Stadtwerke rufen zum Wassersparen aufPools, Hitze und steigender Verbrauch – in Jülich wird das Trinkwasser knapp
Sonne, Temperaturen um die 29 Grad und perfektes Wetter für eine Abkühlung im Pool – genau das wird in Jülich jetzt zum Problem. Die Stadtwerke schlagen Alarm und rufen die Menschen dazu auf, sparsam mit Trinkwasser umzugehen. Der Verbrauch ist in den vergangenen Tagen stark angestiegen. Besonders das Befüllen von Pools scheint die Wasserversorgung an ihre Grenzen zu bringen.
Stadtwerke beobachten stark steigenden Verbrauch
Seit Sonntag (24.05.) warnen die Stadtwerke Jülich auf ihrer Homepage mit einer Eilmeldung: „In Jülich wird das Wasser knapp“. Nach Angaben der Stadtwerke liegt der aktuelle Wasserverbrauch deutlich über den Werten des vergangenen Sommers. Der Technische Leiter der Stadtwerke Jülich, Uwe Macharey, vermutet vor allem einen Grund: Viele Menschen hätten am heißen Wochenende ihre Pools erstmals für die neue Saison befüllt. Das sei zwar verständlich, bringe das Versorgungssystem aber zunehmend unter Druck.
Reservoirs leeren sich immer schneller
Zwar verfügen die Stadtwerke über zwei große Wasserspeicher mit insgesamt bis zu 5.000 Kubikmetern Wasser. Das entspricht fast 28.000 Badewannen. Die Pegel in den Reservoirs würden derzeit aber deutlich schneller sinken als üblich. Ein Grund dafür ist laut Stadtwerken die wachsende Einwohnerzahl. Das Forschungszentrum Jülich zieht Wissenschaftler aus aller Welt an, dazu kommen immer mehr Studenten am Campus Jülich der Fachhochschule Aachen. Die Infrastruktur komme dadurch zunehmend an ihre Grenzen.
Viele Bürger reagieren gelassen
In der Stadt selbst nehmen viele Menschen die Situation bislang noch entspannt. Einige hoffen auf Regen, andere setzen darauf, dass die Bürger gemeinsam Rücksicht nehmen. Für Familien sei Wassersparen allerdings nicht immer einfach. Sabrina Michler aus Jülich hat zwei Kinder und bei ihnen laufe die Waschmaschine täglich. Es sei gar nicht anders möglich.
Neues Wasserwerk soll Entlastung bringen
Schon im vergangenen Jahr hatten die Stadtwerke die Bevölkerung zum Wassersparen aufgerufen. Um langfristig besser auf den steigenden Bedarf reagieren zu können, planen sie nun ein neues Wasserwerk. Der Bau soll noch in diesem Jahr starten. Wie lange die Wasserknappheit anhält, hängt laut Stadtwerken vor allem vom Wetter in den kommenden Tagen ab. Bis dahin bitten die Stadtwerke die Menschen um Zurückhaltung. Vor allem auf das Befüllen von Pools und das Rasensprengen sollten die Anwohner möglichst verzichten.

































