Blamage im DFB-PokalHeidenheim geht bei Viertligist komplett unter

Der 1. FC Heidenheim blamiert sich im DFB-Pokal bei Viertligist Jeddeloh II bis auf die Knochen. Defensivpatzer, ein Elfmeterfehlschuss und ein gnadenloser Gegner sind zu viel für den Bundesliga-Absteiger. Daran kann auch späte Ergebniskosmetik nichts ändern.
SSV Jeddeloh II - 1. FC Heidenheim 5:2 (3:1)
Bundesliga-Absteiger 1. FC Heidenheim hat sich ohne seinen gesperrten Trainer Frank Schmidt kräftig blamiert. Der Fußball-Zweitligist unterlag in der ersten Runde des DFB-Pokals beim Regionalligisten SSV Jeddeloh II in Oldenburg mit 2:5 (1:3) und scheiterte erstmals seit fünf Jahren an der Auftakthürde.
Schmidt verfolgte das Spiel nach seiner Roten Karte gegen den Hamburger SV in der vergangenen Pokal-Saison fassungslos von der Tribüne aus. Nach der frühen Führung durch Yannik Wagner (12.) offenbarten die Gäste besonders in der Defensive große Schwächen. Schon in den ersten beiden Saisonspielen musste Heidenheim sieben Gegentore (drei Punkte) hinnehmen.
Nach dem Ausgleich durch Kamer Krasniqi (14.) unterlief Jan Schöppner ein Eigentor (27.). Haris Hyseni erhöhte für den Außenseiter (29.), Heidenheim wirkte geschockt und hatte auch im Offensivspiel Probleme.
Schmidt wurde im Innenraum von Bernhard Raab vertreten, dieser wechselte zur zweiten Halbzeit drei frische Kräfte ein. Die Gäste erhöhten den Druck, der eingewechselte Budu Siwsiwadse scheiterte mit einem schwach geschossenen Foulelfmeter aber an Torhüter Moritz Onken. Auf der anderen Seite sorgte Hyseni mit einem verwandelten Foulelfmeter für die Entscheidung (70.), Tim Janßen schenkte den enttäuschenden Heidenheimern den nächsten Treffer ein (72.). Die Gäste kamen spät durch Mikkel Kaufmann zu ihrem zweiten Treffer (89.).
SpVgg Greuther Fürth - VfL Bochum 1:2 (0:1)
Der VfL Bochum hat das einzige Zweitligaduell in der ersten Runde des DFB-Pokals für sich entschieden. Die gnadenlos effiziente Mannschaft von Trainer Uwe Rösler setzte sich bei der SpVgg Greuther Fürth mit 2:1 (1:0) durch und zog wie in der vergangenen Saison in die nächste Runde ein.
Christian Rasmussen (25.) und Philipp Hofmann (64.) trafen für die Bochumer, die ihren zweiten Pflichtspielsieg nacheinander feierten. Maxim Dal (77.) erzielte den Anschlusstreffer für die Fürther. Dennoch muss die Mannschaft von Trainer Heiko Vogel, die zuletzt das Frankenderby gegen den 1. FC Nürnberg (2:4) verloren hatte, weiter auf ihren ersten Saisonerfolg warten. Am 12. September bietet sich Fürth beim Wiedersehen mit Bochum in der 2. Fußball-Bundesliga zumindest die Chance auf eine kleine Revanche.
Die Anfangsphase gehörte den Gastgebern, zwingende Chancen erspielten sich die Fürther aber nicht. Bochum nutzte nach einem Fehlpass von Ole Pohlmann im Aufbau hingegen die erste richtige Möglichkeit direkt. Die Spielvereinigung war um den Ausgleich bemüht, VfL-Keeper Timo Horn war bei den Versuchen von Felix Klaus (29.) und Shinta Appelkamp (40.) jedoch zur Stelle. Auch nach der Pause war Fürth die deutlich aktivere Mannschaft, doch wieder schlug Bochum zu.
Verwendete Quellen: lme/sid



