Kampf gegen den SchmutzDreame X60 Pro Ultra Complete im Test – ein Saugroboter mit Ecken und Kanten?

Putzen gehört nicht zu euren liebsten Haushaltsaufgaben? Dann kann ein Saugroboter ein echter Gamechanger sein.
Der neue Dreame X60 Pro Ultra Complete soll das Unmögliche möglich machen: saubere Kanten, bis zu zehn Zentimeter hohe Schwellen übersteigen und so gut saugen wie kein anderes Modell. Wir haben Dreames Flaggschiff getestet – und sind hin und weg.
Zusammenfassung: Ein Traum von Saugroboter – mit kleinen Makeln
Der Dreame X60 Pro Ultra Complete* ist ein Koloss an Saugroboter und zeigt sich im Praxistest wirklich stark. Dank verlängertem Putzarm reinigt er Kanten mühelos, gleitet fast schon über jeden Bodentyp und saugt und putzt wie eine feine Putzelfe. Die App ist erstaunlich einfach zu verstehen, das Design punktet mit Eleganz. Wäre da nur nicht der ein oder andere Unfall, den das Modell im Test baut. Diese kleinen Feinheiten könnten aber über ein Software-Update lösbar sein. Saugleistung, Kantenreinigung und die grundsätzliche Bedienung sind überzeugend. Spannendes Modell!
Produktinfos im Überblick:
Reinigungsmethode: Saugen, Wischen
Saugkraft: 42.000 Pa
Geeignet für: Hartboden, Teppichboden
Besonderheiten: Selbstreinigung, Absturzsensor, beutellos, Hinderniserkennung, Schwellenüberschreitung, integrierte Beleuchtung, ausfahrbarer Mopparm
Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.
Elegantes Design, das wirklich überall reinpasst

Aber fangen wir von vorne an: Der Dreame X60 Pro Ultra Complete ist schick, wenn nicht sogar schon fast elegant. Der 4,6 Kilogramm schwere Saugroboter ist 35 Zentimeter breit und knapp neun Zentimeter hoch. Mit seiner Station ist das Modell weitaus sperriger. Dennoch: Mit den Maßen 50 mal 39 mal 45,6 Zentimeter passt auch diese wunderbar in die ein oder andere Nische. Und da glänzt sie – im wahrsten Sinne des Wortes. Der Klavierlack schenkt dem minimalistischen Saugroboter einen anmutigen, edlen Look, ist aber auch ein Staubfänger. Ja, der Dreame ist ein Eyecatcher, einer der hübscheren Saugroboter auf dem Markt.
Alles easy? Viel Zubehör, eine gute App und eine leichte Bedienung
Neben der großen Dockingstation kommt der Dreame-Saug- und Wischroboter mit allerlei Zubehör: ein zusätzliches Bürsten-Set, drei Wishpad-Paare, falls die anderen hinüber sind, zwei Staubbeutel, Staubbehälter-Filter und eine Flasche Reinigungslösung.
Für die Inbetriebnahme und Bedienung braucht es übrigens eine Dreame-App. Im Test lässt sich diese schnell installieren, ist leicht verständlich und lässt keine Fragezeichen offen. Klare Symbole und Anweisungen machen die Installation wirklich easy. So easy, dass es binnen weniger Minuten gleich losgehen kann. Besonders süß: Dreame hat lustige Features inkludiert, wie kleine Schnappschüsse über die Kamera des Saugroboters, sobald ein Haustier gesichtet wird. Leider können wir im Test diese Bilder nicht ausfindig machen, eine süße Spielerei ist das trotzdem.
Aller Anfang ist schwer: Dreame X60 Pro Ultra Complete und seine Kartografierung
Nachdem der Dreame in seiner Station auflädt, der Wassertank gefüllt und das Reinigungsmittel hinzugefügt ist, beginnt der große Spaß. Zu Beginn fährt der Saug- und Wischroboter die Wohnung ab, um eine etwaige Karte zum Reinigen zu erstellen. Ohne Wischen und Saugen gleitet er im Test über das Parkett und macht dabei einen wirklich guten Job. Hindernisse erkennt er gut, alle Räume werden gut befahren. Und da wird einer seiner größten Vorteile sichtbar: In der Altbauwohnung im Test gibt es einige Schwellen, die knapp sieben Zentimeter hoch sind. Um diese zu überwinden, türmt sich der Dreame-Saugroboter auf und bewegt sich so über die Kante – das sieht holprig aus, funktioniert aber super.

Bei der Kartografierung passiert allerdings ein kleines Missgeschick: Der Dreame stößt hinter der Türschwelle gegen den Mülleimer und fährt sich fest – das kann mal passieren. Durch die Sprachsteuerung und die App wird der kleine Unfall kommuniziert. Die Lösung: Mülleimer wegstellen und weitermachen. Danach läuft alles reibungslos.
Saugstarke Leistung überzeugt
Als der Saugroboter dann mit dem Saugen und Wischen beginnt, zeigt er, worin er der Star ist: Denn er fährt die Wohnung nicht nur gut ab, er nimmt jede Kante mit, saugt und wischt an Fußleisten entlang und schafft damit das, was viele Saugroboter nicht schaffen: Eine saubere Bodenfläche, die nachträglich nicht nochmal nachgeputzt werden muss. Selbst in schwierige Winkel quetscht er sich. Warum das so gut klappt? Seine Bürste kann er bis zu zwölf Zentimeter ausfahren, seinen Mopp sogar bis zu 18 Zentimeter. Und genau das macht er großartig. Vom Putzergebnis sind wir überzeugt. Einen Handstaubsauger braucht es nachträglich nicht mehr.

