Die Pfandhaus-Profis„Das ist wirklich nur noch Schmelzware“ – Julian Schmitz-Avilas Expertise ist knallhart

Eine Frage, die sich viele stellen: Hat Mama im Schmuckkästchen vielleicht geheime Schätze versteckt?
Im Schmuckkästchen von Dirks 83-jähriger Mutter steckt jedenfalls ein ganzes Leben. „Bares für Rares“-Händler Julian Schmitz-Avila prüft die Stücke für „Die Pfandhaus-Profis“ und fällt bei einigen ein ernüchterndes Urteil. Doch ein ganz besonderer Ring macht aus der nüchternen Bewertung plötzlich eine Herzensfrage.

Als Julian Schmitz-Avila das Schmuckkästchen öffnet, schaut Dirk nicht nur auf Gold und Steine. Vor ihm liegen Erinnerungen an seine 83-jährige Mutter. Die Pfandhaus-Profis sind für einen Außentermin nach Koblenz gekommen, weil Dirk und seine Frau den Gründer des Pfandhauses noch aus der Nachbarschaft kennen. Nun sollen Julian, Armend und Stephan klären, welche Stücke einen materiellen Wert haben und für einen Verkauf infrage kommen.

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Die Pfandhaus-Profis prüfen Mamas Schmuckkästchen

Das Team vom Pfandhaus „Hermann”
Das Team vom Pfandhaus „Hermann” macht sich manchmal unbeliebt.
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Auf dem Tisch landen Armbänder, Ringe und weitere Schmuckstücke aus verschiedenen Jahrzehnten. Vor allem bei den Münz- und Bettelarmbändern fällt Julians Einschätzung ziemlich deutlich aus.

„Das sind alles keine zeitgemäßen Dinge mehr, die man heutzutage trägt“, erklärt der Händler. Solche Schmuckstücke seien vor allem in den 1960er- und 1970er-Jahren sowie teilweise noch in den 1980ern beliebt gewesen. Heute zählt bei vielen dieser Stücke vor allem das verarbeitete Material. Julians Urteil fällt entsprechend klar aus. „Das ist wirklich nur noch Schmelzware.“

Der „Bares für Rares“-Experte entdeckt keinen Geheimschatz

Julian Schmitz-Avila kennt überraschende Funde aus Nachlässen. Seit 2016 gehört der Kunst- und Antiquitätenhändler zum Händlerteam der ZDF-Trödelshow. Im Koblenzer Schmuckkästchen entdeckt er dieses Mal jedoch nichts Verstecktes.

Einige Teile sind beschädigt oder erweisen sich als Modeschmuck. Andere Stücke bestehen aus 585er Gold und können weiterhin getragen werden. Der ganz große, unerkannte Schatz bleibt trotzdem aus.

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Ein Ring erzählt von Dirks Geburt

Bei einem Goldarmband und besonders bei einem Ring mit gelbem Stein rückt der reine Materialwert plötzlich in den Hintergrund. Dirks Mutter bekam den Ring zu seiner Geburt und war mächtig stolz auf das Schmuckstück.

Für Dirk wird aus der Bewertung damit eine sehr persönliche Angelegenheit. Hinter jedem Teil steckt für ihn ein Abschnitt aus dem Leben seiner Mutter. Was auf dem Tisch nach Gold, Steinen und alten Formen aussieht, ist für ihn mit Erinnerungen verbunden. Die Entscheidung, was bleiben und was verkauft werden darf, fällt deshalb alles andere als leicht.

Goldwert trifft auf Erinnerungen

Die Experten können Material, Zustand und Tragbarkeit der Stücke einordnen. Dirk muss dagegen selbst entscheiden, welchen Wert die Geschichten seiner Mutter für ihn haben.

Die Pfandhaus-Profis finden zwar keinen verborgenen Schatz. Trotzdem liegt in dem Kästchen etwas, das sich nicht einschmelzen lässt – die Lebensgeschichte von Dirks Mutter.