Teppichkante, Türschwelle & Co.Saugroboter im Haus? An diesen fünf Dingen scheitern die meisten Modelle

Eine Frau steht in der Küche mit einem kaputten Staubsaugerroboter
Saugroboter sind praktisch – bis sie an der Türschwelle hängen bleiben oder die Ecken vergessen.
gettyimages.de/sigridgombert

Füße hoch, während der Roboter schuftet? Klingt traumhaft, endet im Alltag aber oft in einer Rettungsmission für den kleinen Haushaltshelfer.
Wir alle kennen diese Vorstellung: Wir sitzen gemütlich mit einem Kaffee auf dem Sofa, während unser treuer Saug- und Wischroboter lautlos und perfekt den Dreck der Woche beseitigt. Die Realität? Sieht oft eher so aus, dass wir panisch hinterherlaufen, weil sich der kleine Kerl mal wieder im Ladekabel verfängt, kläglich an der Teppichkante verhungert oder unter der Couch feststeckt. Wir haben gecheckt, was die neueste Technik-Generation dagegen tun soll.

1. Ecken werden oft nur so halb sauber

Der Roboter zieht seine Bahnen, fährt stolz zurück zur Station – und in den Zimmerecken liegt immer noch der Staub von letzter Woche. Da die meisten Geräte rund gebaut sind, kommen sie physikalisch einfach nicht bis ganz in den Winkel hinein. Um diesen Frust zu beenden, verbauen Premium-Hersteller in ihren Flaggschiffen immer öfter mechanische Innovationen, wie jüngst die chinesische Marke Dreame: Der brandneue X60 Pro Ultra Complete* wird mit ausfahrbaren Reinigungsarmen ins Rennen geschickt: Die Seitenbürste soll sich bis zu zwölf Zentimeter ausfahren lassen, der Wischmopp sogar bis zu 18 Zentimeter. So werden Kanten, Sofa-Lücken und Fußleisten besser erreicht als bei klassischen Modellen, verspricht Dreame.

Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.

2. Hohe Schwellen bleiben der Endgegner

Viele Standard-Modelle kapitulieren bereits bei einer Teppichkante von zwei Zentimetern oder den typischen Holzschwellen im Altbau. Sie fahren sich fest, die Räder drehen durch und am Ende hilft nur manuelles Tragen. Dass die Hersteller hier aufrüsten, zeigt ein Blick auf die Datenblätter: Das Modell Roborock Saros 20* soll laut Produktbeschreibung Schwellen von bis zu 8,8 Zentimetern meistern.

Noch einen Schritt weiter geht Dreame beim bereits erwähnten X60 Pro Ultra Complete*: Dank der sogenannten ProLeap-Technologie soll der Saugroboter einfache Stufen bis zu fünf Zentimetern und doppelte Absätze von sogar bis zu zehn Zentimetern überwinden können. Dafür arbeitet das Gerät mit ausfahrbaren Beinen und Schwenkarmen – klingt ein bisschen nach Mini-Roboter aus einem Science-Fiction-Film, könnte im Alltag aber ziemlich praktisch sein.

Mehr dazu lesen: Neuer Saugroboter soll über Hindernisse klettern können

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3. Stundenlanges Warten im Dock

Ihr habt spontan Besuch und die Wohnung müsste dringend einmal komplett gesaugt werden? Doof, wenn dem Roboter nach der Hälfte des Wohnzimmers der Saft ausgeht. Viele Modelle laden dann erst einmal zwei bis drei Stunden auf, bevor sie die Arbeit fortsetzen. Hier punkten moderne High-End-Akkus. Der Dreame X60 Pro Ultra Complete* bringt laut Datenblatt einen 5.000-mAh-Akku mit, der mit einer einzigen Ladung eine Fläche von bis zu 1.000 Quadratmetern reinigen soll. Sollte es doch mal eng werden, wirbt der Hersteller mit einer Drei-Minuten-Schnellladung: Eine dreiminütige Pause in der Station genügt laut Dreame, um den Akku um etwa zehn Prozent aufzuladen, damit die Reinigung direkt beendet werden kann.

4. Unter Möbeln wird es schnell eng

Ein weiterer Klassiker: Der Roboter passt unter den Schrank, aber nicht mehr darunter hervor. Oder er kommt gar nicht erst unter Sofa, Bett und Lowboard. Hier punktet vor allem der Saros 20 von Roborock*. Mit einer Gehäusehöhe von nur 7,98 Zentimetern ist er besonders flach gebaut. Laut Hersteller können sich flexible Frontbauteile zusätzlich leicht komprimieren, damit das Gerät auch unter sehr niedrige Möbel gelangt. Der Dreame X60 bietet dafür mehr Kletterfähigkeit, Roborock hat beim flachen Design einen klaren Vorteil.

5. Kabel, Socken & Co.: Die ewige Schnürsenkel-Jagd

Egal wie ordentlich wir sind: Ein herumliegendes Ladekabel, die Spielzeuge der Kids oder eine vergessene Socke reichen aus, um den Saugroboter komplett lahmzulegen. Die Bürsten wickeln sich um das Hindernis, das Gerät blockiert und piept hilflos um Erbarmen.

Billige Modelle fahren blind nach dem Chaos-Prinzip, doch die Oberklasse setzt auf künstliche Intelligenz. Die Flaggschiffe nutzen hochentwickelte Kamerasysteme – beim hier vorgestellten Modell von Dreame nennt sich das AI OmniSight 3.0 –, die Hindernisse ab einer Größe von fünf Millimetern erkennen und präzise umfahren sollen. Und auch die Hygiene wird smarter: Beide Premium-Marken, sowohl Dreame als auch Roborock, setzen bei ihren Basisstationen mittlerweile auf eine vollautomatische Reinigung, bei der die Wischmopps mit bis zu 100 Grad Celsius heißem Wasser gewaschen werden.

Tipp: Beim Dreame X60 Pro Ultra Complete* kommt zudem die HyperStream Detangling DuoBrush 2.0 zum Einsatz. Sie soll verhindern, dass sich Haare zu stark verheddern. Auch viele andere Premium-Modelle setzen inzwischen auf Anti-Tangle-Systeme – ein Feature, das gerade in Familienhaushalten oder bei Haustieren schnell wichtiger wird als jede App-Spielerei.

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Für wen lohnt sich so ein Premium-Saugroboter?

Ein teurer Saugroboter lohnt sich vor allem dann, wenn die Wohnung nicht ganz unkompliziert ist. Hohe Schwellen, viele Möbel, Haustiere, lange Haare, große Flächen oder viele Ecken machen den Unterschied zwischen „nettem Gadget“ und echter Alltagshilfe.

Wer dagegen hauptsächlich eine kleine, ebene Wohnung ohne Teppichkanten und Haustiere reinigen lässt, braucht nicht zwingend das stärkste Modell am Markt. Dann reicht oft auch ein günstigeres Gerät mit solider Navigation. Bei komplexeren Wohnsituationen können die neuen Funktionen aber genau die Probleme lösen, an denen viele ältere Modelle regelmäßig scheitern.

Verwendete Quellen: dreame.de, amazon.de, eigene RTL-Recherche

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