Durch seinen schmalen Bau (Höhe 8,9 Zentimeter) schießt er im Test auch unter alle Side- und Lowboards in der Wohnung. Und da hat er ordentlich zu tun, schließlich hat sich über einige Zeit einiges an Staub gesammelt. An der zunehmenden Lautstärke erkennen wir, dass die Saugleistung beträchtlich steigt. Das Resultat: Die längst vergessenen Ecken sind endlich wieder von Staub befreit. Danach fährt er mühelos in die Aufladestation zurück, um sich zu reinigen. Wir haben es ja verstanden, unter den Regalen war es sehr dreckig. Und mit „sehr“ meinen wir wirklich seeehr!

Große Besonderheit: Da in der Altbauwohnung aus dem Test auch ein Zwergspitz haust, liegen überall Tierhaare. Damit hat der Saugroboter keine Probleme. Sie verfangen sich weder in der Bürste, noch werden sie ausgelassen. Normale Staubsauger streiken hier bereits oder verkeilen sich in den Haaren. Einfach top!
Wisch und weg? Der Kampf gegen hartnäckige Flecken und Teppiche

Mit einer Saugleistung von 42.000 Pascal schafft der Dreame-Saugroboter auch ohne Probleme Teppiche. Der Wohnzimmerteppich ist nach dem Test schön sauber, und auch in der Küche befreit er den kurzflorigen Teppichläufer von Krümeln und Staub. Die Shopping-und-Service-Redaktion fordert den Dreame C60 Pro Ultra Complete allerdings mit hartnäckigen Flecken auf dem Laminat heraus: Die eingetrockneten Soßenflecken erkennt und wischt er im Test weg, als sei nichts gewesen. Der Boden danach? Blitzeblank.
Ein kleiner Unfall? Eher ein Software-Fehler!
Beim Saugen durch den Flur kommt es dann trotz aller Zufriedenheit plötzlich zu einem Saugunfall. Oder wie sagen wir besser? Der Dreame hat ihn nicht einmal als solchen wahrgenommen. Denn seine Bürste verfängt sich in einer Lichterkette und saugt freudig weiter, als wäre nichts. Dabei zieht er die Kette durch den Flur. Nur durch das Geräusch werden wir aufmerksam und müssen den Saugroboter manuell stoppen und die Kette herausziehen. Dass er nicht selber blockiert und stoppt, ist etwas schade und sollte nicht passieren. Wir vermuten aber, dass sich das mit einem Software-Update beheben lassen dürfte.

Beim nächsten Mal verstecken wir die Lichterkette und geben in der App an, dass die Stelle nicht gesäubert werden soll. Damit hat sich das Problem erledigt.
Starke Akkuleistung, effektive Selbstreinigung
Bei einer Wohnung mit 50 Quadratmetern braucht der Saugroboter seinen Akku nicht zwischendrin aufzuladen. Laut Dreame soll das Modell bei leerem Akku innerhalb von 5,5 Minuten auf 24 Prozent aufladen. Das ist super, wenn der Rest der Wohnung noch geputzt werden muss. Die Selbstreinigung ist auch erstaunlich gut, binnen einer Stunde sind die Wischmopps sauber. Der Dreame-Sauger wäscht laut Herstellerangaben die Mopps bei bis zu 100 Grad Celsius und trocknet sie anschließend bei 45 Grad Celsius. In der App kann das auch in einem Energiesparmodus geschehen. Generell: Die App bietet etliche Möglichkeiten, die Bedienung individuell zu gestalten: Ruhemodi, Haustierüberwachung und vieles mehr sind weitere Spielereien, die den Dreame noch spannender gestalten.
Und wie hat der Vierbeiner im Haus reagiert? Der fand den Saugroboter während des Tests und danach außerordentlich interessant. Beim Saugen und Wischen war ihm der Dreame X60 Pro Ultra Complete dann aber nicht so geheuer. Kein Wunder – so wie der Saugroboter über den Boden gleitet, wirkt er schon fast wie ein zweites Haustier. Macht nur eben nicht den Dreck, sondern beseitigt ihn.
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Testfazit: Der Dreame X60 Pro Ultra Complete ist ein echt starker Saugroboter
Der Dreame-Saugroboter im Test macht richtig Spaß. Er glänzt da, wo andere Saugroboter Probleme haben: Ecken, Kanten, Türschwellen – alles das packt er wie ein Großer. Das Saug- und Wischergebnis ist wirklich überzeugend. Überragend ist es, wie gut er an die Kanten heranfährt und den Dreck entfernt. Der Dreame beweist, dass Saugroboter 2026 schon so viel mehr können als vor etlichen Jahren. Eine Top-App, ein stilvolles Design und eine intuitive Bedienung lassen über den einen oder anderen Fauxpas hinwegsehen. Mit ein paar Kniffen lassen sich auch diese schlichtweg vermeiden. Mit einem kleinen Update dürften die dennoch behoben sein. Der Dreame X60 Pro Ultra Complete macht eine gute Figur und ist ein Saugroboter, der zum wahren Putzhelfer wird – bei Flecken, Dreck und Staub.
Verwendete Quellen: dreame.de, eigene RTL-Recherche
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