Dachauftrieb in SachsenZiegen aufs Dach: Urlaubsmacher Jürgen zieht für seinen Freizeitpark alle Register

Drei Ziegen, ein Hoteldach und ganz viel Druck im Nacken.
In „Goodbye Deutschland – die Urlaubsmacher” begleiten wir Jürgen Bergmann und Doreen Stopporka nach Sachsen. Das Paar baut an der deutsch-polnischen Grenze eine Erlebniswelt aus Baumhäusern, Holzkunst und Familienabenteuern. Kurz vor dem Saisonstart muss im Baumhauserlebnispark noch einiges fertig werden. Besonders ungewöhnlich wird ein Programmpunkt, denn die Ziegen sollen rauf aufs Dach.

„Goodbye Deutschland” zeigt den tierischen Dachauftrieb

Jürgen und Doreen
Jürgen und Doreen lassen sich immer was einfallen
VOX

Was für Besucher nach einem lustigen Hingucker aussieht, ist für Jürgen und Doreen harte Planung. Die Tiere sind handzahm, an die Prozedur gewöhnt und kommen unfallfrei auf dem Dach an. Für Familien ist das genau die Art Attraktion, die hängenbleibt.

Doch hinter dem tierischen Moment steckt ernster Druck. Der Park zieht nicht so viele Gäste an, wie das Ehepaar bräuchte. Vor allem die Lage direkt an der Grenze zu Polen macht es schwierig. Von polnischer Seite kämen laut Jürgen nur rund vier Prozent der Besucher.

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Jürgen Bergmann muss jedes Jahr nachlegen

Stillstand kann sich der Freizeitpark nicht leisten. Jürgen sagt, er müsse immer genug Geld zurücklegen, um jedes Jahr eine neue Attraktion zu bauen. „Die kommen nicht noch mal wieder”, sagt er über Gäste, die bei einem erneuten Besuch keine Entwicklung sehen. Genau das treibt ihn an.

Die Kosten sind hoch, die Besucherzahlen bleiben ein Problem und eine weitere Insolvenz soll unbedingt verhindert werden. Der Dachauftrieb ist deshalb nicht nur ein süßer Moment. Er steht auch für die Frage, ob Jürgen und Doreen ihren Traum dauerhaft retten können.

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Holzkunst hält den Traum am Leben

Zum Glück stützt sich das Paar nicht nur auf Eintrittskarten und Erlebnisnächte im Baumhaushotel. Jürgen und Doreen betreiben außerdem eine große Firma für künstlerische Holzgestaltung. Sie bauen Baumhäuser, Parks und Erlebniswelten in ganz Europa.

Diese Firma erwirtschaftet rund zwei Drittel des Umsatzes. Gleichzeitig wächst dadurch der Druck. Bis zu 200 Mitarbeitende arbeiten an vielen Projekten parallel, Termine rücken näher, Kosten laufen weiter. Und im eigenen Park muss trotzdem alles rechtzeitig zur Eröffnung glänzen.

Ob Ziegen auf dem Dach, neue Attraktionen oder große Holzbau-Projekte, das Ehepaar muss immer jederzeit zeigen, dass sein Freizeitpark mehr ist als ein schönes Ausflugsziel. Es ist ihr Lebenstraum. Und der soll weiter wachsen.