Tipps und TricksGefakte Buchungsseiten für Ferienhäuser: So falle ich nicht drauf rein

Der nächste Urlaub kommt bestimmt!
Egal, welche Jahreszeit gerade herrscht: Es kann niemals zu früh sein, den nächsten Sommerurlaub klarzumachen. Oder sich mal kurz in entfernte Regionen wegzuträumen. Die Webseiten diverser Ferienhausanbieter machen es möglich, sich schon mal detailliert kundig zu machen, wie es an eurem Traumziel aussieht. Lese-Tipp: Ferienwohnung oder Ferienhaus finden - so gelingt die Suche im Netz
Vorsicht
Wie so ziemlich überall im Internet lauert auch hier der Betrug. Viele Portale wirken täuschend echt, doch wer darüber sein Traumferienhaus bucht, könnte eher in einem Albtraum landen. Wie dreist uns Fake-Buchungsseiten täuschen – und mit welchen Tipps Sie nicht darauf reinfallen!
Hochglanz-Websites und nichts dahinter
Die Websites sehen auf den ersten Blick seriös aus: Hochauflösende Bilder von Traumferienhäusern und eine Suchmaske, wie man sie üblicherweise von Buchungsportalen kennt. Es gibt eine stattliche Auswahl an Ferienimmobilien, ein Impressum, ein Bild der vermeintlichen Inhaberin, Kontaktdaten, Siegel – alles wirkt seriös, auch wenn man sich etwas weiter durchklickt. Meist dauert es nicht lange, bis der Betrug auffällt, doch für viele ist es dann schon zu spät – das Geld ist weg, ebenso wie die Website. Doch so schnell, wie sie verschwinden, tauchen neue auf, denn diese Fake-Portale sind ein professionelles und lukratives Geschäft.
Geld weg, aber trotzdem kein Ferienhaus
Auf einen zweistelligen Millionenbetrag schätzt der Verband Deutscher Ferienhausagenturen (VDFA) die Schäden, die Urlaubern schon entstanden sind. Sie sind auf gefälschte Seiten und deren vermeintlich professionellen Anstrich reingefallen, haben Tausende Euro gezahlt - und standen am Ende ohne Ferienhaus und ohne das gezahlte Geld da.
Darauf solltet ihr achten, um nicht auf Fake-Angebote reinzufallen:
Um Ferienhaus-Betrügern nicht auf den Leim zu gehen, haben Branchenverbände und Verbraucherschützer die folgenden Tipps:
Preise: Ist das Ferienhaus extrem günstig, sollten die Alarmglocken schrillen. Für Fake-Angebote sei das typisch, warnt die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Der Rat: Mit anderen Angeboten in der Gegend vergleichen. Das gibt Aufschluss darüber, ob der Preis realistisch sein kann.
Impressum: Verfügt die Website über gar kein Impressum - generell Finger weg! Aber wie das Beispiel der eingangs genannten Fake-Seiten zeigt: Selbst auf ein vermeintlich seriöses Impressum mit Kontaktadresse, Steuernummer und weiteren Angaben kann man nicht blind vertrauen. Betrüger kopieren hier teils schamlos Daten von anderen Websites. Der Rat: Diese Daten prüfen und gegebenenfalls bei Verbänden, Vermittlungsagenturen oder örtlichen Tourismusverbänden nachfragen, ob der Anbieter und die Immobilie existieren.
Vorkasse: Eine Anzahlung des Reisepreises in Höhe von 10 bis 30 Prozent ist bei Ferienhausbuchungen üblich. Betrüger aber verlangen laut den Verbraucherschützern oft den Gesamtpreis im Voraus, zum Teil über Transferdienste wie Western Union oder Moneygram. Der Rat: Nicht darauf eingehen. Wenn man doch zahlt (bei Last-Minute-Buchungen etwa wird oft direkt der Gesamtpreis fällig), dann im Zweifel lieber per Lastschrift oder Kreditkarte. So lässt sich das Geld im Betrugsfall gegebenenfalls durch die Bank zurückbuchen.
Siegel: Sie sollen für eine gewisse Qualität und Seriosität des Anbieters bürgen. Unter anderem vergibt der Deutsche Ferienhausverband ein Siegel. Doch natürlich machen Betrüger auch davor nicht Halt und packen mitunter ein Bild des Siegels auf ihre Webseite. Der Rat: Auf das Siegel klicken. Nur verlinkte Siegel sind echte Siegel, sagt Göran Holst. Nach dem Anklicken erhält man die Info, dass die Seite das Siegel zu Recht trägt.
Absicherung bei seriösen Plattformen
Über eine seriöse Vermittlungsplattform zu buchen, ist also unbedingt empfehlenswert, um nicht Betrügern aufzusitzen. Denn dort werden auch die Vermieter in der Regel auf Herz und Nieren geprüft.
Generell gilt: Man sollte im Zweifel immer über die Plattform buchen. Teils bieten Vermieter den Urlaubern an, die Ferienhaus-Buchung direkt abzuwickeln, um die fälligen Servicegebühren für das Vermittlungsportal zu sparen, die durchaus mehrere Hundert Euro betragen können. Doch Vorsicht: Mit dem Verlassen der Plattform verlässt man auch deren Schutzmechanismen - gerät man an Betrüger, gibt es vom Portal dann definitiv kein Geld zurück.
Einen Überblick über seriöse Anbieter, sowie Warnungen vor betrügerischen Plattformen findet ihr zum Beispiel auf der Website des Verbandes Deutscher Ferienhausagenturen (VDFA)









