Wer schafft es in einem Biss?Das perfekte Dinner: Kevin ist kein guter Burger-Meister – sein Hauptgang ist mehr Challenge als Genuss
Dieser Burger ist so hoch gestapelt, dass schon der erste Biss zur Mutprobe wird.
Am Mittwoch, dem dritten Dinner-Abend in Koblenz, lädt Kevin (35) in seine umgebaute alte Scheune ein. Beim Kochen in seiner großzügigen Traumküche will der Elektroniker zeigen, was in ihm steckt. Doch ausgerechnet der Hauptgang seines „American Diner in Pieresch Scheier“-Menüs ist ein Stimmungskiller.

Wenn der Burger nur noch mit Besteck zu bezwingen ist
Kandidat Kevin beschreibt sich selbst als durchgeknallten, liebevollen Chaoten – und sein Menü passt zu dieser Mischung. Auf Kartoffeltornados mit drei verschiedenen Dips folgt der „Burger vom Land“ mit geschmolzenem Käse, Schmorzwiebeln und Krautsalat. Geschmacklich findet der Hauptgang durchaus Freunde, auch das Brötchen kommt gut an. Doch die Konstruktion gerät schnell zur praktischen Prüfung: Der große Burger lässt sich kaum entspannt in die Hände nehmen, am Tisch wächst die Unsicherheit. Jockel entscheidet sich gar nicht erst für das klassische Zupacken. „Den Burger mit den Händen essen hab ich erst gar nicht versucht“, erklärt er. Ein kurzer Blick auf sein Gegenüber reicht ihm, um lieber bei Messer und Gabel zu bleiben.

Damit trifft Jockel den Kern des Abends: Kevins Burger soll lässiges American-Diner-Gefühl versprühen, verlangt den Mitstreitern beim Essen aber mehr Geschick ab als gedacht. Was unkompliziert wirken soll, wird zur Besteck-Prüfung .
Harte Kritik: Graue Patties und Krautsalat ohne Feinschliff
Auch kulinarisch bleibt der Burger hinter Kevins großen Ambitionen zurück. Das Patty ist zu stark durchgebraten und dadurch trocken, der Krautsalat wirkt zu roh und wenig ausgearbeitet. Eine Mitstreiterin irritiert zudem die graue Farbe des Buns. Nicht alles misslingt, doch die entscheidenden Bestandteile finden nicht richtig zusammen.
Dabei bietet Kevins umgebaute Scheune mit ihrer großen Kücheninsel beste Voraussetzungen für einen besonderen Gastgeber-Abend. Auch die Menüidee zeigt seine Lust auf amerikanische Klassiker: Nach den Kartoffeltornados wartet zum Abschluss noch ein Lemon Cheesecake. Beim Hauptgang muss der liebevolle Chaot jedoch einstecken. Zum Burger-Meister reicht es diesmal nicht. Die Runde bleibt trotzdem locker und ehrlich – und Kevin bekommt eine klare Erkenntnis serviert: Ein guter Burger muss nicht nur schmecken, sondern sich auch essen lassen.
Verwendete Quellen: VOX

































