Autofahrer ließ die 23-Jährige zum Sterben zurück„Wirst in meinem Herzen weiterleben” – große Anteilnahme nach Unfalltot in Lübeck

Lübeck steht unter Schock!
Nach bisherigen Erkenntnissen erfasst ein Auto eine 23-jährige Fußgängerin am Freitag (16. Januar). Zwei Tage später verstirbt sie im Krankenhaus. Der Täter ist weiterhin auf der Flucht – zeitgleich herrscht am Unfallort große Trauer.
„Jetzt bist du der hellste Stern im Himmel”
An der Unfallstelle im Lübecker Stadtteil St. Jürgen ist die Luft getränkt von Trauer. Neben zahlreichen Blumen, Kerzen und einer Ü-Ei-Figur, reihen sich Sätze, die mit Stiften an die Leitplanke an der Unfallstelle geschrieben worden sind. Sätze, die unter die Haut gehen. „Jetzt bist du der hellste Stern am Himmel”, oder „Du wirst in meinem Herz weiterleben.” Auf einem Foto sind viele junge Menschen zu sehen. Sie lachen in die Kamera. Daneben steht: „Danke für alles.”
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Auch weitere bewegende Worte sind vor Ort zu lesen: „Wir gegen den Rest der Welt”, steht auf der Leitplanke. Für Familie, Freunde und die Lübecker Gemeinschaft bleibt der Schock groß – und die Erinnerung an die junge Frau in den Botschaften an der Unfallstelle lebendig.

Polizei bittet um Hinweise
Nach bisherigen Erkenntnissen soll die Frau am vergangenen Freitagmorgen im Stadtteil St. Jürgen von einem bislang unbekannten Fahrzeug erfasst und anschließend auf der Fahrbahn zurückgelassen worden sein. Gegen 2.20 Uhr entdeckte ein 31-Jähriger die Verletzte, als er mit seinem Fahrzeug auf der Berliner Allee (B207) stadteinwärts unterwegs war.
Die Polizei bittet weiterhin um Hinweise aus der Bevölkerung: Zunächst ermittelte sie wegen fahrlässiger Körperverletzung und unerlaubten Entfernens vom Unfallort. Jetzt steht sogar ein Tötungsdelikt im Raum. Wer in der Nacht zum Freitag etwas Auffälliges im Bereich der Berliner Allee in St. Jürgen beobachtet hat, soll sich dringend melden. Zeugen erreichen die Polizei unter der Telefonnummer 0451/ 1310. (ypr)
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, Polizei Lübeck, dpa


