Gastgeberin im StressDas perfekte Dinner: Yvonnes Hauptgang kommt spät – wird aus Warten jetzt wenigstens Genuss?
Erst zieht sich die Wartezeit, dann hebt sich am Tisch die Stimmung.
Yvonne (53) aus Pforzheim serviert ein Drei-Gänge-Menü unter dem Motto „Dem Schwarzwald auf der Spur“. Was sie nicht weiß: Joshua hat zuvor 39 Punkte erkocht – genau diese Marke müsste sie überbieten, um siegreich in Pforzheim zu sein. Mit Tochter Lea (20) als Schnibbel- und Servierhilfe wird ausgerechnet der Hauptgang zur Geduldsprobe.
In Yvonnes Küche tickt die Uhr

Manchmal entscheidet beim Dinner nicht nur die Sauce, sondern auch die Uhr. Bei Yvonne läuft der Abend eigentlich mit allem an, was ein Schwarzwald-Menü braucht: Wärme, Handwerk, ein bisschen Heimatgefühl und diese Mischung aus Vorfreude und Appetit, die am Tisch schnell für gespannte Blicke sorgt. Nach der Maronensuppe mit Birnen-Pastinaken-Haselnuss-Topping wartet die Runde auf den Hauptgang – und wartet. Und wartet noch ein kleines bisschen mehr.
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Dass Yvonne spät dran ist, macht den Abend nicht unangenehm, aber spürbar. Während in der Küche weiter angerichtet wird, hängt am Tisch diese besondere Dinner-Schwebe in der Luft: Man ist satt genug, um freundlich zu bleiben, aber hungrig genug, um jede Bewegung Richtung Küche mit Hoffnung zu beobachten. Tochter Lea hilft beim Schnibbeln und Servieren, doch der Hirschrücken mit Rotweinsauce, gebratenem Radicchio auf Bohnencreme, Fächerkartoffel und Radicchio-Orangen-Salat braucht offenbar seine Zeit.

Vom Warten zum Wow-Moment
Joshua bringt es später auf den Punkt: „Ja, ich muss schon sagen, ich bin ja selbst nicht so der Timekeeper in dieser Woche. Das war mir einen Tick zu lang von der Wartezeit.“ Als der Hauptgang dann endlich kommt, kippt die Stimmung. Aus der Wartezeit wird ein Moment der Erleichterung, aus gespannter Geduld echte Neugier. Yvonnes Schwarzwald-Spur führt nun nicht mehr über die Uhr, sondern über Rotwein, Wild, Radicchio und diese herbstlich-warme Küche, die nach Aufwand aussieht und nach Gastgeberinnenherz schmecken soll. Danach wartet noch Espresso-Eis auf Krokant mit Zwetschgenröster und Schuss – ein süßer Abschluss für einen Abend, der zeigt: Manchmal dauert Genuss eben einen Tick länger.
Verwendete Quellen: VOX

































