Dank Bayern und FreiburgSo sichert sich die Bundesliga neun Europapokal-Plätze

15.04.2026, Allianz Arena, München, Championsleague, FC FC Bayern Munich vs Real Madrid , im Bild Michael Olise (München) freut sich über sein Tor [goal] mit Joshua Kimmich (München)
So wie Joshua Kimmich Michael Olise trägt, schultert auch der FC Bayern die Europapokal-Hoffnungen der Bundesliga.
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Was haben der FC Bayern und der SC Freiburg gemeinsam? Sie tragen die Hoffnungen der Fußball-Bundesliga auf neun Startplätze für die internationalen Wettbewerbe. Dafür muss allerdings noch einiges glattgehen.

Mit Bayern München und dem SC Freiburg sind gleich zwei Bundesligaklubs in die Halbfinals der internationalen Wettbewerbe vorgestoßen - die Erfolge der beiden Teams nähren auch die Hoffnungen auf den fünften und sogar sechsten Champions-League-Platz für die höchste deutsche Spielklasse in der kommenden Saison.

Von Freiburg wird da keine Kleinigkeit verlangt - der Klub müsste die Europa League gewinnen und sich somit ein direktes Startrecht für die Königsklasse ergattern. Außerdem müsste Deutschland im UEFA-Saisonranking Spanien noch vom zweiten Platz verdrängen, was für die Liga ebenfalls mit einem zusätzlichen Champions-League-Platz belohnt würde.

Nach den Viertelfinal-Rückspielen in der Europa League und Conference League ist der Rückstand der Bundesliga auf die spanische La Liga weiter gesunken - trotz des Viertelfinal-Aus des FSV Mainz 05 in der Conference League gegen Racing Straßburg. Noch liegt Spanien mit einem Wert von 21,406 Punkten auf Rang zwei, Deutschland lauert jedoch nur knapp dahinter mit 21,214 Punkten. Die beiden besten Verbände jeder Spielzeit erhalten einen zusätzlichen Startplatz für die Königsklasse.

Unangefochtener Spitzenreiter bleibt die englische Premier League (26,569), von der noch vier Klubs Europacup-Sieger werden können. Der FC Arsenal spielt in der Champions League, Aston Villa und Nottingham Forest stehen sich im Halbfinale der Europa League gegenüber, Crystal Palace qualifizierte sich für das Halbfinale der Conference League.

Deutschland kann noch mit Freiburg und dem FC Bayern (Champions League) punkten, Spanien hat in Atlético Madrid (Champions League) und Rayo Vallecano (Conference League) ebenfalls noch zwei Vertreter im Rennen. Mit Real Madrid und Celta Vigo eliminierten die beiden Bundesligisten gleich zwei spanische Konkurrenten in direkten Duellen, zudem scheiterte der FC Barcelona in der Champions League im nationalen Duell an Atlético Madrid.

Im Viertelfinale der Europa League hatte auch Betis Sevilla gegen Sporting Braga das Nachsehen. Der einzige verbliebene spanische Vertreter in Europa neben Atlético ist daher Rayo Vallecano. Das Team setzte sich in der Conference League trotz einer 1:3-Niederlage im Rückspiel knapp gegen AEK Athen durch, da Rayo das Hinspiel mit 3:0 gewann.

Aufgrund der momentanen Konstellation sind für Bundesliga noch neun Europacup-Startplätze möglich, statt der sechs festen, die ihr gemäß der Fünfjahreswertung der Europäischen Fußball-Union über die Liga zustehen. Dafür müssen drei Bedingungen erfüllt werden:

(1) Die Bundesliga belegt einen der beiden ersten Plätze im UEFA-Saisonranking. Das wird von der UEFA mit einem zusätzlichen Champions-League-Platz belohnt.

(2) Freiburg gewinnt die Europa League und qualifiziert sich nicht über die Liga für einen internationalen Wettbewerb. Als Europa-League-Gewinner dürften die Breisgauer aber dennoch in der Königsklasse spielen.

(3) Den DFB-Pokal gewinnt ein Team, das sich über die Liga für die Champions League oder Europa League qualifiziert. In dem Fall geht das Startrecht für die Europa League für den nationalen Pokalgewinner an die Liga. Da drei der vier Halbfinalisten (FC Bayern, VfB Stuttgart und Bayer Leverkusen) zurzeit zu den Top-5 gehören, sind die Chancen dafür groß.

Verwendete Quellen: ara/dpa/sid