Neuer Elektronikshop in der Domstadt„Tech Village“: MediaMarktSaturn eröffnet Vorzeigemarkt in Köln

von Niklas Bönsch

Während viele Innenstädte mit Leerstand und Online-Konkurrenz kämpfen, setzt Europas größte Elektronikfachmarktkette in Köln ein deutliches Gegensignal. Am ehemaligen Saturn-Standort ist ein neues „Tech Village“ entstanden. Ein millionenschweres Konzept, das das Einkaufen vor Ort wieder attraktiver machen soll.

Andrang schon am frühen Morgen

So voll war die Kölner Innenstadt schon lange nicht mehr, zumindest nicht bereits um halb acht morgens. Ursula Franz reiste am Donnerstag (27.08.) mit ihrem Mann sogar zwei Stunden aus Rheinland-Pfalz an, um sich rechtzeitig zur Eröffnung eine Spielkonsole zu sichern. Sie erklärt, die Switch 2 sei im Angebot und mit Weihnachten vor der Tür freue sich vor allem ihr Enkel über ein solches Geschenk.

Hoher einstelliger Millionenbetrag investiert

In den ehemaligen Saturn-Standort ist ein hoher einstelliger Millionenbetrag geflossen. Entstanden ist ein „Tech Village“, ein Technik-Dorf. Es ist schon das dritte seiner Art in Deutschland nach Berlin und Hamburg. Das Besondere am Konzept: Auf jeder Etage gibt es eine klassische Verkaufsfläche, umgeben von sogenannten Marken-Boutiquen, in denen sich Kunden individuell beraten lassen und Produkte direkt ausprobieren können. Carsten Geilert, Vertriebschef von MediaMarktSaturn Deutschland, sieht in diesem Konzept die Zukunft des stationären Handels: Läden, in denen Produkte fühlbar, anfassbar und ausprobierbar werden, in denen Marken sichtbar präsentiert werden und Kunden wieder direkt mit Mitarbeitern sprechen können, kombiniert mit der digitalen Welt. Genau das werde auch künftig sehr gut funktionieren, so seine Einschätzung.

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Gaming-Area und Café als Erlebnis-Faktor

Damit Kundschaft nicht nur zum schnellen Einkauf, sondern zum Verweilen kommt, gibt es im Keller eine Gaming-Area sowie ein Café, das von einem bekannten Erlebnisbauernhof aus dem Kölner Umland betrieben wird. Peter Zens, Inhaber des Erlebnisbauernhofs Gertrudenhof, beschreibt die Idee dahinter: Der Markt solle ein moderner Marktplatz sein, an dem man sich trifft und verweilt, statt nur schnell hinein- und wieder hinauszugehen. Wenn sein Café dazu einen Beitrag leisten könne, sei das aus seiner Sicht gut gelungen. Für die Stadt Köln ist die Millioneninvestition ein bedeutendes Zeichen. Andree Haack, Beigeordneter für Stadtentwicklung, sieht darin einen Beleg dafür, dass die Innenstadt trotz aller Herausforderungen Zukunft hat. Er beschreibt die Kölner City als im Wandel und im Aufbruch begriffen.