Schlamperei beim Bestatter?Falsche Leiche im Sarg – Schock für Tochter der Verstorbenen

von Stefan Efferth

In Rheinbach sind vor einer Beerdigung wohl Leichen vertauscht worden. Der Fehler fiel erst unmittelbar vor der Bestattung auf, als die Tochter in den offenen Sarg ihrer Mutter sah.

Mutter starb unerwartet

Die 67-jährige Roswitha Krings starb unerwartet in ihrer Wohnung in Rheinbach. Der Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen, die Polizei leitete routinemäßig ein Todesermittlungsverfahren ein. Ein Vertragsbestatter der Bonner Polizei nahm den Körper mit. Rechtsmediziner fanden keine Hinweise auf Fremdverschulden und gaben die Leiche frei. Die Tochter beauftragte nach der Freigabe ein eigenes Bestattungsunternehmen mit der Trauerfeier.

Verwechslung bei der Polizei?

Dieses Institut übernahm den Leichnam vom Vertragsbestatter der Polizei. Beim Vertragsbestatter sollen zwei Leichensäcke mit falschen Namen beschriftet worden sein. Dadurch wurden zwei Verstorbene vertauscht. Am Tag der geplanten Einäscherung wollte sich die Tochter am offenen Sarg von ihrer Mutter verabschieden. Sie erkannte sofort, dass die Frau im Sarg nicht ihre Mutter war: Die Tote wirkte deutlich älter und hatte andere Haare. Die beiden Körper wurden noch am selben Tag zwischen den beteiligten Bestattern zurückgetauscht.