Schmuggel im MillionenwertDrogenfund im Rekordbereich – Zoll stellt knapp acht Tonnen Kokain sicher

von Julia Haiminger

Es ist einer der größten Kokain-Funde der vergangenen Jahre in Deutschland. Der Zoll hat im Februar in Wilhelmshaven eine Drogenladung im Tonnenbereich sicher. Entdeckt wurde sie in einem Container, der eigentlich Kakaobohnen enthalten sollte. Die Ermittler sprechen von einem Schlag gegen internationale Drogenschmuggler.

Knapp acht Tonnen Kokain sichergestellt

Der Fund gelang an der niedersächsischen Nordseeküste. Zollfahnder entdeckten in einem Container mehr als 400 Pakete Kokain. Insgesamt stellten die Beamten knapp acht Tonnen der Droge sicher. Der geschätzte Schwarzmarktwert liegt bei rund einer halben Milliarde Euro. Nach Angaben der Ermittler handelt es sich um eine der größten Kokain-Sicherstellungen der vergangenen Jahre in Deutschland.

Ermittlungen laufen über Köln und Spanien

Die weiteren Ermittlungen werden im Zollkriminalamt in Köln koordiniert. Von dort aus laufen große Verfahren gegen international organisierte Drogenschmuggler zusammen. Auch internationale Partner sind eingebunden. In Spanien konnten im Zuge der Ermittlungen schon zwei mutmaßliche Drahtzieher festgenommen werden. Die Fahnder prüfen nun weitere Verbindungen nach Südamerika.

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Schmuggel im regulären Warenverkehr

Der Kokainschmuggel läuft nach Angaben der Ermittler meist über den regulären Warenverkehr. Die Drogen werden dabei zwischen legalen Lieferungen versteckt, häufig in Containern aus Übersee. Im aktuellen Fall sollte die Fracht offiziell Kakaobohnen enthalten. Stattdessen stießen die Ermittler bei einer Röntgenkontrolle auf die große Menge Kokain.

Drogen inzwischen vernichtet

Bis auf eine kleine Menge für Beweiszwecke wurde die sichergestellte Droge inzwischen vernichtet. Damit soll verhindert werden, dass die Ware erneut in kriminelle Hände gelangt. Die Ermittlungen zu den Hintermännern dauern weiter an.