Krise im WeltverbandBlatter schlägt diese Frau als FIFA-Präsidentin vor

Lise Klaveness ist eine kritische Stimme im Weltfußball. (Archivbild)
Lise Klaveness ist eine kritische Stimme im Weltfußball. (Archivbild)
Nick Potts/Press Association/dpa

Joseph Blatter ist zum Dauerkritiker seines Nachfolgers Gianni Infantino geworden. Der frühere FIFA-Boss spricht sich für einen Wechsel an der Spitze des Weltverbands aus.

Nach der Kritik an FIFA-Boss Gianni Infantino wegen eines gescheiterten Investorendeals hat sich sein Vorgänger Joseph Blatter für Norwegens Verbandschefin als Nachfolgerin ausgesprochen. „Lise Klaveness verdient größten Respekt. Sie war die Einzige, die stets klar Stellung bezogen und sich nicht dem Mainstream angeschlossen hat. Und bei der FIFA ist die Zeit reif dafür, dass eine Frau die Führung übernimmt“, schrieb Blatter (90) im Kurznachrichtendienst X.

Der Schweizer hatte im Zuge des Korruptionsskandals im Mai 2015 seinen Rücktritt als Präsident des Fußball-Weltverbands angekündigt und war Anfang 2016 von seinem Landsmann Infantino abgelöst worden. Seitdem kritisiert Blatter seinen Nachfolger scharf.

FIFA-Wahlen am 18. März 2027

Infantino steht nun heftig in der Kritik. Der 56-Jährige wollte WM-Rechte an private Investoren verkaufen. Er musste dieses milliardenschwere Vorhaben, das vielerorts als Ausverkauf des Fußballs bezeichnet wurde, nach massivem Widerstand von Verbänden und der Öffentlichkeit wieder aufgeben.

Klaveness (45) ist eine kritische Stimme im Weltfußball, die sich etwa für Frauenrechte einsetzt. Infantino will sich eigentlich am 18. März kommenden Jahres in Rabat (Marokko) für eine dritte und letzte Amtszeit von vier Jahren als FIFA-Chef wählen lassen. Kandidaten müssen bis zum 18. November ihre Bewerbung einreichen.