Später zeigt er ReueTennis-Rüpel schlägt Zuschauer Ball ins Gesicht und wird disqualifiziert

Plötzlich verliert er wieder die Beherrschung.
Nach einem verlorenen Punkt gegen Novak Djokovic (39) schlägt Daniil Medvedev (30) den Ball in Richtung Zuschauer und trifft ihn schmerzhaft. Danach wird der als Tennis-Rüpel bekannte Russe disqualifiziert. Die Szene seht ihr oben im Video.

Ausraster mit Tradition, aber Medvedev spricht von „Unfall”

Dieses Match hatte vieles, was das Tennisherz begehrt. Und vieles, was eigentlich keiner braucht. Während sich Djokovic und Medvedev im Halbfinale des ATP-Turniers in Peking die Bälle sehenswert um die Ohren hauen, gehen mit Medvedev mal wieder die Gäule durch.

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Der Russe schlägt gegen Ende des zweiten Satzes nach einem verlorenen Punkt den Ball ins Publikum und trifft dabei einen Zuschauer im Gesicht. Der Besucher muss mit offensichtlichen Schmerzen von der Tribüne geführt werden.

Djokovic wird beim Stand von 7:5, 5:3, 15:15 nach knapp zweieinhalb Stunden zum Sieger erklärt und trifft im Endspiel an diesem Dienstag auf den Australier Alex de Minaur.

Medvedev hingegen schleicht wie ein geprügelter Hund vom Court. Später beteuert er, nicht mit Absicht gehandelt zu haben. „Es tut mir sehr leid für den Zuschauer. Ich versuche, mit ihm Kontakt aufzunehmen, falls er das wünscht”, sagt er laut der L’Équipe und betont, dass es sich nicht um Absicht gehandelt habe: „Es war hundertprozentig ein Unfall. Man kann sehen, dass ich den Ball nicht aus Wut geschlagen habe.”

Daniil Medvedev
Daniil Medvedev trottet nach seiner Disqualifizierung vom Platz.
IMAGO / Xinhua

Das ist zwar insofern korrekt, als er den Ball nicht wie ein Berserker auf die Tribüne prügelt, aber er schlägt ihn eben auch grundlos dorthin und nimmt etwaige „Opfer” in Kauf.

Boris Becker „riet” Medvedev bereits zu professioneller Hilfe

Ohnehin ist Medvedevs Glaubwürdigkeit durch zahlreiche Ausraster in seiner Karriere ein wenig geschmälert, wenn man es wohlwollend ausdrücken will.

Ein Auszug seiner Skandal-Akte: Im November 2023 zeigt er den Zuschauern beim Masters in Paris-Bercy den Mittelfinger, weil sie ihn auspfeifen. Bei einem Schlägerwurf im September 2024 beim Laver Cup in Berlin trifft er beinahe eine Fotografin. Im August 2025 rastet er bei den US Open dermaßen aus, dass Tennis-Experte Boris Becker laut überlegt, ob er möglicherweise professionelle Hilfe braucht.

Nun also der nächste Aufreger um Nervenbündel Medvedev, der selbst die lebende Legende Djokovic bewegt. „Ich bin ein bisschen geschockt. Es tut mir leid für die Person. Ich hoffe, sie ist nicht verletzt”, sagt der Serbe, der noch nie in Peking ein Match verloren hat. Medvedev dort hingegen einmal mehr seine Nerven ...

Verwendete Quellen: sid, dpa, bluewin.ch, eigene RTL-Recherche