„Das ist Ausbeutung pur”„Team Wallraff”-Enthüllungen bei DPD – das sind eure Meinungen!

„Knochenjob”!
So fasst Undercover-Reporter Alex Römer seinen Einsatz als Paketbote bei einem DPD-Subunternehmen zusammen. Das Team Wallraff deckte Ausbeutung, Arbeitsdruck und teils massive Sicherheitsmängel auf. Auch die Versandqualität ließ im eigenen Paket-Test zu wünschen übrig: In 44 Prozent kam es zu Scherben. Auf Social Media machen viele ihrem Ärger Luft – aber auch ihrer Solidarität mit den Zustellerinnen und Zustellern!

Scharfe Kritik an DPD-Versand

Für den Versandtest schickte das Team Wallraff 50 Pakete mit Tassen, Weingläsern und Weinflaschen mit DPD fünf Wochen lang quer durch Deutschland, alle sorgfältig verpackt und ausgepolstert. Das Ergebnis: 44 Prozent Bruchquote. Auch mehrere User bei Instagram und Facebook beschweren sich, dass bei ihnen beim Versand mit DPD zu viel auf der Strecke bleibe:

  • „Habe mit keinem Paketdienst so schlechte Erfahrungen gemacht wie mit DPD. Pakete, die für uns sind, kommen immer irgendwie deformiert, mit kaputter Verpackung oder nachträglich zugeklebt an.”

  • „DPD... so eine Saftbude. wir wohnen seit zwölf Jahren am selben Wohnort. Sind aber nicht auffindbar. Zwei Wochen irrte unser Paket umher bis dann plötzlich stand Empfänger ist im Urlaub.”

  • „Ich bin in einem Gewerbe tätig wo ich sowas schon mehrfach und das bei den unterschiedlichsten Zustellunternehmen gesehen habe, das ist für mich nichts Neues, mich wundert, dass nicht jedes zweite Paket kaputt beim Kunden ankommt.”

Es gibt aber auch Stimmen von zufriedenen Kundinnen und Kunden:

  • „Ich persönlich kann das überhaupt nicht bestätigen, vielleicht weil wir auf dem Land leben?! 🤷‍♀️Hier sind fast immer dieselben Fahrer.”

  • „Hmmm.....da wo ich wohne ist DPD der beste Lieferdienst , kurze Lieferzeit, absolut verlässlicher und freundlicher Fahrer und noch nie was beschädigt angekommen.”

DPD äußert sich zu den Recherche-Ergebnissen von Team Wallraff nicht im Detail und schreibt: „Die Zufriedenheit unserer Kundinnen und Kunden ist die Basis unseres Geschäftsmodells. Hinweisen auf mögliche Qualitätsmängel gehen wir deshalb selbstverständlich nach.“

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„Die können einem echt leid tun”: Viele fühlen mit

Einige Userinnen und User scheinen nach der Reportage mehr Verständnis für die Situation der Zustellerinnen und Zusteller zu haben:

  • „Ich ärgere mich oft - gerade über die DPD Lieferanten, aber wenn ich den Bericht so bedenke, macht mich die Ausbeutung einfach nur traurig und wütend. Aber was kann der Kunde denn gezielt tun, um diese Zustände zu ändern? Den Versanddienstleister wechseln würde den sowieso schon ausgebeuteten Mitarbeitern evtl. nur den Job kosten....”

  • „Und ich rege mich immer auf, wenn die DPD Fahrer ohne zu klingeln einfach das Paket vor die Tür legen. Mach ich nicht mehr. Ich weiß ja jetzt, warum. Die können einem echt leid tun.”

Lese-Tipp: Arbeitsdruck, Ausbeutung, unbezahlte Stunden? DPD-Fahrer leisten mehr als „körperliche Schwerstarbeit“

Viele bekunden ihre Solidarität:

  • „Ich war echt sprachlos … wie kann man so mit den Fahrern umgehen, wir können doch froh sein dass die uns die Pakete bringen und dafür sollten die auch vernünftig bezahlt werden.”

  • „Mir tun diese Menschen wirklich leid, die bis zum Umfallen arbeiten müssen, weil sie Geld verdienen müssen, und dann nicht mal das bekommen was ihnen versprochen wird, und dann noch der gesundheitliche Aspekt, nur als Geringverdiener gemeldet, denn Rest Schwarz ausgezahlt, wenn sie es überhaupt bekommen. Da muss endlich was getan werden!”

  • „Ich verstehe durchaus, dass Leute Jobs brauchen. Aber für sowas würde ich nicht mal den kleinen Zeh aus dem Bett bewegen. Das ist Ausbeutung pur.”

DPD reagiert auf die konkreten Hinweise von Team Wallraff mit einem kurzen, allgemein gehaltenen Statement, in dem es auszugsweise heißt: „Sämtliche vertraglichen Partnerunternehmen von DPD müssen sich zur Einhaltung aller gesetzlichen Vorgaben, insbesondere zu Mindestlohn, zur Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben zur Arbeitszeit und zu fairen Arbeitsbedingungen verpflichten. Hierbei verwenden wir vorab ein verpflichtendes Qualifizierungsverfahren.”

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Was können WIR ändern? „Alle wollen schnell und billig!”

Auffällig: Immer wieder kommentieren User auf Facebook und Instagram, dass wir uns auch an die eigene Nase fassen sollten, wenn sich die Situation der Angestellten von DPD und deren Subunternehmen verbessern soll.

  • „Zeit ist Geld. Höhere Personalkosten würde letztlich der Verbraucher zahlen,will er aber nicht.”

  • „Bisschen scheinheilig! Alle wollen schnell und billig! Wie soll das seriös zusammen gehen?”

  • „Das einzige was sich grundlegend ändern muss ist das Kaufverhalten von uns Verbrauchern. Oder zumindest aber unsere überzogenen Ansprüche bei dem Zustellungen. Nicht immer alles sofort oder morgen haben wollen. Dann muss es reichen wenn die Sachen erst drei oder vier Tage später kommen. Und auch nicht immer alles online bestellen. Deswegen ist immer weniger los in unseren Innenstädten. Weil es wegen uns kaum noch Geschäfte gibt.”

Lese-Tipp: Was Günter Wallraff jetzt von den Paketdiensten fordert – und von uns allen

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„Team Wallraff – Reporter undercover“ auf RTL+

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Verwendete Quellen: Facebook, Instagram