Damit unter den Erben kein Streit entstehtOma verkauft ihren Lieblings-Armreif – aber das erste Angebot vom Pfandhaus-Profi enttäuscht sie sehr

Dank der „Pfandhaus-Profis” kann so mancher Erbstreit schon im Vorfeld vermieden werden.
Frau Engel bringt ein einzigartiges Schmuckstück zu den Bewertungstagen. Nicht etwa, weil sie selbst das Geld braucht. Mit dem Verkauf will die vierfache Oma ihren Enkelinnen unter die Arme greifen.

Am Bewertungstag folgt ein Termin auf den nächsten

Julian Schmitz-Avila
An Bewertungstagen ist immer was los.
VOX

Frau Engel legt ihr Schmuckstück auf den Tresen und weiß ganz genau, warum sie hier ist. Der Armreif im Pfandhaus soll ihr zwar Geld einbringen. Viel wichtiger ist der Oma allerdings, was sie damit bewirken kann. Das wertvolle Stück könnte eines Tages zum Erbstück werden. Doch Frau Engel hat vier Enkeltöchter und möchte verhindern, dass wegen des Schmucks Streit entsteht. Deshalb entscheidet sie sich für eine andere Lösung. Sie verkauft den Armreif und will mit dem Erlös die Zukunft ihrer Enkelinnen unterstützen.

Im Pfandhaus Hermann herrscht Hochbetrieb. Geschäftsführer und Gemmologe Armend Kuqi prüft gemeinsam mit seinem Team die mitgebrachten Schätze der Kundinnen und Kunden. Unterstützung bekommt er von Kunst- und Antiquitätenhändler Julian Schmitz-Avila, den viele Zuschauer aus „Bares für Rares“ kennen.

An solchen Tagen zeigt sich, ob ein vermeintlicher Schatz tatsächlich viel wert ist. Manchmal folgt die große Überraschung. Manchmal müssen die Besitzer erfahren, dass sie beim ursprünglichen Kauf deutlich mehr bezahlt haben, als sie beim Weiterverkauf erzielen können.

Frau Engel weiß bereits, dass ihr besonderer Armreif einst beim Juwelier viel Geld gekostet hat. Nun soll Armend herausfinden, welchen Preis das Schmuckstück heute noch erzielen kann.

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Armreif im Pfandhaus bringt 2.000 Euro

Armend nimmt das außergewöhnliche Stück genau unter die Lupe. Nach seiner Prüfung steht die Bewertung fest. Das Pfandhaus bietet Frau Engel 2.000 Euro.

Damit liegt die Summe zwar unter dem ursprünglichen Kaufpreis. Trotzdem hält Armend das Angebot für einen fairen Ankauf. Nach einer kurzen Verhandlung stimmt Frau Engel zu. Für sie zählt ohnehin nicht nur, wie viel Geld sie erhält.

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Die Enkelinnen sollen vom Verkauf profitieren

Statt den Armreif später einer einzigen Enkelin zu vermachen, möchte Frau Engel den Erlös für alle vier nutzen. Ihre Enkelinnen studieren und können finanzielle Unterstützung gut gebrauchen. So wird aus dem Schmuckstück eine Investition in ihre Zukunft.

Die Oma verlässt das Pfandhaus Hermann mit 2.000 Euro und der Gewissheit, eine Lösung für die ganze Familie gefunden zu haben. Kein Streit um ein einzelnes Erbstück, dafür Hilfe genau dort, wo sie gebraucht wird.

Armend setzt auf zufriedene Kunden

Für Armend ist ein erfolgreicher Ankauf mehr als eine nüchterne Geschäftsentscheidung. „Der Kunde wird uns weiterempfehlen. So ein Geschäft wie unseres lebt auch von der Mundpropaganda“, erklärt er.

Deshalb müsse sein Team fair und korrekt bewerten und die nötige Fachkompetenz zeigen. Bei Frau Engel geht diese Rechnung auf. Sie verkauft ihren Armreif und kann ihren Enkelinnen damit gleichzeitig etwas Gutes tun.

Verwendete Quellen: VOX