zu treffen, die den Interessen der Ligen, Vereine, Spieler und Fans zuwiderlaufen“, schrieben die European Leagues als Dachorganisation von 35 Profiligen. „Mehr denn je braucht die FIFA eine Reform ihrer Governance-Strukturen, die sicherstellt, dass alle relevanten Interessengruppen eine formelle Rolle bei Entscheidungen erhalten, die die Zukunft unseres Sports prägen.“

WM-Plan mit 64 Mannschaften

Die Vereinigung bezog sich dabei auf die gescheiterten Pläne von FIFA-Boss Gianni Infantino, WM-Rechte an private Investoren zu verkaufen. Zudem erwähnten die European Leagues, dass die FIFA am vergangenen Donnerstag inmitten der Kontroverse um das milliardenschwere Vorhaben des Schweizers an ihre Mitgliedsverbände einen sogenannten „Research Brief“ geschickt habe, um angeblich Pläne zur Ausweitung der Männer-WM 2030 auf 64 Mannschaften voranzutreiben. An der zu Ende gegangenen WM in den USA, Kanada und Mexiko hatten erstmals 48 Länder teilgenommen.

„Solange es keine Reformen gibt – einschließlich einer rechtlich verbindlichen Einbindung aller relevanten Akteure des Fußballs –, werden die European Leagues jede Erweiterung bestehender oder die Einführung neuer FIFA-Wettbewerbe ablehnen“, beschieden die Dachorganisation.