Als er Profi wurde, starb sein Papa an KrebsFrüherer Bayern-Star spricht offen über den Tod seines Vaters

„Für ihn war es ein Traum, dass ich es schaffe”
Im Februar 2009 unterschreibt Holger Badstuber (36) beim FC Bayern München seinen ersten Profivertrag. Einen Monat später stirbt sein Vater Hermann an den Folgen eines Krebsleidens. Für den 31-maligen Nationalspieler ein schrecklicher Rückschlag – und gleichzeitig Motivation, alles für den gemeinsamen Traum zu geben.
Badstuber zum Tod seines Vaters: „Der Fußball hat mir auch Halt gegeben”
„Jetzt erst recht, jetzt den Traum von meinem Vater und meinen natürlich auch zu verwirklichen, das war Ansporn hoch zehn”, erzählt der ehemalige Profi vom FC Bayern München und dem VfB Stuttgart im Sport1-Podcast „Deep Dive“ über seine Gedanken unmittelbar nach dem Tod seines Vaters.
Und weiter: „Fußball war prägend bei uns. Ich wusste, dass es für meinen Vater ein Traum war, dass ich es schaffe. Zu der Zeit war es noch nicht der Fall, zuvor hatte er noch meinen ersten Profivertrag mitverhandelt, aber ob ich es schaffe, hat er nicht mehr miterlebt.”
Badstuber wurde im August 2009 erstmals als Profi in der ersten Mannschaft der Münchner eingesetzt, da war sein Vater schon fünf Monate nicht mehr auf der Erde. Wie er diesen Schock verarbeitet hat? „Natürlich hat es eine Zeit gedauert, aber der Fußball hat mir auch Halt gegeben”, sagt Badstuber.
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„Ich glaube, es würde ihn heute stolz machen”
So tragisch der Verlust für ihn auch war, eine gewisse Kraft konnte er aus der schmerzhaften Erfahrung auch ziehen. „Ich habe da im Umkehrschluss eine gewisse Stärke draus gezogen und wollte es jedem beweisen”, sagt er. Und wie er es tat. Mit den Bayern gewann er im Jahr 2013 die Champions League, wurde sechsmal Deutscher Meister und holte dreimal den DFB-Pokal. Mit der deutschen Nationalmannschaft wurde er bei der WM 2010 Dritter.
Und obwohl er mehrmals aufgrund von Verletzungen in seiner Karriere zurückgeworfen wurde (zwei Kreuzbandrisse, ein Sehnenriss, ein Muskelriss, ein Sprunggelenksbruch), ist Badstuber sicher, dass sein Papa mehr als zufrieden mit seinem Sohn gewesen wäre. „Ich glaube, es würde ihn heute stolz machen, jetzt zu sehen, was für eine Karriere ich eingeschlagen habe. Wie meine Karriere verlaufen ist, ist es natürlich auch ein Auf und Ab gewesen. Aber ich glaube, im Leben geht es darum, durch die tollen Zeiten, aber auch durch die schweren Zeiten zu gehen. Das stärkt die Persönlichkeit, das lässt dich wachsen”, sagt Badstuber.
Schon Trainer-Legende Hermann Gerland (71) hatte bei ihm früh eine besondere Reife beobachtet. „Er war schon als Nachwuchsspieler in allen Punkten gut oder sehr gut. Er war sehr früh ein kompletter Spieler”, sagte Badstubers Ziehvater bei den Bayern im Jahr 2017 in einem Interview mit der Stuttgarter Zeitung.
Und dazu hat mit Sicherheit auch Holger Badstubers Vater seinen zu Lebzeiten seinen Beitrag geleistet.
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Verwendete Quellen: Sport1, Stuttgarter Zeitung, RTL







