„Ich habe zu Hause nie geduscht“Weltmeister gibt intime Einblicke in sein Hygieneleben

Christoph Kramer
Christoph Kramer plaudert in einem Podcast auf WDR 2 über die vielen Privilegien als Profifußballer – und die damit einhergehenden Problemchen
IMAGO / DeFodi Images

Äh, warum funktioniert die Dusche nicht?
Eigentlich ist Christoph Kramer (35) ja rundum versiert. Er kann geradeaus kicken, geradeaus reden – und seit einiger Zeit auch geradeaus schreiben. In einem Podcast verrät der Weltmeister und Bestsellerautor nun, vor welch schier unüberwindbare Hürden er sich gestellt sah, als ihm nach dem Ende seiner Profikarriere als Fußballer nicht mehr der Allerwerteste hinterhergetragen wurde – dieser aber dringend mal zu Hause geduscht werden musste.

„Wo ist die nette Dame, die mir das Frühstück macht?”

Bei den Max Mustermanns dieser Welt läuft es ja mit Tagesanbruch in etwa so: Aufstehen, duschen, Kaffee machen, frühstücken. Alles selber machen. Bei Christoph Kramer – stellvertretend hier für alle Profifußballer – sah der Alltag hingegen komplett anders aus. „Ich bin zum Training gefahren, habe da gefrühstückt, hab geduscht, habe trainiert, habe Mittag gegessen”, erzählt der Weltmeister von 2014 in einem Podcast auf WDR 2 über seine Privilegien als Berufsfußballer.

Will heißen: Eigentlich musste man sich um nichts kümmern, was auch nur ansatzweise den Fokus vom Ballspiel verrücken könnte. Auswüchse, die zwar allgemein bekannt sind, die man sich aber immer mal wieder vor Augen führen darf.

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Entsprechend groß ist die Fallhöhe, wenn ebenjene „Vorzüge” des täglichen Pamperns wegfallen. Das fängt schon damit an, dass man hilfesuchend um sich schaut und sich fragt: „Wo ist die nette Dame, die mir das Frühstück macht?”, verrät Kramer.

Kramers großer Duschcast

Wild wird es auch in Sachen Tageshygiene. Nicht, dass man als Profifußballer in den Genuss eines professionellen Einseifers gekommen wäre, aber es war eben alles da, was man brauchte. Und es war funktionsfähig. Auch da musste sich Kramer nach dem Ende seiner Profikarriere erst einmal komplett neu orientieren. „Ich habe ja zu Hause nie geduscht. Meine Dusche funktionierte erst mal nicht, da musste erst mal jemand kommen. Ich brauchte einen neuen Duschkopf, also kein Scherz, weil da einfach viele Jahre niemand geduscht hat”, sagt Kramer, dessen verschmitztes Grinsen man sogar durchs Radio sehen kann.

Überhaupt scheint das Thema Duschen Kramer nachhaltig zu bewegen. Zuletzt plauderte er im Podcast „Die Waffeln einer Frau” bei Barbara Schöneberger aus dem Nähkästchen, wie es bei den Profis beim Rudelduschen zugegangen ist und wie es sich entwickelt hat: „Früher haben wir alle nackt geduscht. Und jetzt würde ich sagen, duschen 80 Prozent mit Boxershorts. Am Ende meiner Karriere, wenn zwölf Mann gleichzeitig geduscht haben, waren zwei davon nackt. Und die waren meistens über 30.”

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Kramer verlängert als TV-Experte und bringt zweiten Roman raus

Über 30 ist Kramer derweil schon seit fünf Jahren. Und mittlerweile scheint er auch soweit alltagstauglich zu sein. Wie sehr ihm seine langjährige Freundin Celina Kramer (vormals Scheufele), mit der er seit 2019 verheiratet ist, unterstützt hat, sagt er nicht. Möglicherweise hat er es aber auch ganz aus eigener Kraft geschafft. Schließlich hat Kramer in seinem Leben schon allerhand Erstaunliches auf die Beine gestellt.

Noch während seiner aktiven Zeit bei Borussia Mönchengladbach (bis 2024) ist er als Experte beim ZDF (seit 2018) beflissen-amüsant tätig. Zuletzt verlängerte er seinen Vertrag dort bis nach der EM 2028. Nebenbei ging er auch noch erfolgreich unter die Autoren. Sein Debüt „Das Leben fing im Sommer an” eroberte die Spiegel-Bestsellerliste, aktuell ist sein zweiter Roman „Wolkenberührungspunkt” auf dem Markt.

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Und auch Sport treibt er noch wie ein Wahnsinniger: Laufen, Padel, Pumpen. „Ich weiß nicht, ob ich jemals schon so gut in shape war wie jetzt gerade, weil ich kann jetzt auch ein bisschen auf Optik gehen. Davor musste ich immer gucken, dass ich so drahtig bleiben”, sagt Kramer. Denn eine Sache sei klar: „Wenn ich keinen Sport mache, werde ich unausstehlich.” Und wie er danach duscht, weiß er ja mittlerweile.

Verwendete Quellen: WDR 2, Hamburger Morgenpost, eigene RTL-Recherche