Eigentliche Entlastung sorgt für zusätzliche Gewinne in der IndustrieÖlkonzerne verdienen laut Studie mehr durch 12-Uhr-Regelung mit Benzin

Wie hoch geht der Spritpreis wegen des Krieges im Iran? Eine Zapfsaeule (Zapfsäule) mit eingehaengten (eingehängten) Zapfpistolen an einer Total Energies Tankstelle an der Autobahn A45 Raststaette (Raststätte) Siegerland Ost. Die Preise haben schon lange deutlich die 2 Euro Marke ueberschritten (überschritten). Tankstelle, Spritpreise am 30.03.2026 in Siegen/Deutschland.
Ölkonzerne verdienen durch 12-Uhr-Regelung (Symbolbild)
picture alliance / Rene Traut Fotografie
von Patricia Brinkmann

Die 12-Uhr-Regel sollte Sprit günstiger machen. Doch das Gegenteil scheint der Fall zu sein. Eine neue Studie zeigt: Ölkonzerne verdienen mehr als zuvor.

Mehr Gewinn statt Entlastung

Forscher vom Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung und vom Düsseldorfer Institut für Wettbewerbsökonomie haben die Preise untersucht. Ergebnis: Die Gewinnmarge bei Benzin ist gestiegen. Im Schnitt liegt sie rund sechs Cent pro Liter höher. Analysiert wurden Daten von etwa 15.000 Tankstellen.

Kleine Anbieter treiben Preise

Besonders stark erhöhten kleinere Tankstellen und freie Anbieter ihre Preise. Große Ketten wie Shell oder Aral blieben zurückhaltender. Die Forscher sehen Unterschiede je nach Region und Wettbewerb. Ein einheitlicher Effekt zeigt sich nicht überall.

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Keine klaren Zahlen beim Diesel

Beim Diesel ist die Lage unklar. Die Preise schwanken seit Beginn des Ukraine-Kriegs stark. Deshalb konnten die Forscher keinen eindeutigen Effekt feststellen. Klar ist aber: Die 12-Uhr-Regel hat das Preisniveau bislang nicht gesenkt.